Ihr Ratgeber

Egal, ob Vorsorge oder Behandlung, akute Beschwerden ohne chronische Erkrankung: Wenn es um die Gesundheit geht, sind profunde Informationen unerlässlich. APO-ONE bietet in Kooperation mit myHEALTH einen Überblick über häufige Krankheiten, ihre Symptome und ihre Therapie.

Index:

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y  Z

A

Wer sein Gewicht reduzieren möchte, sollte dabei nicht auf eine zeitbegrenzte Diät setzen. Die abrupte Veränderung der Ernährung setzt den Körper unter Stress, der Verzicht belastet psychisch. Beides führt dazu, dass die Fetteinlagerung – angeregt vom Hormon Cortisol – eher zunimmt. Das gilt vor allem, wenn nach der Diät die alten Essgewohnheiten wieder aufgenommen werden.

Effektiver ist eine langfristige Umstellung der Ernährung, wobei Zucker und Fette schrittweise reduziert werden. Hilfreich ist ausserdem, die Energieverbrennung durch mehr körperliche Bewegung anzukurbeln. Dadurch werden nicht nur eingelagerte Reserven reduziert. Auch die Haut bleibt elastisch und passt sich den neuen Körpermassen besser an.

Ausserdem lohnen sich Entspannungsübungen: Yoga und Meditation reduzieren das Stresslevel und wirken sich positiv auf den Hormonhaushalt aus. Der entspannte Körper neigt weniger dazu, Reserven anzulegen. So kann das Abnehmen leichter gelingen.

Das Immunsystem ist nicht nur der körpereigene Superheld, es ist auch ein komplexes System aus Organen, verschiedenen Zellarten und Eiweissen. Die Haut und Schleimhäute bilden das angeborene Immunsystem, das eine erste Barriere gegen Krankheitserreger bildet. Zudem gibt es ein erlerntes Immunsystem, bei dem sich die Abwehrkräfte im Lauf des Lebens entwickeln. Dieses erkennt Erreger wieder und weiss dann genau, wie es sie bekämpfen muss.

Damit sie ihre volle Stärke ausspielen können, sollten die Abwehrkräfte im Alltag gestärkt werden: Eine gesunde Ernährung, ausreichend Wasser trinken, Räume lüften und trockene Luft vermeiden, Spaziergänge zum Vitamin-D-Tanken, Sport, ausgewogener Schlaf und möglichst wenig Stress sorgen für mehr Power gegen Viren und Bakterien.

Die Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung, kurz ADHS, zählt zu den häufigsten psychischen Störungen im Kindesalter. Gekennzeichnet wird sie von Unaufmerksamkeit, Impulsivität und innerer Rastlosigkeit. In einigen Fällen macht sich ADHS auch durch eine auffällige Verträumtheit bemerkbar.

Die Verhaltensstörung ist vorrangig genetisch bedingt, daneben können auch verschiedene Umwelteinflüsse wie etwa Komplikationen in der Schwangerschaft, traumatische Erlebnisse oder Umweltgifte wie etwa Weichmacher das Risiko für ADHS erhöhen.

ADHS kann mit einer Verhaltenstherapie, in schweren Fällen mit medikamentöser Unterstützung, behandelt werden. Auch eine Umstellung der Ernährung kann hilfreich sein. In etwa 60 Prozent der Fälle ist eine lebenslange Therapie notwendig.

Bereits in der Antike wusste man die positive Wirkung von ätherischen Ölen auf die Gesundheit zu schätzen. Schliesslich sind sie echte Allerkönner, sei es zur Unterstützung bei Erkältungen, für besseren Schlaf oder als Muntermacher. Dieses Talent verdanken sie den Blättern, Wurzeln, Blüten und Samen der Pflanzen, aus denen sie gewonnen werden.

Ätherische Öle werden auf verschiedenen Wegen vom Körper aufgenommen: per Dampfinhalation, als Raumspray, Badezusatz oder auch gemischt mit einem Trägeröl direkt auf der Haut. Nur wenige ätherische Öle eignen sich zur innerlichen Anwendung, beispielsweise über Öl-Kapseln, und die Einnahme sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder Apotheker begonnen werden.

Durch hormonelle Veränderungen während der Pubertät kommt es häufig zu Akne: Die Talgdrüsen sind überaktiv, die Poren verstopfen schneller und Mitesser und Pickel treten auf. Akne kann sich aber auch schon in der Kindheit ausprägen und im Erwachsenenalter andauern. Insgesamt leiden vier von fünf Menschen weltweit an der häufigsten Hautkrankheit.

Gefährlich ist Akne nicht, kann aber die Lebensqualität der Betroffenen beeinträchtigen, weil die Entzündungen schmerzen und oft fälschlich für ein Zeichen mangelnder Hygiene gehalten wird. Zur Behandlung empfiehlt sich eine milde Gesichtspflege, die auf den Hauttyp angepasst ist und wenig Fett enthält. Spezielle Cremes und Lotionen versorgen die Haut mit wichtigen Nährstoffen zur Regeneration. In besonders schweren Fällen helfen Vitamin-A-Präparate und antientzündliche Medikamente.

Eine Allergie ist eine übermässige Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Stoffe. Dabei kann es sich beispielsweise um Pflanzenteile (Pollenallergie) oder Bestandteile von Lebensmitteln (Nahrungsmittelallergie) handeln. Auch Insektengift, Hausstaubmilben oder Tierhaare können eine allergische Reaktion provozieren. Typische Beschwerden sind Atemnot, Hautreaktionen und Verdauungsstörungen. Bei starken Reaktionen kann es auch zu einem Kreislaufkollaps kommen.

Eine Allergie kann verschiedentlich behandelt werden. Zum einen müssen die Auslöser erkannt und gemieden werden. Zum anderen kann eine allergische Reaktion medikamentös unterdrückt werden. Durch eine stufenweise Gewöhnung lässt sich das Immunsystem so konditionieren, dass eine Reaktion abgemildert ausfällt oder ganz ausbleibt.

Asthma gehört zu den häufigsten chronischen Atemwegserkrankungen. Dabei handelt es sich um eine allergische Reaktion auf Umweltreize wie Pollen, Hausstaubmilben oder Tierhaare. Diese Reizung führt dazu, dass die Schleimhäute der Bronchien anschwellen und einen zähen Schleim produzieren. Gleichzeitig können die Muskeln um die Bronchien herum verkrampfen. In der Folge treten Husten, ein pfeifender Atem oder sogar Atemnot auf.

Allergisches Asthma wird in einer Kombination aus einer medikamentösen Basistherapie sowie die Vermeidung des Auslösers behandelt. Betroffene sollten für den Notfall entsprechende Präparate mit sich führen.

Besonders häufig tritt allergisches Asthma bei Kindern auf. Frühzeitig und konsequent behandelt, können die Beschwerden allerdings gut kontrolliert werden oder sogar vollständig nachlassen.

Die Alterssichtigkeit ist keine Erkrankung, sondern vielmehr eine altersbedingte Beeinträchtigung, die sich in der zweiten Lebenshälfte einstellt. Die alternde Linse im Auge verliert an Elastizität. Dadurch können die Augenmuskeln sie nicht mehr ausreichend «scharf stellen». In der Folge wird das nahe Sehen beeinträchtigt. Betroffene bemerken die sich schleichend einstellende Alterssichtigkeit meist beim Lesen der Zeitung oder beim Bedienen des Mobiltelefons. Da das Sehen anstrengt, stellen sich häufig Augen- und Kopfschmerzen ein.

Die Alterssichtigkeit kann nicht aufgehalten werden. Durch Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen oder einen chirurgischen Eingriff kann die Sehbeeinträchtigung allerdings ausgeglichen werden.

Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz. Deren Ursachen sind nach wie vor unklar. Vermutet wird ein Zusammenspiel von unterschiedlichen Prozessen des Stoffwechsels, des Immunsystems und der Durchblutung.

Die Alzheimer-Erkrankung führt dazu, dass verschiedene Gehirnareale nicht mehr vollumfänglich genutzt werden können. Als Folge treten Gedächtnis-, Sprach- oder Orientierungsprobleme auf. Diese schränken nicht nur das Leben der Betroffenen ein, sondern stellen auch eine Herausforderung für deren Umfeld dar.

Alzheimer ist nach wie vor nicht therapierbar. Die aktuellen Behandlungsmethoden zielen darauf ab, den Lebensalltag von Betroffenen zu verbessern. Um das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung zu reduzieren, ist es ratsam, Tabakkonsum und Übergewicht zu vermeiden. Etwaiger Bluthochdruck, Arteriosklerose und Diabetes sollten frühzeitig und gut therapiert werden.

Beim Anti-Aging gilt es, den Risikofaktoren der Hautalterung entgegenzuwirken. Dazu gehört vor allem, oxidativen Stress zu vermeiden. Dieser wird hauptsächlich durch zu viel Sonnenlicht verursacht. Aus diesem Grund sollte die verwendete Tagescreme über einen UV-Filter verfügen.

Um die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit zu versorgen, sollte genügend getrunken werden. Pflegeprodukte mit Hyaluronsäure und Omega-6-Fettsäuren binden Wasser in der Haut und straffen sie dadurch. Eine ausgewogene Ernährung unterstützt die Regeneration der Haut.

Zucker, Nikotin und Alkohol sollten hingegen reduziert werden, da sie die Hautalterung fördern. Auch zu wenig Schlaf und Bewegungsmangel lassen die Haut altern. Durch einen gesunden Lifestyle kann dem vorgebeugt werden.

Zahlreiche Studien belegen die positive Wirkung von Lavendel – gegen Nervosität und Stress sowie für einen besseren Schlaf. Ob auf der Haut oder zum Einatmen, das Öl sollte möglichst rein sein, ohne Trägeröle und in Bio-Qualität.

In der Aromatherapie kommt Lavendel häufig als Spray zum Einsatz, um sich über die Raumluft zu entfalten. Das kann in den Abendstunden dabei helfen, runterzukommen und auch später besser einzuschlafen. Neben Spray kann das Öl direkt in eine Duftlampe gegeben werden, in einen Aromavernebler oder auf kleine Duftsteine, welche man im Raum in der Nähe platziert, zum Beispiel auf dem Nachttisch. Lavendel lässt sich ausserdem oral einnehmen als Kapseln, Tees oder Tinkturen, welche eine halbe Stunde vor dem Zubettgehen getrunken das Ein- und Durchschlafen unterstützten können.

Durch Bluthochdruck, erhöhte Cholesterinwerte und Tabakkonsum kann sich Plaque in den Arterien ablagern. Diese verlieren ihre Elastizität und verengen. Dadurch kann die Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nicht mehr sichergestellt werden.

Diese Gefässverkalkung wird Arteriosklerose genannt. Sie selbst macht sich kaum bemerkbar. Eventuell kann es zu Waden- oder Brustschmerzen, bei Männern zu Erektionsstörungen kommen. Allerdings erhöht Arteriosklerose das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall. Insgesamt lassen sich etwa 40 Prozent aller Todesfälle auf eine Krankheit zurückführen, die von Arteriosklerose verursacht wurde.

Umso wichtiger sind regelmässige Checks bei Risikopatienten. Arteriosklerose wird medikamentös oder operativ behandelt. Dabei werden die betroffenen Gefässe mit einem Ballon oder einen Stent offengehalten. Lässt sich die blockierte Stelle nicht öffnen, wird sie mit einem Bypass überbrückt.

Die Arthrose ist eine oft altersbedingte Verschleisserscheinung, die durch Verletzungen oder Fehlbelastungen der Gelenke beschleunigt werden kann. Bei der Arthrose nimmt die dämpfende Gelenkflüssigkeit fortschreitend ab, wodurch die Knorpelschicht der Knochen allmählich zerrieben wird. Im Spätstadium liegen die Knochen ungeschützt aufeinander und verursachen bei jeder Bewegung Schmerzen. Das Gelenk kann ausserdem versteifen.

Von der Arthrose sind häufig vor allem die Knie, die Hüfte und die Schultern betroffen. Durch eine Physiotherapie und schmerzlindernde Medikamente können Beschwerden verringert werden. Daneben lässt sich der Gelenkzwischenraum operativ von Knorpelsplittern säubern. Das zerstörte Gelenk wird durch eine Prothese ersetzt.

Asthma ist eine Überreaktion der Bronchien auf ganz verschiedene Reizstoffe wie Pollen, Feinstaub oder auch kalte Luft: Die unteren Atemwege versuchen, mit einer übermässigen Produktion von Schleim diese vermeintlichen Gefahrstoffe einzufangen und durch Abhusten auszustossen. Dieser Reizhusten und eine gefühlte Enge in der Brust, ausgelöst durch eine verkrampfte Bronchialmuskulatur, sind typische Anzeichen von Asthma. Kennzeichnend ist auch ein Pfeifen oder Brummen beim Ausatmen.

Asthma ist nicht heilbar, kann aber durch eine individuell eingestellte Medikation gut kontrolliert werden. Für die Basistherapie werden meist entzündungshemmende Kortikosteroide verwendet. Im Notfall kommen Sprays mit Salbutamol zum Einsatz, womit sich Asthma-Anfälle oft frühzeitig abmildern lassen.

Bei der atopischen Dermatitis handelt es sich um eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Die Barrierefunktion der Haut ist reduziert, sodass es leichter zu Entzündungen kommen kann. Betroffen sind vor allem Kinder: In 85 Prozent aller Fälle tritt die Hautkrankheit vor dem fünften Lebensjahr auf. Allerdings lässt sie mit zunehmendem Alter häufig nach oder verschwindet ganz.

Belastend sind neben dem schmerzhaften Ausschlag der von den entzündeten Hautpartien ausgehende Juckreiz. Durch regelmässige, lauwarme Duschen und eine pflege mit rückfettenden Cremes können die Symptome gelindert werden. Ebenso wichtig: Regelmässige Tagesabläufe reduzieren Stress bei Kindern, einen der grössten Auslöser von Entzündungsschüben.

Sind die Augen entzündet, steckt meist eine Infektion dahinter, weil Viren, Bakterien oder Umweltreize nicht abgewehrt werden konnten. Gerade Umwelteinflüsse wie Zugluft und Bildschirmarbeit machen das Auge empfindlich. In der Regel heilen gängige Infektionen wie die Bindehautentzündung binnen weniger Tage von selbst aus, jedoch sollte bei anhaltenden Beschwerden oder Schmerzen ein Arzt aufgesucht werden.

Um die Heilung zu Hause zu unterstützen, sind besonders Augentropfen geeignet, die das Auge gut befeuchten und den Heilungsprozess unterstützten. Hilfe kommt zudem direkt aus der Natur: Augentrost, auch Euphrasia genannt, wird bereits seit Jahrhunderten bei Bindehautentzündungen angewandt. Das darin enthaltende Aucubin wirkt entzündungshemmend.

Augenringe können zwei verschiedene Ursachen haben: Entweder weist die Haut unter den Augen eine übermässige Pigmentierung auf, welche erblich bedingt oder die Folge von erhöhter UV-Belastung ist. Oder durch die dünne Haut schimmern die darunterliegenden Gefässe. Die Adern sind besonders deutlich bei Schlafmangel oder einer Unterversorgung mit Flüssigkeit oder Eisen zu sehen.

Bei Augenringen hilft es oft, den Lebensstil anzupassen und auf ausreichend Schlaf und eine ausgewogene Ernährung zu achten. Eine starke Pigmentierung lässt sich per Laser oder mit bleichenden Medikamenten reduzieren.

Hausmittel helfen nur bedingt: Auf die Augen gelegte Gurkenscheiben und Teebeutel kühlen die Haut, sodass sich die Gefässe zusammenziehen. Dieser Effekt hält aber nur kurz an.

Bei langanhaltenden Augenringen sollte der Arzt aufgesucht werden, um eine organische Erkrankung auszuschliessen.

Es gibt viele verschiedene Ursachen für trockene Augen: Werden diese nicht behandelt, kann sich im schlimmsten Fall eine Hornhautentzündung entwickeln. Beim Augenarzt klagt jeder zweite Patient über trockene Augen, dabei trifft es deutlich häufiger Frauen als Männer.

Um der Augentrockenheit entgegenzuwirken, kommen Tränenersatzpräparate zum Einsatz, die Feuchtigkeit liefern und den Tränenfilm stabilisieren sollen. So werden zügig die Symptome gelindert und ein Gefühl der Erleichterung stellt sich ein. Da Tropfen vor allem bei den Symptomen ansetzen, ist eine ärztliche Abklärung zur Behebung der Ursachen bei anhaltender Trockenheit empfohlen.

Die Augen brennen und sind müde, man muss viel blinzeln, verschwommenes Sehen und der Blick auf den Bildschirm wird zur Qual – all das sind Anzeichen für trockene Augen. Man muss sich nicht durch den Alltag quälen, es gibt einige Hausmittel, die schnell Linderung verschaffen und vorbeugend wirken.

Wärme tut den Augen gut, beispielsweise mit einem warmen feuchten Waschlappen oder Teebeutel. Um die Augen bei der Bildschirmarbeit ausreichend zu befeuchten, sollte immer wieder der Blick in die Ferne schweifen, viel geblinzelt und genügend getrunken werden. Die richtige Luftfeuchtigkeit und Augentropfen sind ebenfalls sinnvoll, um der Trockenheit entgegenzuwirken. Am besten erholen sich die Augen übrigens, wenn sie geschlossen sind, deshalb sollten Erholungsphasen ausreichend lang sein. Auch ein Mittagsschlaf kann hilfreich sein.

Lange Tage am Bildschirm, trockene Luft, Stress – Augenbeschwerden haben viele Auslöser. Die Folgen können Unschärfen, Trockenheit, Rötungen, zuckende Lider und Kopfschmerzen sein. Mit ein paar Anpassungen im Alltag lassen sich die Augen gut beruhigen.

  • Auf den Monitor kommt es an: Moderne Modelle verfügen häufig über einen Augenschutzmodus, der das Blaulicht reduziert. Ausserdem sollte der Bildschirm quer zum Fenster stehen und die Oberkante etwa auf Augenhöhe eingestellt sein.
  • Den Blick schweifen lassen: Gucken Sie zwischendurch mal in die Ferne und gönnen Sie den Augen eine Pause. Der Wechsel im Fokus trainiert ausserdem die Augenmuskeln.
  • Gutes Licht und Klima: Farben und Licht können angenehm sein, wenn sie nicht blenden. Die Zugluft von Klimageräten trocknet aus, während sich Zimmerpflanzen positiv auf ein augenfreundliches Raumklima auswirken.

Einmal die Treppe hoch oder auf den Zug gerannt und direkt aus der Puste? Um die Kondition zu verbessern, müssen nicht zwingend zig Kilometer gerannt oder intensive Trainings absolviert werden. Mit der Maffetone-Methode trainiert man in einem per Formel ausgerechneten Herzfrequenzbereich. So erhöht sich nicht nur die Ausdauer, die Fettverbrennung wird ebenfalls angekurbelt.

180 minus das aktuelle Alter ergibt die maximale aerobe Herzfrequenz. Der Schlüssel ist, diese Herzfrequenz um nicht mehr als zehn Schläge zu über- oder unterschreiten während des Trainings, um Müdigkeit, Erschöpfung und Übertraining vorzubeugen. Zeigen sich Erfolge, kann der Wert um fünf Schläge pro Minute erhöht werden. Binnen drei bis sechs Monaten sollte sich eine Konditionssteigerung zeigen, wenn 80 Prozent der Trainings im aeroben Bereich absolviert werden.

Ayurveda ist das Wissen um ein langes, gesundes Leben und hat den Erhalt der Gesundheit sowie Heilung zum Ziel. Jeder Mensch ist anders, im Ayurveda wird die individuelle Konstitution anhand des Vata-, Kapha- und Pitta-Doshas beschrieben. Je nachdem, welches überwiegt, gibt es Empfehlungen für unterschiedliche Rituale rund um Ernährung, Körperpflege, Entspannung und Bewegungsform, die die Basis einer gesunden Lebensweise bilden.

Dazu gehören Morgenrituale wie Salzspülungen, die Anwendung warmer Öle und Massagen. Bekannt ist vor allem das Ölziehen für die Mund- und Zahngesundheit. Danach folgen ein warmes Frühstück, das leichter verdaulich ist, und Herz-Kreislauf-Trainings an der frischen Luft. Yoga, Atemtechniken und Meditationen bauen im Alltag ausserdem Spannungen ab und bringen Flexibilität und einen klaren Geist.

B

Shinrin-Yoku bezeichnet die japanische Tradition, in der Atmosphäre des Waldes zu baden. Vorrangig geht es darum, den Kopf abzuschalten, Sorgen hinter sich zu lassen und Probleme zu vergessen. Auch der Körper profitiert vom Waldbad, denn es stärkt das Immunsystem und senkt Puls und Blutdruck.

Im Vergleich zum normalen Spaziergang sollen die Elemente des Waldes mit allen Sinnen wahrgenommen werden: Bäume, Blätter, Gras, Böden, Licht, Schatten, Rauschen, Rascheln, Knacken. Waldbader durchqueren den Wald nicht einfach, sie schlendern, befühlen, beobachten oder schaffen Kunst aus natürlichen Materialien. Die positive Wirkung auf Körper und Geist konnte durch Forscher tatsächlich nachgewiesen werden.

Beim Ballenzeh handelt es sich um eine Verformung des Fusses, die medizinisch als Hallux Valgus bezeichnet wird. Dabei schiebt sich der grosse Zeh gegen die übrigen Zehen. Dieser Prozess kann erblich oder durch ein schwaches Bindegewebe bedingt sein. Oft führen auch falsche Schuhe zu der Verformung. Das betroffene Gelenk ist empfindlich für Arthrose und Schleimbeutelentzündungen. Ausserdem kann der grosse Zeh die anderen Zehen ebenfalls verformen.

Ballenzehen können im Anfangsstadium mit Bandagen und Zehenspreizern korrigiert werden. Eine gezielte Fussgymnastik wirkt ihm ebenfalls entgegen. Im fortgeschrittenen Stadium muss die Fehlstellung operativ behoben werden.

Die Bandscheiben sind Knorpel, die zwischen den einzelnen Wirbeln sitzen, Bewegungen ermöglichen und abdämpfen. Bei einer Überlastung tritt der flüssige Gallertkern der Bandscheibe aus und drückt auf umliegende Nerven. Je nachdem, in welchem Bereich der Wirbelsäule sich der Bandscheibenvorfall ereignet, können die von ihm ausgehenden Schmerzen in die Beine, die Schultern oder den Nacken ausstrahlen.

Ein Bandscheibenvorfall kuriert meist von allein. Bei starken Schmerzen kann ein linderndes Medikament eingenommen werden. Die Heilung wird beschleunigt, wenn der Rücken in Bewegung bleibt, Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen sind ideal. Durch einen gezielten Aufbau der Rückenmuskulatur und das Vermeiden von Übergewicht kann das Risiko für einen Bandscheibenvorfall reduziert werden.

Dass der Bauch zwickt, hat jeder schon einmal erlebt. Bauchschmerzen tauchen in unterschiedlichsten Facetten auf und haben ganz verschiedene Auslöser. Häufig gibt bereits der Ort, an dem es wehtut, Hinweise auf die Ursachen und betroffenen Organe. Wer chronische Bauchschmerzen hat, sollte sich auf eine Glutenunverträglichkeit testen lassen. Bei Kindern hat Bauchweh oftmals keine körperliche Ursache, sondern ist emotional bedingt.

Erste-Hilfe-Massnahmen sind

  • Aufs Essen verzichten – hören die Schmerzen ohne Nahrung auf?
  • Viel trinken – vor allem Wasser und Kräutertees.
  • Hilfe aus der Natur nutzen – Pfefferminz, Anis und Kümmel wirken entblähend.
  • Wärme geniessen – Wärmflaschen und Kirschkernkissen helfen der Muskulatur zu entspannen.
  • Massagen mit Lavendel- oder Kümmelöl unterstützen beim Lösen der Krämpfe.

Sie mag vielleicht nicht so bekannt sein wie Herz, Lunge oder Gehirn, dennoch hat die Bauchspeicheldrüse (das Pankreas) im Körper wichtige Funktionen. Sie produziert einen Verdauungssaft, der Nahrungsmoleküle spaltet, sodass der Körper die Nährstoffe besser aufnehmen kann. Ausserdem werden hier in den Langerhans-Inseln jene Hormone hergestellt, welche den Blutzucker regulieren: Insulin und Glukagon. Gerät die Bauchspeicheldrüse in eine Unterfunktion, kann sie diesen wichtigen Aufgaben nicht mehr nachkommen. Das wirkt sich sehr stark auf die Verdauung aus: Da die Nährstoffe nicht richtig aufgenommen werden, kommt es zu einer Mangelernährung neben Blähungen, Übelkeit, Durchfall, Erbrechen oder Schmerzen im Oberbauch aufgrund einer Entzündung. Betrifft die Pankreasinsuffizienz die Hormonherstellung, entwickelt sich meist eine Diabeteserkrankung, da zu wenig Insulin als Gegenspieler des Blutzuckers zur Verfügung steht.

Das Bindegewebe dient im Körper als stützende Füllmasse. Es besteht aus wenig Zellen und viel Zwischenzellsubstanz wie Kollagen. Dieses wird im Laufe des Lebens abgebaut, sodass das Bindegewebe an Spannkraft verliert. Schwaches Bindegewebe macht sich vor allem unter der Haut bemerkbar als Besenreiser und Cellulite.

Neben dem Altern sind die grössten Risikofaktoren für ein schwaches Bindegewebe Hormonschwankungen während der Schwangerschaft und der Wechseljahre. Aber auch der Lifestyle nimmt Einfluss: Zucker und andere Kohlenhydrate schwächen das Gewebe. Auch Nikotin setzt der straffen Gewebeschicht zu. Eine pflanzliche Kost hingegen stärkt das Bindegewebe, da die darin enthaltenen Vitamine als wichtige Antioxidantien schützend wirken. Hilfreich ist auch viel Bewegung und das Reduzieren von möglichem Übergewicht.

Rote, brennende Augen, Ausfluss, Fremdkörpergefühl und Lichtempfindlichkeit sind klassische Symptome einer Bindehautentzündung. Diese meist durch Viren oder Bakterien ausgelöste Erkrankung ist hoch ansteckend und sollte daher nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Da die Ursachen nicht immer klar ersichtlich sind, sollte bei stärkeren Symptomen ein Arzt aufgesucht werden.

Gegen das Brennen und den Juckreiz helfen befeuchtende Augentropfen mit Hyaluron. Darüber hinaus können Kompressen mit Aufgüssen aus Augentrost oder Ringelblume sowie Quarkwickel die Heilung unterstützen. Gerade bei einer bakteriellen Infektion ist häufig die zusätzliche Behandlung mit Antibiotika notwendig.

Der Blähbauch: unerwünscht und unangenehm, wenn auch meistens harmlos. Auslöser sind häufig Lebensmittel wie Brokkoli, Linsen, Bohnen oder Sprudelwasser. Frauen leiden vermehrt während ihrer Periode unter dem aufgeblähten Bauch, da das muskelentspannende Hormon Progesteron die Verdauung träge werden lässt. Auch ein gestörtes Mikrobiom, Entzündungen oder ein Reizdarm können die Ursache sein.

Schnelle Hilfe, gegen den Blähbauch bietet Bewegung. Ein Spaziergang nach dem Essen fördert die Verdauung und mindert den Druck. Zudem helfen Wärme und Massagen gegen Krämpfe und dem Magen-Darm-Trakt auf die Sprünge. Tees mit Minze, Ingwer oder Fenchelsamen wirken beruhigend, Fenchel, Anis und Kamille können die Krämpfe lindern und entblähend wirken.

Im Darm sammeln sich Gase, die beim Essen aufgenommen werden oder bei der Verdauung entstehen können. Durch eine unausgewogene Ernährung oder eine muskuläre Fehlfunktion im Unterbauch – das sogenannte Reizdarmsyndrom – kann die Gasmenge im Darm zunehmen. Für Betroffene belastend ist nicht nur der vermehrte Abgang von Winden, sondern auch der Druckschmerz des geblähten Bauchs.

Akute Blähungen lassen sich durch eine Umstellung der Ernährung beheben: Je weniger verarbeitet die Lebensmittel sind, umso weniger Gas entsteht bei ihrer Verdauung. Auch die Reduktion von Stress und regelmässige Bewegung können Blähungen vorbeugen. Halten die Beschwerden an, sollte ein Arzt aufgesucht werden, da auch verschiedene Krankheiten zu Blähungen führen können.

Ständig muss man aufs WC, beim Wasserlassen brennt es und Unterleibsschmerzen kommen auch noch dazu: Eine Blasenentzündung ist ein besonders unangenehmer bakterieller Infekt der Harnwege, den 70 Prozent aller Frauen kennen. Da die Harnwege bei Frauen kürzer sind als bei Männern, sind sie deutlich häufiger betroffen.

Ein Schnelltest aus der Apotheke zeigt an, ob es sich um eine Blasenentzündung handelt. Neben Ruhe, Wärme und einer erhöhten Flüssigkeitszufuhr gib es Tipps von Frauen aus aller Welt, um die Heilung zu unterstützen. In Kanada trinkt man Goldrutentee, in Nordamerika setzt man auf Cranberry, in Indien auf Kurkuma und in Persien auf Bockshornklee. Und in der Schweiz? Hier kommen vor allem Preiselbeersaft und harntreibende Nieren- und Blasentees zum Einsatz.

Etwa jede zehnte Frau leidet mindestens einmal im Jahr an einer Blasenentzündung. Dahinter stecken meist Bakterien, die über die Harnröhre in die Blase vordringen und eine Entzündungsreaktion auslösen. Diese äussert sich in Schmerzen beim Wasserlassen und im Unterbauch. Oft trübt sich der Urin ein und verändert seinen Geruch.

Durch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder zu intensive Intimpflege wird die bakterielle Infektion begünstigt. Im Krankheitsfall helfen vor allem entspannende Wärme und Wasser, um die Bakterien auszuschwemmen. Verschiedene pflanzliche Blasen-Nieren-Tees unterstützen die Heilung.

Halten die Beschwerden mehr als drei Tage an oder tritt ausserdem Fieber auf, sollte der Arzt aufgesucht werden. Für gewöhnlich wird die Infektion in diesen Fällen mit Antibiotika behandelt.

Bei einer Blinddarmentzündung ist nicht der Blinddarm selbst infiziert, sondern sein kleiner Wurmfortsatz. Typische Anzeichen einer Entzündung sind Bauchschmerzen im rechten Unterbauch, die am Bauchnabel beginnen und dann hinunterwandern können. Drückt man auf den rechten Unterbauch und lässt wieder los, werden die Schmerzen meist stärker – der Loslassschmerz ist ein klassisches Indiz. Ausserdem können Übelkeit, Erbrechen und Fieber auftreten. Wird die Entzündung nicht rechtzeitig erkannt, kann es zum Blinddarmdurchbruch kommen. Die Schmerzen lassen dann eventuell erst nach, kehren jedoch umso stärker wieder. Hinzu kommen Symptome wie eine harte Bauchdecke, Kaltschweissigkeit, Blässe, eine hohe Herzfrequenz und schlimmstenfalls sogar Ohnmacht. Um das zu vermeiden, sollte man bei einem Verdacht frühzeitig in der Hausarztpraxis oder im Spital vorstellig werden.

Bluthochdruck macht selten Beschwerden, kann aber langfristig Herz und Kreislauf schädigen: Er gilt als eine der häufigsten Ursachen von Herzinfarkt und Schlaganfall.

Der Blutdruck wird mit zwei Werten gemessen: Der systolische Wert gibt die Auswurfleistung des angespannten Herzmuskels an, der (niedrigere) diastolische Wert beschreibt den Basisdruck in den Gefässen. Ab einem Wert von 140/90 mmHG liegt ein Bluthochdruck (Hypertonie) vor.

Die Ursache für einen erhöhten Blutdruck lässt sich meist nicht ermitteln, Risikofaktoren sind Übergewicht, Rauchen und Stress. Wer diese meidet, kann Bluthochdruck vorbeugen.

Behandelt wird die Hypertonie medikamentös, etwa mit ACE-Hemmern.

Bei einer Bronchitis handelt es sich um eine Entzündung der unteren Atemwege. Sie wird in akuten Fällen meist von Erkältungsviren ausgelöst, die sich von den oberen Atemwegen in die Bronchien ausbreiten. Hinter einer chronischen Bronchitis stecken meist Schadstoffe wie Zigarettenrauch, die über die Atemluft in den Körper gelangen.

Typische Symptome einer Bronchitis sind ein zunächst trockener, später Schleim enthaltender Husten, Halsschmerzen und Heiserkeit. Häufig treten auch Kopf- und Gliederschmerzen sowie eine allgemeine Abgeschlagenheit auf.

Die Krankheit hält meist zwei bis drei Wochen an. Die Heilung kann durch Hustenstiller und Inhalieren unterstützt werden. Auch eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr fördert die Befeuchtung der Bronchien, sodass der dort festsitzende Schleim besser abgehustet werden kann.

Stellt sich nach einer Woche keine Besserung ein oder wird Blut gehustet, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine Bronchitis bei Babys und Kleinkindern macht den Arztbesuch in jedem Fall notwendig.

Wandern die eingefangenen Erkältungsviren abwärts und lösen in den Bronchien eine Entzündung der Schleimhäute aus, spricht man von einer akuten Bronchitis. Zu den klassischen Symptomen gehört zunächst trockener Husten, der sich später aber zu einem schleimfördernden Husten entwickelt. Dazu kommen Halsschmerzen, Fieber, Heiserkeit, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Normalerweise klingt die Infektion aber binnen weniger Tage von selbst ab.

Mit folgenden Mitteln lässt sich die Genesung fördern: Viel zu trinken verflüssigt den Schleim, Tees mit Heilkräutern und Honig sind hierzu besonders geeignet. Inhalieren befeuchtet die angeschlagenen Atemwege. Öl zum Einreiben auf die Brust und danach zugedeckt ruhen helfen, den Husten zu beruhigen. Klingen die Symptome nicht ab, sollten Sie unbedingt zum Arzt.

Frauen sollten für die Vorsorge ihre Brüste regelmässig abtasten – es dauert nicht lang und wird schnell zur Routine. Auch wenn man dabei fündig wird, ist dies noch lange kein Grund zur Panik, die meisten dadurch bemerkten Veränderungen sind nicht bösartig.

Zunächst schaut man sich die Brüste an mit locker herabhängenden Armen frontal und von der Seite an: Hat sich die Form verändert? Haben die Brustwarzen noch die gleiche Farbe und keine Rötungen? Bewegen sich die Brüste gleichmässig mit, wenn die Arme auf und ab bewegt werden? Gibt es Wölbungen, Dellen oder andere Hautveränderungen? Im Anschluss folgt das Abtasten: Dafür jede Brust einzeln mit flachen Fingern systematisch in kleiner werdenden kreisenden Bewegungen bis zur Warze abtasten und von der Achselhöhle zur Brustwand streichen und auf Knoten prüfen. Danach die Brustwarze leicht zusammendrücken, um sie auf Absonderungen zu untersuchen.

C

Als Cellulite werden kleine Fettpolster bezeichnet, die sich im Bindegewebe der Haut abzeichnen. Betroffen sind meist Frauen, da ihre Haut anders als die männliche strukturiert ist und das Geschlechtshormon Östrogen den Abbau von Kollagen anregt, das die Haut elastisch hält.

Cellulite ist oft erblich bedingt und muss kein Anzeichen von Übergewicht sein. Allerdings fördert dieses die Ausprägung der Hautdellen. Auch Stress, Bewegungs- und Schlafmangel sind Risikofaktoren.

Zwar ist Cellulite gesundheitlich unbedenklich, wird aber häufig als unästhetisch empfunden. Gegen sie hilft vor allem Bewegung, die die Haut strafft und gut durchblutet, sowie das Meiden der Risikofaktoren. Cremes und andere Produkte zur äusseren Anwendung können eine ergänzende Wirkung entfalten.

Haarausfall, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erschöpfung – das sind die bekannten Nebenwirkungen einer Chemotherapie zur Behandlung einer Krebserkrankung. Um diesen Begleiterscheinungen entgegenzuwirken, kommt immer häufiger Komplementärmedizin zum Einsatz, die das Wohlbefinden von Patientinnen und Patienten steigern kann.

Gegen Müdigkeit unterstützen unter anderem Sport, Qigong, Tai-Chi, Yoga, Akupunktur und Akupressur sowie Mindfulness-Based Stress Reduction. Auch bei Schmerzen kann Akupunktur hilfreich sein. All diese Massnahmen können sich ausserdem positiv auf die Lebensqualität auswirken. Bei Übelkeit und Erbrechen haben sich Akupunktur und Präparate aus Ingwer bewährt.

Cholesterin ist ein Fettstoff, der grösstenteils von der Leber gebildet und in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen wird. Er wird für den Aufbau der Zellmembran und für die Produktion von Vitamin D und zahlreichen Hormonen benötigt. Lagert sich Cholesterin im Blut ab, kann es allerdings zu Arteriosklerose führen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach sich ziehen.

Der Cholesterinspiegel lässt sich nur bedingt durch eine ausgewogene Ernährung beeinflussen. Eine positive Wirkung hat regelmässiger Sport. Verschiedene Medikamente können den Cholesterinanteil im Blut reduzieren, indem sie entweder die Produktion des Fettes in der Leber drosseln oder die Aufnahme des Cholesterins aus dem Darm verhindern.

Burn-out ist vielen ein Begriff: die akute Erschöpfungsdepression, die einen vollkommen in die Knie zwingt. Beim Burn-on-Syndrom handelt es sich um die chronische Variante, bei der wir einfach im Dauerbrennmodus weiterarbeiten, immer kurz vorm Ausbrennen. Hier noch rasch eine E-Mail oder aus den Ferien doch noch telefonieren, statt abzuschalten – immer häufiger wird dieses Verhalten mit Erfolg verwechselt.

Die Symptome sind nicht ganz so offensichtlich, aber dennoch erkennbar: Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, Tinnitus, Spannungskopfschmerzen, Schlaflosigkeit und hoher Blutdruck.

Je nach Schweregrad sind unterschiedliche Massnahmen erforderlich. Es kann bereits helfen, den Alltag bewusst entspannter anzugehen und der Selbstfürsorge Raum zu geben. Bei schwereren Fällen kommen ergänzend auch Medikamente und Psychotherapien infrage.

Stress lässt sich nicht komplett vermeiden. Dennoch ist die innere Haltung ganz entscheidend, wie wir Stress erleben. Und eben jene lässt sich laut Experten trainieren, sodass wir weniger Stress empfinden. Das ist besonders wichtig, denn Dauerstress und die damit einhergehende erhöhte Herzfrequenz sowie Bluthochdruck können eine Arteriosklerose und im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt verursachen.

Freundliche Monologe mit sich selbst, Stressabbau durch Sport, Meditation und betriebliches Gesundheitsmanagement können die Risiken und das Stresslevel senken – für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems.

D

«Die Gesundheit sitzt im Darm» ist nicht nur eine Floskel, denn eine gesunde Darmflora stärkt das Immunsystem, schützt vor Infektionen und hilft bei der Verarbeitung von Nährstoffen. Eine ausgewogene Flora zeichnet sich durch das Zusammenspiel möglichst vieler verschiedener Bakterien aus, die durch Medikamente empfindlich beeinflusst werden können, wenn diese Vielfalt reduziert wird.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, beispielsweise mit probiotischen und ballaststoffreichen Lebensmitteln, unterstützt das gute Darmmilieu. Darüber hinaus kann mit Nahrungsergänzungsmitteln, die Präbiotika und Probiotika enthalten, der Darm mit wertvollen Bakterien versorgt werden.

Bei der Demenz nimmt die geistige Leistungsfähigkeit ab, weil Nervenzellen im Gehirn absterben. Ausgelöst wird dieser Prozess von Durchblutungsstörungen, die wiederum durch Bluthochdruck, Arteriosklerose, Kopfverletzungen oder systemische Erkrankungen verursacht werden.

Je nachdem, welche Hirnareale betroffen sind, äussert sich die Demenz unterschiedlich stark in Vergesslichkeit, Reizbarkeit und einem nachlassenden Sprach- und Wahrnehmungsvermögen. Betroffene verändern oft ihr soziales Verhalten.

Die Demenz kann weder geheilt noch unterdrückt oder verzögert werden. Die medikamentöse Therapie mit Antidementiva zielt vielmehr auf eine Verbesserung der Lebensqualität, indem durch sie die Nervenaktivität stimuliert wird. Begleitend werden häufig Physiotherapien und – auch für betreuende Verwandte – psychotherapeutische Unterstützung angeboten.

Bei einer Depression handelt es sich um eine psychische Erkrankung, die sich ganz verschieden äussern kann. Die Symptome reichen von Antriebslosigkeit und Missstimmung bis zu Schlafstörungen und Schmerzempfinden. In jedem fünften Fall wechseln sich Phasen der Niedergeschlagenheit mit solchen der (unbegründeten) Hochstimmung ab.

Depressionen können in jedem Alter und bei jedem Geschlecht auftreten. Häufig sind sie allerdings im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, Frauen sind doppelt so oft betroffen wie Männer. Die Erkrankung hat mehrere Ursachen und Auslöser, die sich gegenseitig verstärken.

Eine Depression wird meist mit Psychopharmaka und einer Psychotherapie behandelt. Hinzu kommen oft weitere Therapieansätze, um die individuellen Beschwerden zu lindern.

Wenn der Körper den Blutzuckerspiegel aus eigener Kraft nicht mehr ausreichend steuern kann, liegt Diabetes mellitus vor. Der mit der Nahrung aufgenommene Zucker wird zum Grossteil von dem Hormon Insulin aus dem Blut in die Körperzellen überführt. Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert.

Diabetes tritt in verschiedenen Formen auf: Beim Diabetes Typ 1 drosselt das körpereigene Immunsystem irrtümlich die Hormonproduktion. Diabetes Typ 2 liegt vor, wenn nicht nur zu wenig Insulin produziert wird, sondern die Körperzellen auch ungenügend auf das Hormon reagieren. In beiden Fällen steigt das Risiko für einen zu hohen Blutzuckerspiegel mit gefährlichen Folgen unter anderem für Herz, Nieren und Augen.

Diabetes kann vermieden und behandelt werden, indem auf eine gesunde Lebensweise mit ausreichend Bewegung und abwechslungsreicher Ernährung geachtet wird. Übergewicht und Nikotin sollten als Risikofaktoren vermieden werden. Hält der Insulinmangel an, muss er medikamentös ergänzt werden.

Wie der Name schon verrät, bilden sich beim diffusen Haarausfall an ganz verschiedenen Stellen des Kopfes lichte Stellen. Die Ursachen sind vielfältig. Oft führen Schwankungen im Hormonhaushalt, beispielsweise während des Zyklus, der Schwangerschaft oder der Wechseljahre, zu dieser Form des Haarausfalls. Auch eine Fehlfunktion des Stoffwechsels, etwa bei Diabetes oder einer Erkrankung der Schilddrüse, wirkt sich auf die Haare aus. Gleiches gilt für einen spezifische Unterversorgung wie etwa dem Eisenmangel.

Angesichts der vielen möglichen Ursachen ist mitunter etwas Geduld gefragt, bis der konkrete Auslöser des Haarausfalls ermittelt ist.  Dass kann für Betroffene ebenso belastend sein wie der Verlust der Haare selbst. Allerdings stellt sich der normale Haarwuchs wieder ein, sobald die Ursache behandelt wird. Zusätzlich können Wirkstoffe wie beispielsweise Biotin die Aktivität der haarbildenden Follikel unterstützen.

Wer mehr als dreimal pro Tag Stuhlgang hat, der eine breiige bis flüssige Konsistenz aufweist, leidet an Durchfall, medizinisch Diarrhö genannt. Ein akuter Durchfall, der mehrere Tage anhalten kann, wird häufig von einer Infektion verursacht. Ein Arztbesuch ist oft nicht notwendig, da sich der Stuhlgang meist von allein wieder reguliert. Da mit dem Durchfall mehr Flüssigkeit verloren geht, sollte in dieser Zeit viel getrunken werden, vor allem Wasser und Magen-Darm-Tee. Die Darmflora kann durch Probiotika unterstützt werden.

Treten allerdings Fieber oder Krämpfe auf oder befindet sich Blut im Stuhl, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für chronischen Durchfall, der sich über mehrere Wochen hinzieht. In diesen Fällen muss abgeklärt werden, ob beispielsweise eine Erkrankung des Darms oder eine Unverträglichkeit die Beschwerden verursacht.

E

Eisenmangel tritt auf, wenn über einen längeren Zeitraum zu wenig Eisen aufgenommen, zu wenig gespeichert oder zu viel ausgeschieden wird. Dadurch werden die körpereigenen Speicher aufgebraucht und ein Mangel entsteht. Er äussert sich in Müdigkeit, Blässe und Leistungsschwäche. Kopfschmerzen und Frösteln deuten ebenfalls auf einen Eisenmangel hin.

Das Eisen wird benötigt, um Sauerstoff im Blut zu transportieren. Besonders Frauen haben zu wenig des Spurenelements, weil sie durch die Monatsblutung viel Eisen verlieren – eine der grössten Ursachen der Mangelerscheinung. Eisen kann über eine gezielte Ernährung – etwa mit Fleisch, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten – oder Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden. Diese sollten allerdings nur nach ärztlicher Anleitung eingenommen werden, da eine Fehldosierung gesundheitliche Beschwerden nach sich ziehen kann.

Wir brauchen Eisen für die Blutbildung und den Sauerstofftransport – lebenswichtig für den Körper. Dennoch kann das Eisen nicht selbst gebildet werden, sondern muss zugeführt werden durch eine ausgewogene Ernährung oder über eisenhaltige Nahrungsergänzungsmittel. Aufgrund der Menstruationsblutung sind Frauen sehr viel häufiger von einem Eisenmangel betroffen und haben gerade in der Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf. Jedoch steckt hinter Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Schwindel nicht immer ein Eisenmangel: Ein Blutbild beim Arzt gibt Gewissheit.

Eisenpräparate werden im Optimalfall mit einem Glas Orangensaft eingenommen, da die enthaltene Säure die Aufnahme im Körper erleichtert.

Die Endometriose zählt zu den häufigsten Unterleibserkrankungen bei Frauen. Dabei bildet sich Gebärmutterschleimhaut ausserhalb der Gebärmutter. Die Ursache hierfür ist unbekannt. Vermutet wird, dass Schleimhautzellen über rückfliessendes Menstruationsblut in den Bauchraum gelangen.

Nicht immer macht sich eine Endometriose bemerkbar. Dennoch können zum Teil heftige Unterleibsschmerzen auftreten, besonders während der Menstruation, beim Wasserlassen, Stuhlgang oder Geschlechtsverkehr. Unbehandelt kann Endometriose zu Unfruchtbarkeit führen.

Die Therapie muss individuell angepasst werden, weil die chronische Erkrankung ganz verschiedene Verläufe nehmen kann. Mit Hormonpräparaten lässt sich das Wachstum der Endometriose-Herde eindämmen, die operativ entfernt werden können.

Der erblich bedingte Haarausfall zählt zu den häufigsten Ursachen für den Verlust des Haupthaares. Er kann schon in frühen Jahren eintreten und kommt häufiger bei Männern vor. Das weibliche Geschlechtshormon Östrogen schützt die Haare. Erst wenn sich die Hormonproduktion während der Wechseljahre verändert, sind auch Frauen vermehrt von erblich bedingtem Haarausfall betroffen.

Die Ursache für den Haarverlust liegt in einer Kombination von Genen, die sich im Zusammenspiel negativ auf die Haare auswirken: Sie werden empfindlicher gegenüber bestimmten Stoffwechselprodukten und gehen vorzeitig aus.

Erblich bedingter Haarausfall lässt sich nicht aufhalten. Einzig eine Transplantation kann zu einer neuen Haarpracht führen. Im Anschluss muss das verbliebene Haar allerdings weiter gepflegt werden, damit es nicht um das Transplantat herum ausdünnt.

Erektionsstörungen liegen vor, wenn sich der Penis trotz sexueller Lust nicht mehr oder nicht ausreichend versteift, um einen zufriedenstellenden Geschlechtsverkehr zu ermöglichen. Das kann nicht nur für den betroffenen Mann, sondern auch für die Partnerschaft belastend sein.

Hinter den Erektionsstörungen – auch Impotenz oder erektile Dysfunktion genannt – können viele Faktoren stecken. Dazu gehören psychische Ursachen wie Stress, Versagensängste oder Depression und körperliche Faktoren. So kann beispielsweise eine Gefässverkalkung, Diabetes oder eine Verletzung des Nervensystems oder der Schwellkörper die Funktion des Penis beeinträchtigen. Um eine schwerwiegende Erkrankung auszuschliessen, sollten Erektionsstörungen beim Urologen angesprochen werden.

Um die Erektionsfähigkeit wiederherzustellen, muss die zugrundeliegende Einschränkung behandelt werden. Daneben können Medikamente, Penispumpen oder eine Penisprothese dazu beitragen, die Potenz zu verbessern.

Die Erkältung zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Ausgelöst durch verschiedene Viren, entzünden sich die Schleimhäute der oberen Atemwege. Typische Symptome der Erkältung sind Husten, Schnupfen und Heiserkeit. Seltener tritt Fieber auf.

Im Gegensatz zu einer Grippe stellen sich die Beschwerden bei einer Erkältung nur langsam ein. Kommt es zu Fieber, so hat es meist einen milden Verlauf. Dennoch sollte eine Erkältung nicht unterschätzt werden: Zum einen können sich die Viren auf die Bronchien legen, zum anderen kann es zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen oder des Mittelohrs kommen.

Eine Erkältung klingt meist innerhalb von zwei Wochen ab. Die Heilung kann auf verschiedene Weise unterstützt werden. So kommen je nach Symptom unterschiedliche Medikamente und Hausmittel zum Einsatz. Betroffene sollten sich auf jeden Fall während des Heilungsprozesses schonen, da ihr Immunsystem in dieser Zeit geschwächt ist.

Bei einer Erkältung sind die oberen Atemwege entzündet. Sitzt die Infektion im Rachen fest, tritt der für eine Erkältung typische Hustenreiz auf. Dieser ist zunächst trocken und kann zu Brustschmerzen führen, vor allem bei Hustenanfällen. Im Verlauf der Erkrankung lockert sich das in den Schleimhäuten der Atemwege übermässig produzierte Sekret und kann abgehustet werden. Der Husten wird produktiv, bringt also Auswurf hervor.

Mit verschiedenen Medikamenten kann der Erkältungshusten beeinflusst werden. So dämpfen Hustenstiller den trockenen Husten und ermöglichen einen erholsamen Schlaf trotz Erkältung. Hustenlöser fördern das Abhusten von Schleim. Ist der Husten einmal produktiv, sollten Hustenstiller nicht mehr verwendet werden, um eine Anstauung von Schleim in den Atemwegen zu vermeiden.

Die sogenannten Blue Zones sind Regionen der Welt, in denen die Menschen nicht nur besonders alt werden, sondern auch überdurchschnittlich lange gesund bleiben. Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes treten später und seltener auf.

Dafür ist die Ernährung nicht allein verantwortlich, trägt aber einen wichtigen Teil bei. Auf dem Teller landen vor allem Bohnen und Blattgemüse, die mit ihrem hohen Teil an Proteinen und komplexen Kohlenhydraten sehr gesund sind. Dort werden im Schnitt viermal so viele Bohnen gegessen wie hierzulande. Hinzu kommen Nüsse als der ideale Snack. Ebenfalls auffällig: Die Menge machts. In den Blue Zones kommt Überernährung selten vor und man hört traditionell auf zu essen, wenn der Magen zirka 80 Prozent gefüllt ist.

Jährlich sterben in der Schweiz etwa 20’000 Personen an einem Herzinfarkt oder Schlaganfall – beides Folgen von verstopften Blutgefässen. Weltweit ist die Arterienverkalkung die häufigste Todesursache und besonders tückisch, denn die Gefässe leiden still und verursachen zunächst kaum Symptome.

Vor allem fettiges Essen wirkt sich negativ auf die Elastizität der Blutgefässe aus, zudem hinterlassen Bluthochdruck, Rauchen, hohes Cholesterin und Übergewicht Fetteinlagerungen an den Gefässwänden. Die sogenannte Arteriosklerose kann sich aber zurückbilden: Bewegung und die richtige Ernährung helfen dabei. Viel Gemüse und Obst, Olivenöl, Fisch, Hafer und Vollkornprodukte beugen Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, können das Cholesterin senken, wirken entzündungshemmend und positiv auf den Blutzuckerspiegel. Zucker sollte vermieden werden, da er die Entstehung von Blutgerinnseln fördert und sich negativ auf die Gefässwände auswirkt.

Durch die Ernährung werden organische und anorganische Stoffe aufgenommen, die der Körper zum Wachstum, zur Organfunktion und zur Regeneration benötigt. Entscheidend ist ein ausgewogener Mix aus Makronährstoffen zur Energiegewinnung (Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate) sowie Mikronährstoffe, die den Stoffwechsel koordinieren. Dazu zählen vor allem Vitamine und Mineralstoffe.

Grundsätzlich sollten möglichst wenig verarbeitete oder Fertigprodukte auf den Tisch kommen. Stattdessen empfiehlt sich ein hoher Anteil von Gemüse, Blattsalat und Obst. Nüsse, Kerne, Samen und Seefisch enthalten wertvolle Fette.

Besondere Vorsicht gilt bei Säften und Limonaden. Auch scheinbar gesunde Getränke enthalten oft zu viel (Frucht-)Zucker.

In der Schweiz ist Krebs die zweithäufigste Todesursache, wobei Frauen überwiegend an Lungen- oder Brustkrebs und Männer an Prostatakrebs erkranken. Mittlerweile weiss man, dass die Umstellung der Ernährungsgewohnheiten das Risiko einer Krebserkrankung senken kann. Mit der sogenannten Mittelmeer-Ernährung liess sich in Studien sogar das Sterberisiko um ein Viertel senken.

Wer Alkohol, rotes Fleisch, verarbeitete Lebensmittel, zuckerhaltige Speisen und Getränke nur in kleinen Mengen konsumiert, tut bereits viel für seine Gesundheit – denn so werden Übergewicht und Fettleibigkeit vermieden und dadurch das Krebsrisiko gesenkt.

Superfoods, welche häufig im Rahmen der Krebsvorsorge angepriesen werden, können zwar eine positive Wirkung auf den Körper haben, jedoch ist diese zu gering, um Krebs zu heilen.

F

Falten sind meist eine Folge von zu intensiver Sonneneinstrahlung über einen langen Zeitraum. Durch das Sonnenlicht verliert die Haut an Flüssigkeit, dazu schwächt die UV-Strahlung das Bindegewebe, das für Spannkraft sorgt.

Um Falten vorzubeugen, benötigt die Haut intensive Pflege. Morgens und abends sollte sie von Schmutz und Talg gereinigt werden. Regelmässige Peelings entfernen abgestorbene Hautzellen. Die Tagescreme sollte vor allem Feuchtigkeit spenden (z. B. durch Hyaluronsäure) und Antioxidantien beinhalten, die oxidativem Stress entgegenwirken. Geeignete Inhaltsstoffe sind beispielsweise Vitamin C und E, Coenzym Q10 und Niacinamid. Ganz wichtig: Die Tagescreme sollte über einen UV-Schutz verfügen.

Nachts regeneriert die Haut. Dieser Prozess kann mit einer Creme, die Vitamin A oder Peptide enthält, unterstützt werden. Lacotobionic Säure und Phytohormone regen die Produktion von Kollagen an. Diese Proteine halten die Haut elastisch und straff.

Faszien sind elastisches Bindegewebe, das Muskeln, Gelenke und Organe verbindet und umhüllt. Werden sie nicht vielseitig bewegt, können sie verkleben und machen den Körper steifer und unbeweglicher. Häufig sind Rücken- und Nackenschmerzen auf ein Problem mit den Faszien zurückzuführen.

Je abwechslungsreicher das Training ist und je mehr Input die Faszien bekommen, desto elastischer bleibt das Gewebe. Neben dem Training im Alltag können auch Massagen und Druck beispielsweise mit Faszienbällen und -rollen Verklebungen lösen.

Die Faszien zu trainieren ist eine Investition in die Elastizität und Belastbarkeit des Körpers, um den Verschleiss zu verlangsamen und Verletzungen sowie Schmerzen vorzubeugen.

Eine Fettstoffwechselstörung bleibt häufig so lange unentdeckt, bis unschöne Folgeerkrankungen wie Pankreatitis oder Arterienverkalkungen aufkommen. Dabei wären erhöhte Blutfettwerte ein klares Indiz. Um diese zu senken, muss nicht auf Fette in der Ernährung verzichtet werden – es müssen nur die richtigen sein. Dazu gehören die guten Fette und ungesättigten Fettsäuren aus Nüssen, Avocados und pflanzlichen Ölen sowie Omega 3. Vermeiden sollte man verarbeitete Lebensmittel sowie Süssgetränke, Weissmehl und Alkohol.

Wer sich schützen möchte, kann beim Arzt regelmässig die Blutwerte kontrollieren lassen, um frühzeitig zu intervenieren: LDL-Cholesterin und Triglyceride geben Aufschluss über eine vorliegende Fettstoffwechselstörung.

Nach der Geburt sind Babys nicht direkt schutzlos den Krankheitserregern ausgesetzt, sondern haben den sogenannten Nestschutz. Die über die Nabelschnur verabreichten Antikörper und die Stärkung des Immunsystems durch Stillen sind recht verlässlich. Da der Nestschutz aber im Laufe des zweiten Lebensjahres nachlässt, werden Babys dann auch anfälliger für Infekte.

Geht es dem Kind gut, müssen Temperaturen bis zu 38 Grad nicht sofort gesenkt werden, denn der Körper macht so Erreger unschädlich. Viel trinken und gut im Auge behalten, lautet die Devise. Wird es matt oder apathisch oder klingt das Fieber nicht binnen zwei Tagen ab, ist der Gang zum Kinderarzt ratsam. Babys, die jünger als drei Monate sind, sollten bei Fieber immer direkt ärztlich untersucht werden. Steigt die Temperatur über 39 Grad, helfen Wadenwickeln, Fiebersaft oder Zäpfchen.

Bei Fieber handelt es sich nicht um eine Erkrankung, sondern ein Symptom, das mit vielen Krankheiten assoziiert sein kann. So können eine Infektion wie Grippe oder Mandelentzündung, aber auch Entzündungen der Nieren, des Darms oder der Herzklappen zu erhöhten Temperaturen führen.

Fieber liegt vor, wenn die Körpertemperatur auf über 38 Grad Celsius steigt. Ausgelöst wird der Temperaturanstieg durch das Immunsystem, das so versucht, Krankheitserreger besser zu bekämpfen. Säuglinge sollten bei Fieber in jedem Fall dem Kinderarzt vorgestellt werden. Bei Kindern ist ein Arztbesuch angeraten, wenn die Temperatur länger als einen Tag erhöht bleibt oder von anderen Beschwerden wie Erbrechen oder Benommenheit begleitet wird. Erwachsene sollten bei länger anhaltendem oder wiederkehrendem Fieber zum Arzt.

Fieber wird medikamentös oder mit Hausmitteln wie Wadenwickeln behandelt. Parallel dazu muss die ursächliche Erkrankung therapiert werden.

 

Wenn es mit dem Kinderwunsch nicht klappt, liegt das nicht zwingend am weiblichen Zyklus. In der Hälfte der Fälle ist es eine Unfruchtbarkeit auf Seiten der Männer, zum Beispiel durch eine unzureichende Spermienqualität. Mit ein paar Tipps lässt sich diese aber bewahren.

Heisse Hoden sind nicht gut: Saunagänge, heisse Duschen oder auch die Sitzheizung im Auto wirken sich negativ auf die Spermien aus. Ausserdem ist ein Zink- oder Selenmangel möglicherweise die Ursache für eine schlechtere Spermienqualität. Hier können Nahrungsergänzungsmittel und eine ausgewogene Ernährung Abhilfe schaffen. Übrigens wirken sich Sport und ein gesundes Körpergewicht positiv auf die Spermienkonzentration aus. Viele Paare wissen nicht, dass zudem das Gleitgel eine Rolle spielen kann, da es die Schwimmgeschwindigkeit der Spermien verlangsamt. Ein spermienfreundliches Produkt aus der Apotheke hat den richtigen pH-Wert und eine gleichartige Konsistenz, sodass das Wettschwimmen nicht beeinträchtigt wird.

Alle Jahre kommt sie wieder, wenn wir eigentlich voller Tatendrang sind: die bleierne Frühjahrsmüdigkeit. Sie tritt meistens zwischen März und Mai auf, wenn der Körper sich an den neuen Rhythmus und die Veränderungen im Melatonin- und Serotonin-Spiegel anpassen muss. Doch was kann man dagegen tun, um schneller wieder fit zu sein?

Der Müdigkeit auf keinen Fall nachgeben – beim Überwinden helfen vor allem körperliche Aktivitäten an der frischen Luft, Sonne zu tanken und eine gesunde, frische Ernährung, die Vitamin-Speicher auffüllt und nicht schwer im Magen liegt. Darüber hinaus wirken Bitterstoffe, spagyrische Sprays und Schüsslersalze unterstützend, indem sie den Säure-Basen-Haushalt ausgleichen und den Stoffwechsel anregen.

Frühjahrsmüdigkeit tritt auf, wenn sich der Hormonhaushalt des Körpers auf die länger werdenden Tage im Frühling umstellt. Dieser Prozess kostet Energie, auch die nicht unüblichen Temperaturschwankungen im Frühjahr sind kräftezehrend. Als Folge können sich Abgeschlagenheit und Müdigkeit einstellen. Auch Kopfschmerzen, Schwindel und Kreislaufprobleme sind typische Beschwerden der Frühjahrsmüdigkeit.

Jetzt heisst es Sonne tanken und viel bewegen, um den Körper in Schwung zu bringen. Eine ausgewogene, vitaminreiche Kost hilft, den Stoffwechsel umzustellen. Wechselbäder regen die Durchblutung an und bringen den Körper zusätzlich auf Trab.

Halten die Beschwerden dennoch an, sollte ärztlicher Rat gesucht werden, da sich hinter den Symptomen auch eine ernsthaftere Krankheit verstecken kann.

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) wird von Viren ausgelöst, die von Zecken übertragen werden können. Nahezu die gesamte Schweiz gilt als Risikogebiet für diese Krankheitserreger.

Die Infektion macht sich wenige Tage bis Wochen nach dem Zeckenbiss mit grippeähnlichen Beschwerden bemerkbar. Nach einer kurzen Phase der Erholung können neurologische Schäden auftreten, die von Konzentrationsschwäche bis zu einer Hirnhautentzündung reichen. FSME kann auch zu epileptischen Anfällen, Lähmung und Erblindung führen.

Die Erkrankung kann nur symptomatisch behandelt werden, eine Heilung ist nicht möglich. Umso wichtiger ist es, den Kontakt mit Zecken durch schützende Kleidung und Zeckenspray zu vermeiden. Verlässlich schützt eine Impfung vor FSME. Diese muss nach der Grundimmunisierung durch drei Dosen alle zehn Jahre aufgefrischt werden.

Sie tragen einen durchs ganze Leben und bilden die stabile Basis für den Bewegungsapparat: die Füsse. Gerade Bewegung hält die Füsse gesund. Wer tagsüber viel sitzt, riskiert Muskelverkürzungen und Fehlstellungen, denen jedoch mit Fussgymnastik unter dem Tisch und regelmässigen Spaziergängen entgegengewirkt werden kann. Ob Spaziergang, Wanderung oder Joggen, ein guter Schuh ist beim Sport und im Alltag das A und O. Idealerweise wird der Fuss nicht eingeengt, an der Ferse sollte etwa ein Fingerbreit Platz sein, und die Sohle ist fest mit guter Dämpfung und leicht abrollend. Dadurch werden die Füsse und Waden bereits beim normalen Gehen gedehnt und sorgen für mehr Beweglichkeit im Sprunggelenk.

Fusspilz wird meist von Fadenpilzen ausgelöst und äussert sich durch eine gerötete Hautpartie am Fuss, die juckt und Schuppen bildet. Nässende Bläschen sind ebenfalls typisch für einige Formen des Pilzbefalls. Der Erreger kann über Hautschuppen oder Berührungen übertragen werden. Besonders leicht geschieht dies im feucht-warmen Milieu von Schwimmbädern, Saunen und Fitnessstudios. Hier sollten vorsorglich immer Badeschlappen getragen werden. Auch empfiehlt es sich, auf gut belüftetes Schuhwerk zu achten und nach dem Waschen die Füsse gründlich abzutrocknen.

Die Infektion kann sich unbehandelt auch auf andere Körperpartien ausbreiten und zusätzliche Infektionen, beispielsweise durch Bakterien, erleichtern. Aus diesem Grund sollte der Pilz frühzeitig behandelt werden. Hierzu bieten sich verschiedene Antimykotika an. Diese können äusserlich (als Creme oder Salbe) oder innerlich (in Tablettenform) angewendet werden.

Hallenbad- und Badisaison bedeuten Fusspilz-Zeit. Denn in den Bädern kommen wir viel häufiger in Kontakt mit Fusspilzerregern, die im Worstcase Juckreiz und rote, schuppige Haut beginnend zwischen den Zehen auslösen.

Werden die Füsse öfter gewaschen, beispielsweise aufgrund von Schwitzen, greift das die Hautschutzbarriere an. Ein feucht-warmes Klima dazu bietet Fadenpilzen eine ideale Basis sich einzunisten. Atmungsaktive Schuhe, die Füsse trocken zu halten und die Wäsche nur mit Wasser beugen der Infektion mit Fusspilz daher vor.

Wer Fusspilz bemerkt, sollte mit antimykotischen Salben, Pudern oder Sprays konsequent behandeln bis die Infektion vollständig abgeheilt ist.

G

Bei einer Gallenkolik verkrampfen und entzünden sich die Gallenblase und die Gallengänge. Auslöser dieser äusserst schmerzhaften Komplikation sind Gallensteine, die die Zu- oder Abgänge der Gallenblase blockieren.

Die Schmerzen, die aufgrund einer Gallenkolik auftreten, machen sich im Oberbauch bemerkbar und können bis in den Rücken strahlen. Sie halten für bis zu drei Stunden an. Bei einer Gallenkolik sollte medizinische Hilfe gesucht werden.

Kurzfristig können die Beschwerden mit krampflösenden, entzündungshemmenden Schmerzmitteln gelindert werden. Um erneute Koliken zu vermeiden, wird die Gallenblase in den meisten Fällen entfernt. Die Verdauung wird dadurch nicht beeinträchtigt, da die Galle in der Leber produziert wird.

Jeder dritte Schweizer hat Gallensteine, allerdings bleiben diese in den meisten Fällen unbemerkt. Oft fallen sie erst auf, wenn die Verklumpungen in der Gallenblase oder in den Gallengängen zu Beschwerden führen.

Gallensteine entstehen, wenn die Zusammensetzung der Galle aus dem Gleichgewicht gerät. Das geschieht meist infolge einer zu fetthaltigen Ernährung. Gallensteine sind in der Regel ungefährlich. Erreichen sie aber eine bestimmte Anzahl und Grösse, können sie die Funktion der Gallenblase beeinträchtigen. In der Blase selbst oder in die Gallengänge gespült, führen sie zu starken Schmerzen im Oberbauch.

Gallensteine werden in der Regel operativ entfernt. Liegen sie in den Gallengängen, erfolgt die Entnahme über den Magen. Sitzen sie in der Gallenblase fest, wird das gesamte Organ entnommen.

Das Gehirn hat die Neigung, dunkle Gedanken und Emotionen grösser zu machen, als sie eigentlich sind. Sind die düsteren Stimmungen anhaltend, kann sich das negativ auf Hormone und Immunsystem auswirken, mittlerweile bringt die Medizin damit sogar chronische Erkrankungen, Schmerzen und Krebs in Verbindung. Daher ist es so wichtig, negative Gefühle bewusst zu regulieren.

Dies gelingt, indem man solche Gedanken erkennt, sich bewusst entscheidet, gelassen zu bleiben und sich im Anschluss auf etwas Positives oder den gegenwärtigen Moment konzentriert. So lässt sich das Denkmuster teilweise abgewöhnen. Auch Entspannungs- und Atemübungen sowie beruhigende Musik ein paar Stunden vor dem Schlafengehen können helfen, Grübeleien loszulassen und das Hirn herunterzufahren.

Ohrenschmalz – gelb, dreckig, klebrig? Nein, sinnvoll. Das Sekret ist das Reinigungsmittel der Ohren und befördert zusammen mit den feinen Härchen Staub, Schmutz und Schadstoffe aus dem Ohr. Es enthält ein Erreger eliminierendes Enzym und der bittere Geschmack schreckt Insekten ab. Das Ohrenschmalz täglich zu entfernen, ist daher keine gute Idee. Man sollte niemals zur Reinigung in den Gehörgang eindringen, da sonst vor dem Trommelfell ein Pfropf entstehen kann und Entzündungen begünstigt werden. Wer möchte, kann die Ohrmuschel einmal wöchentlich mit einem weichen Tuch reinigen, um nach aussen transportiertes Ohrenschmalz zu entfernen.

Duschmittel und häufiger Wasserkontakt können die Haut am Ohr austrocknen und Juckreiz sowie Entzündungen auslösen. Pflegecremes oder Ohrspülungen mit pflanzlichen Ölen beruhigen die irritierte Haut.

Genitalherpes wird von Herpes-Viren ausgelöst, die beim Geschlechtsverkehr (auch Oralverkehr) oder über kontaminierte Gegenstände übertragen werden können. Eitrige Bläschen an Penis oder Vagina, Schmerzen beim Wasserlassen, Fieber und Abgeschlagenheit zeigen eine Infektion an. Die Symptome klingen von allein ab, durch antivirale und schmerzlindernde Medikamente kann die Heilung beschleunigt werden.

Nach der Erkrankung verbleiben die Herpes-Viren im Körper. Sie werden wieder aktiv, wenn das Immunsystem geschwächt ist, beispielsweise durch eine Erkältung oder Stress. Vor einer Übertragung, die in den aktiven Phasen der Viren möglich ist, schützen Kondome und ein umsichtiger Umgang mit getragener Unterwäsche.

Wenn die Augen jucken, brennen und tränen, kann das viele Ursachen haben. So trocknet eine warme Aussen- oder Heizungsluft den Tränenfilm aus. Gleiches geschieht, wenn durch lange Arbeit am Computer die Lidschlagfrequenz sinkt. Hinter gereizten Augen kann auch eine Allergie stecken: Das Immunsystem reagiert übermässig auf eigentlich harmlose Umweltstoffe wie etwa Pollen.

Gereizte Augen können vorgebeugt werden, indem auf eine ausreichende Luftfeuchtigkeit geachtet wird. Im Büro sollten regelmässige Bildschirmpausen eingelegt werden, um die Augen zu entlasten. Bei Beschwerden können befeuchtende Augentropfen Linderung verschaffen.

Halten die Augenbeschwerden allerdings an, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Bei einem Gerstenkorn handelt es sich um eine schmerzhaft entzündete Talgdrüse am Lidrand. Sie wird meist von Bakterien verursacht. Die betroffene Talgdrüse öffnet sich von allein und gibt die Erreger, angestauten Talg und Verschmutzungen frei. Dieser Prozess kann unterstützt werden, indem das geschlossene Auge mit einem feuchten Waschlappen leicht gewärmt wird. Verschiedene Cremes führen ebenfalls zur Öffnung des Gerstenkorns.
Um ein Gerstenkorn zu vermeiden, sollte auf eine gründliche Hand- und Gesichtshygiene geachtet werden. Kommt es immer wieder zu Entzündungen am Augenlid, könnte ein schwaches Immunsystem dahinterstecken. In diesem Fall ist es ratsam, den Hausarzt aufzusuchen, um eine systemische Krankheit wie etwa Diabetes auszuschliessen.

Das Gewicht ist immer wieder ein Thema und sorgt insbesondere bei Frauen für Unbehagen. 60 bis 70 Prozent der Mädchen geben an, mit ihrem Gewicht nicht zufrieden zu sein. Das Fatale: Die Unzufriedenheit kommt häufig daher, dass auf Social-Media-Plattformen und in der Werbung ein Körperbild idealisiert wird, das medizinisch gesehen im Untergewicht liegt. Viel wichtiger ist aber das individuelle Wohlfühlgewicht anstelle einer bestimmten Zahl auf der Waage, die häufig gar nicht zum Körper passt.

Zwei Fragen geben Aufschluss darüber, ob eine Essstörung vorliegt:

  1. Wie viel Zeit des Tages macht man sich Gedanken um das Thema Essen und Figur? 30 bis 70 Prozent der Zeit weisen bereits auf ein gestörtes Essverhalten hin, bei mehr als 80 Prozent liegt meist eine Essstörung vor.
  2. Werden die Fähigkeit, Essen zu geniessen, sowie Arbeitszeit und Beziehungen durch das Thema negativ beeinflusst?

Online gibt es zahlreiche Hilfsangebote und es ist ratsam, sich einem Freund oder Angehörigen anzuvertrauen.

Tief in uns sind Überzeugungen verankert, die die Wahrnehmung von uns selbst und von der Aussenwelt beeinflussen und damit auch Entscheidungsprozesse. Diese Annahmen können negativ oder positiv sein. Meist wird die Basis dafür bereits in der Kindheit durch die Eltern und das soziale Umfeld gelegt. Typische negative Glaubenssätze sind «Ich bin nicht gut genug», typische positive Ansätze sind «Ich bin gut so, wie ich bin». Während negative Glaubenssätze Grenzen schaffen und verurteilen, machen die positiven Einstellungen stark und selbstbewusst.

Jetzt die guten Neuigkeiten: Man kann negative Glaubenssätze überwinden. Dafür muss man sie identifizieren und ihren Ursprung finden. Im Anschluss verfasst man eine positive Alternative, die so lange wiederholt wird, bis sie sich manifestiert. Das klappt nicht von heute auf morgen, aber wer dranbleibt, kann sich bald über Erfolge freuen.

Sie sind als Begleiter der Grippe oder von Erkältungen besonders fies: die Gliederschmerzen. So unangenehm sie auch sind, sie zeigen an, dass die Immunabwehr gerade auf Hochtouren den Virus bekämpft.

Bei Schmerzen in den Gelenken und Muskeln, ähnlich einem Muskelkater, ist Wärme besonders wohltuend. Wärmepflaster, Wärmekissen auf den schmerzenden Gliedern oder sogar ein warmes Bad verschaffen Linderung und helfen beim Entspannen. Bei Fieber sollte auf das Vollbad verzichtet werden. Sind die Schmerzen so stark, dass Hausmittel nicht mehr ausreichen, ist es in Ordnung, ein Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen zu nehmen. In vielen Präparaten gegen grippale Infekte ist bereits ein Wirkstoff gegen Gliederschmerzen enthalten.

Die Grippe ist eine Infektionskrankheit, die von verschiedenen Influenzaviren ausgelöst wird. Typische Beschwerden sind Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Anders als bei einer Erkältung treten die Symptome nicht allmählich, sondern plötzlich auf. Ausserdem können Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen die Erkrankung anzeigen.

Eine Grippe wird symptomatisch behandelt, beispielsweise mit schmerzlindernden Medikamenten. Ausserdem sind Bettruhe und viel Flüssigkeitszufuhr angeraten. Soziale Kontakte sollten vermieden werden, da die Krankheit ansteckend ist. Die Grippe nimmt meist einen harmlosen Verlauf und ist nach etwa einer Woche durchstanden. Bei Älteren und Menschen mit einer Immunschwäche oder chronischen Erkrankung besteht die Gefahr von Komplikationen wie Lungenentzündung oder Hirnhautentzündung. Für sie empfiehlt sich eine Impfung.

H

Haare wachsen zwei bis sechs Jahre, bevor sie ausfallen und neu gebildet werden. Dünnt das Haupthaar allerdings aus oder bilden sich kahle Stellen, liegt Haarausfall vor. Dieser kann verschiedene Ursachen haben: Beim erblich bedingten Haarausfall führt die genetische Veranlagung zu einem lichten Scheitel, einer Glatze oder zu Geheimratsecken.

Beim kreisrunden Haarausfall handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, während der diffuse Haarausfall vielfältige Ursachen wie Eisenmangel, eine Schilddrüsenfehlfunktion oder einen Nährstoffmangel haben kann.

Haarverlust lässt sich entsprechend der Ursache behandeln. Der erblich bedingte Haarausfall kann jedoch nur verlangsamt, nicht aufgehalten werden.

Bei Halsschmerzen handelt es sich nicht um eine eigenständige Krankheit, sondern um eine Begleiterscheinung ganz verschiedener Erkrankungen. Sie werden oft von einem Infekt wie etwa einer Erkältung, einer Mandelentzündung oder Scharlach ausgelöst. Auch eine Entzündung der Rachenschleimhaut, die Refluxkrankheit, Verbrühungen, Verätzungen, Insektenstiche oder verschluckte Gegenstände können zu Halsschmerzen führen.

Die Beschwerden werden entsprechend ihrer Ursache behandelt. Gegen die eigentlichen Halsschmerzen helfen lokal betäubende oder desinfizierend wirkende Medikamente, beispielsweise Sprays oder Lutschtabletten. Um den Hals zu schonen, empfehlen sich weiche und flüssige Speisen. Verschiedene Kräutertees wirken ebenfalls beruhigend aufgrund ihrer Wärme und leicht desinfizierenden Wirkung.

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Das Gewebepolster dichtet gemeinsam mit dem Schliessmuskel den Enddarm ab. Sind die Hämorrhoiden vergrössert, macht sich das durch ein Brennen und Jucken im Analbereich bemerkbar. Ausserdem kann Blut abgehen.

Je nach Ausmass der Hämorrhoiden werden sie medikamentös oder operativ behandelt. Dabei genügt es in leichten Fällen oft, wenn ein Facharzt Teile des Gewebes mit einem Gummiband abschnürt.

Die Beschwerden können durch entzündungshemmende Sitzbäder gelindert werden. Halten sie an, sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden, da Hämorrhoidalleiden auch andere Erkrankungen des Darms anzeigen können.

Vorbeugen lassen sich Beschwerden der Hämorrhoiden durch eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeitszufuhr und regelmässige Bewegung.

Die Hände sind im Alltag vielen Reizen ausgesetzt. Dazu gehört das, was sie berühren wie raue Gegenstände oder irritierende Werk- oder Reinigungsmittel. Auch trockene Luft und zu hohe oder niedrige Temperaturen können der Haut zusetzen. Ebenso schädigen eine zu intensive Reinigung und Desinfektionsmittel die Haut. Sie trocknet aus, wird rissig und anfälliger für Keime, mit denen die Hände tagtäglich in Berührung kommen.

Umso wichtiger ist eine umsichtige Handpflege. Dazu gehört, die Hände möglichst gründlich und schonend zu reinigen. Durch Cremes und Lotionen kann die Haut mit Feuchtigkeit versorgt werden, die sie stärkt und elastisch hält. Verschiedene Wirkstoffe wie Urea können die Haut zusätzlich regenerieren.

Für die tägliche Handpflege eignen sich rückfettende, möglichst pH-neutrale Produkte. Auf künstliche Duftstoffe sollte allerdings verzichtet werden, weil sie die Haut oft nur belasten.

Viele Faktoren können dazu führen, dass übermässiger Harndrang aufkommt. So reizen harntreibende Getränke wie Kaffee und Alkohol, aber auch psychische Belastungen wie Stress oder Ängste die Blase. Der Harndrang kann aber auch organische Ursachen haben. Hierzu zählen eine Blasenentzündung, Diabetes oder eine vergrösserte Prostata.

Häufiges Wasserlassen liegt dann vor, wenn die Blase mehr als zehnmal am Tag oder mehr als zweimal in der Nacht entleert werden muss.

Der häufige Harndrang wird je nach vorliegender Ursache reguliert. Hilfreich kann oft schon eine Änderung der Trinkgewohnheiten und ein Beckenbodentraining sein. Mit diesem lässt sich das Fassungsvermögen der Blase erhöhen.

Der Klimawandel sorgt nicht nur für eine Erhöhung der Temperaturen, er bringt auch in Summe sehr viel mehr Sonnenstunden mit sich: Das bedeutet, dass das Hautkrebsrisiko steigt.

Der wichtigste Schritt, um die Gefahr möglichst gering zu halten, ist der umfassende Schutz der Haut. Dazu gehören der Aufenthalt im Schatten, das Meiden der direkten Mittagssonne, schützende Kleidung inklusive Sonnenbrille und Kopfbedeckung sowie natürlich Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor. Ein morgendlicher Blick auf den UV-Index gibt Aufschluss darüber, wie stark die UV-Strahlung in Bodennähe ist und welche Schutzmassnahmen erforderlich sind. Daneben sind sich Dermatologen einig, dass Erwachsene die Angebote zur Hautkrebsfrüherkennung nutzen und jährlich ein Screening in Anspruch nehmen sollten.

Die Haut wird tagsüber strapaziert und regeneriert nachts. Dieser natürliche Prozess kann mit der richtigen Hautpflege unterstützt werden. So lassen sich die Anzeichen der Hautalterung verringern. Ausserdem wird die Abwehrkraft der Haut und somit auch die Gesundheit gestärkt.

Morgens empfiehlt sich eine sorgsame Reinigung der Haut, um den nachts übermässig produzierten Talg zu entfernen. Die Produkte zur Reinigung und zur anschliessenden Hautpflege sollten auf den Hauttyp abgestimmt sein. Generell sind für den Tag feuchtigkeitsspendende Produkte angeraten. In der kalten Jahreszeit erhält eine rückfettende Pflege die Elastizität und Spannkraft der Haut.

Am Abend sollten Staub, Make-up-Reste und abgestorbene Hautzellen durch eine intensive Reinigung entfernt werden. Die anschliessend verwendeten Pflegeprodukte beinhalten idealerweise wichtige Nährstoffe, die die Regeneration der Haut fördern.

Öle können die Haut mit wertvollen Nährstoffen versorgen und vor dem Austrocknen schützen. Die Öle selbst spenden keine Feuchtigkeit, helfen der Haut aber dabei, weniger Feuchtigkeit zu verlieren. Daher empfiehlt sich bei trockener Haut, diese vorher mit Feuchtigkeit, beispielsweise durch ein Serum mit Hyaluronsäure, zu hydrieren. Körperöle können nach dem Duschen einfach auf die noch feuchte Haut aufgetragen werden. Besonders geeignete Öle sind Nachtkerzenöl, Hanf- und Kümmelöl, deren Wirksamkeit bei chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen durch Studien bestätigt wurde.

Bei Ölen für die Hautpflege kommt es stark auf die Qualität an: Sie sollten ohne künstliche Duftstoffe, Farbstoffe oder synthetische Zusätze, kaltgepresst und lichtundurchlässig verpackt sein sowie über ein Qualitätssiegel verfügen.

Hautpilz wird von verschiedenen Pilzen verursacht, die sich auf der Haut ausbreiten oder Nägel oder Haare befallen. Je nach betroffener Körperstelle führt die Infektion zu Pusteln, Schuppen und kleinen Einrissen. Die Haut ist oft gerötet und juckt.

Unbehandelt kann die Infektionskrankheit zu Hautirritationen führen und bei Kindern und Menschen mit einem geschwächten Immunsystem auch auf innere Organe übergehen.

Hautpilz wird medikamentös mit Antipilzmittel, sogenannten Antimykotika, therapiert. Hausmittel wie Apfelessig können unterstützend eingesetzt werden.

Um eine Infektion zu vermeiden, sollte die Haut nach dem Duschen gründlich abgetrocknet werden – auch die Zehenzwischenräume, die besonders anfällig für eine Pilzerkrankung sind. In Gemeinschaftsbädern empfiehlt sich das Tragen von Schlappen.

Erstaunlich viele typischen Frauenleiden können mithilfe von Heilkräutern behandelt und gelindert werden. Entscheidend sind Qualität und Dosierung der als Tee, Tabletten, Tropfen, Hautöl oder Badeessenz verwendeten Kräuter.

Bei Menstruationsbeschwerden kommen Kamillenblüte und Schafgarbe zum Einsatz, die Magen, Darm und Gebärmutter beruhigen und krampflösend wirken. Bei Stress und Unruhe ist Melisse ein tolles Heilkraut, das beim Entspannen hilft – ob als Tee oder Badezusatz. Auch Lavendel eignet sich für ein erholsames Bad. Frauen in der Menopause profitieren von der wohltuenden Wirkung des Frauenmantels, der hormonregulierend wirkt und am besten regelmässig als Tee getrunken wird. Darüber hinaus kann Traubensilberkerze bei Wechseljahressymptomen helfen, deren Tee, Tabletten oder Tropfen Schlafstörungen und Schweissausbrüche lindern sollen.

Bei Herzrhythmusstörungen gerät das Herz aus dem gewohnten Takt. Einige Störungen sind harmlos, beispielsweise das kurzzeitige Herzstolpern. Andere Formen wie etwa das Herzkammerflimmern oder der Herzstillstand sind lebensbedrohlich.

Am häufigsten tritt das Vorhofflimmern auf. Dabei kommt es zu einer übermässigen Erregung in den Vorhöfen. Der Puls erhöht sich, oft droht ein Schlaganfall.

Herzrhythmusstörungen werden je nach Schweregrad unterschiedlich behandelt. Zum Einsatz kommen häufig Medikamente oder ein Herzschrittmacher, der das Herz im Takt hält. Implantierte Defibrillatoren reagieren automatisch auf Unregelmässigkeiten. Bei der Katheterablation wird überaktives Herzgewebe verödet.

Herzrhythmusstörungen machen sich nicht immer bemerkbar. Die typischen Symptome wie Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Herzrasen verraten ausserdem nichts über den Schweregrad der Krankheit. Umso wichtiger ist es, das Herz regelmässig untersuchen zu lassen – vor allem im Alter, dem grössten Risikofaktor für Herzrhythmusstörungen.

Bäume, Gräser, Kräuter: Von Januar bis weit in den Herbst hinein schweben die Pollen zahlreicher Pflanzen durch die Luft. Etwa jeder fünfte Schweizer reagiert allergisch auf Pollen, die zu einer Entzündung der Nasenschleimhaut und der Bindehaut an den Augen führen. Wer unter einer Pollenallergie – dem sogenannten Heuschnupfen – leidet, ist in seiner Lebensqualität oft stark eingeschränkt. Neben den Beschwerden an Augen und Nase kann Heuschnupfen auch innere Unruhe, Schlaf- und Konzentrationsstörungen hervorrufen.

Zur Behandlung von Heuschnupfen bieten sich zahlreiche schul- und komplementärmedizinische Therapien an. Daneben können Allergiker mit vielen kleinen Tricks dafür sorgen, dass ihr Alltag möglichst pollenfrei bleibt.

Als Hexenschuss wird eine Verkrampfung der Rückenmuskulatur bezeichnet, die so stark ist, dass es zu einer Bewegungssperre kommt. Auslöser sind meist abrupte Bewegungen oder falsche Belastungen im Alltag oder beim Sport.

Der Hexenschuss ist aufgrund der mit ihm einhergehenden Schmerzen häufig sehr unangenehm, gesundheitlich aber ungefährlich. Um die Beschwerden zu lindern, ist eine vorsichtige Mobilisierung des Bewegungsapparats angeraten. Hierzu empfehlen sich beispielsweise Spaziergänge, durch die die Durchblutung angeregt und die Muskulatur gelockert wird. Bettruhe hingegen verzögert oft nur die Heilung, weil die blockierten Muskeln nicht mobilisiert wird.

Stellt sich nach drei Tagen keine deutliche Verbesserung der Beschwerden ein, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ein heisses, rotes Gesicht, Juckreiz am Körper, später Verdauungsprobleme, Kopfschmerzen oder Herzrasen – diese zunächst eher unspezifischen Symptome während des Essens könnten ein Hinweis auf eine Histaminintoleranz sein.

Besteht Verdacht auf eine Intoleranz, empfiehlt sich eine Umstellung auf eine histaminarme Ernährung, um herauszufinden, auf welche Lebensmittel besonders stark reagiert wird. Im Anschluss wird der Histamingehalt langsam erhöht, da eine dauerhaft histaminarme Diät zu Mangelerscheinungen führen kann. Man kann vor den Mahlzeiten mit Lebensmitteln, welche nicht so gut vertragen werden, das Enzym Diaminoxidase oder bei starker Ausprägung ein Antihistaminikum nehmen, um die Beschwerden zu lindern.

Hormon-Intelligenz bezeichnet die Fähigkeit von Frauen, mit ihren Hormonen im Einklang zu agieren und sie sogar zu ihren Gunsten zu nutzen. Viele Frauen fühlen sich den Schwankungen regelrecht hilflos unterworfen. In diesem Fall kann das Wissen um die eigene Hormonlandschaft Abhilfe schaffen. Viele gynäkologische Beschwerden lassen sich zudem durch die richtigen Nahrungsergänzungsmittel, eine Anpassung der Ernährung, Heilkräuter und seelische Unterstützung lindern.

Neben dem, was man an ungesunden Lebensmitteln oder Medikamenten einnimmt, können sich auch Giftstoffe über die Haut auf die Hormone auswirken: Gerade bei Kosmetikprodukten, Parfum und insbesondere Haushaltsreinigern ist weniger mehr.

An den Händen und vor allem an den Füssen entsteht leicht Hornhaut durch ein Zusammenspiel von trockenen Stellen, Druck und Reibung. Die strapazierten Hautzellen bilden einen harten Schutzmantel aus abgestorbenen Zellen, um die darunter liegenden Hautschichten vor Verletzungen zu bewahren.

Übermässige Hornhaut wirkt allerdings nicht nur schnell unästhetisch. Die starke Kruste kann aufbrechen und rissig werden. Schmutz und Krankheitserreger können so in tiefere Hautschichten eindringen und Infektionen auslösen.

Um das zu vermeiden, bedürfen Hände und Füsse einer umsichtigen Pflege. Dazu gehört das Abtragen überschüssiger Hornhaut mit Peeling, Feile oder Bimsstein. Daneben halten Cremes und Lotionen mit Urea die Haut elastisch und vital.

Hornhaut tritt meist an den Fersen oder den Ballen auf. An anderen Stellen könnte sie auf eine fehlerhafte Körperhaltung hinweisen. Dann sollte medizinischer Rat gesucht werden, um Gelenkschäden in den Füssen, den Knien und der Hüfte vorzubeugen.

Ein Hühnerauge (medizinisch Clavus genannt) bildet sich an Hautpartien, die dauerhaft grossem Druck oder Reibung ausgesetzt sind. Häufig entstehen sie am Fuss, verursacht durch einseitige Belastungen aufgrund von Fehlstellungen oder zu engen Schuhen. Aber auch unter den Nägeln oder – seltener – an den Händen können sie auftreten.

Hühneraugen sind runde Verhornungen, deren Sporn tief in die Haut hineinreicht und bei Belastung zu Schmerzen führt. Zur Behandlung empfiehlt sich ein Aufweichen der überschüssigen Hornhaut mit Salizylsäure in Form von Pflastern oder Tropfen. Grössere Hühneraugen müssen von einem Arzt abgetragen oder operativ entfernt werden.

Er ist keine eigenständige Krankheit, sondern eine Beschwerde, hinter der sich eine Infektion der Atemwege – etwa eine Grippe oder eine Erkältung – verbergen kann. Der Husten ist eine Abwehrreaktion der Atemwege: Krankheitserreger oder Fremdkörper wie Staub, die eingeatmet werden, verfangen sich in der Schleimhaut, die nun verstärkt Schleim produziert. Dieser wird von den Flimmerhärchen der Atemwege nach oben transportiert und schliesslich durch stossartiges Ausatmen – das Husten – ausgeworfen.

Betroffene haben meist zunächst einen trockenen Reizhusten, der in einen sogenannten produktiven Husten übergeht, bei dem Schleim ausgestossen wird. Dieser Prozess kann unterstützt werden, indem die Atemwege feucht gehalten werden, etwa durch viel Flüssigkeitszufuhr, Inhalationen und ein entsprechendes Raumklima.

I

Das Immunsystem schützt den Körper vor zahlreichen Krankheitserregern wie Bakterien, Viren und Pilzen. Ein Teil des Abwehrsystems ist angeboren. Hierzu zählen die Bakterienkultur der Haut, die Schleimhäute der Atemwege oder die Magensäure. Das erworbene Immunsystem dagegen entsteht erst im Laufe des Lebens. So bilden sich Antikörper erst nach durchstandenen Infektionen oder Impfungen. Die Darmflora entwickelt sich entsprechend der individuellen Ernährung.

Das Immunsystem kann gestärkt werden, etwa durch eine passende Hautpflege, eine ausgewogene Ernährung und tägliche Bewegung, die den Stoffwechsel anregt. Beeinträchtigende Faktoren wie Stress und Schlafmangel sollten gemieden, Kaffee und Alkohol massvoll konsumiert werden.

Nase verstopft und gereizte Atemwege? Seit Jahrhunderten gilt Inhalieren als gutes Heilmittel und schneller Helfer. Der Klassiker ist das Dampfbad für zu Hause: Dafür werden Wasser im Topf aufgekocht, der Kopf über dem Topf positioniert und mit einem Handtuch abgedeckt und der Wasserdampf inhaliert. Effizienter und handlich ist ein Inhalationsgerät mit einem passenden Mund-Nasen-Aufsatz. Wird dem Wasser Salz hinzugegeben kann dies die Atemwege befeuchten und das Abhusten von Sekreten erleichtern.

Wer wissenschaftlich gestützt Inhalieren möchte, setzt auf professionelle Inhalationsgeräte und Vernebler, welche die Inhalationsmittel in so kleine Partikel zerstäuben, dass diese bis in die Lunge gelangen können. Dort entfalten sie ihre volle Wirkung, beispielsweise in den kleinen Bronchien der Lunge.

Als Inkontinenz wird der Kontrollverlust über die Blase bezeichnet. Unterschieden wird sie in zwei Formen: Bei der Belastungsinkontinenz führen Bewegungen wie Husten, Lachen oder das Tragen von Lasten dazu, dass der Schliessmechanismus des Harnwegs nachgibt. Bei der Dranginkontinenz entsteht das Bedürfnis zu urinieren, obwohl die Blase längst nicht voll ist. Beide Formen der Inkontinenz können auch gemeinsam auftreten.

Frauen sind von diesem Leiden häufiger betroffen als Männer, da ihre Harnröhre kürzer ist und Schwangerschaften die stützende Muskulatur des Beckenbodens strapazieren.

Die Inkontinenz kann je nach Ausmass mit Einlagen, Medikamenten oder operativ behandelt werden. Betroffene sollten auf harntreibende Getränke verzichten und etwaiges Übergewicht, das zusätzlich auf die Blase drückt, reduzieren. Vorbeugend hilft ein gezieltes Beckenbodentraining.

Menschen sind unterschiedlich sensibel: Das Spektrum reicht von sehr robust bis hochsensitiv mit allen Facetten dazwischen. Sensitivität beschreibt die innere Wahrnehmung mit Gedanken und Gefühlen, bezogen auf äussere Eindrücke wie Klänge, Gerüche und visuelle Reize. Ist eine Person hochsensitiv, reagiert sie auf Sinneseindrücke stärker, denkt tiefer und fühlt intensiver. Die Schattenseiten sind schnelle Reizüberflutung, Stressanfälligkeit und Ermüdungserscheinungen.

Die Feinfühligkeit hat gleichermassen Vor- und Nachteile. Doch gerade die Kehrseiten lassen sich gut behandeln. Achtsamkeit schafft eine Resilienz und stärkt den Selbstschutz. Eltern hochsensitiver Kinder sollten keinesfalls versuchen, diese zu verändern. Wichtig sind viel Körperkontakt und emotionale Zuwendung, um das Kind zu stärken und in seiner Feinfühligkeit zu unterstützen.

Gerade im Sommer trifft es jeden – den einen mehr, den anderen weniger: Insektenstiche und -bisse. Die juckenden Rötungen und Schwellungen sind lästig, meistens jedoch vollkommen ungefährlich, solange keine Allergie besteht oder Hals- und Rachenraum betroffen sind.

In der Regel können bereits Hausmittel die Symptome lindern: Kühlen hält die Schwellung in Schach, Zwiebeln und Essig helfen gegen den Juckreiz und Weisskohlwickel wirken entzündungshemmend. Darüber hinaus gibt es zahlreiche medizinische Präparate, die Schmerzen und Juckreiz verringern und einer Entzündung vorbeugen. Auch Insektenstichheiler haben sich als äusserst wirksam erwiesen, da sie das Insektengift mittels Wärme teilweise zersetzen und die für den Juckreiz verantwortliche Histaminausschüttung unterbinden.

K

Um die Kondition zu verbessern, braucht es nicht immer ein intensives Training. Maffetone, der Begründer des Herzfrequenztrainings, setzt auf die sogenannte aerobe Zone, eine Frequenz, bei der der Körper immer genügend Sauerstoff für die Energieproduktion bekommt. Mit einer spezifischen Formel lässt sich der ideale Frequenzbereich für das Training berechnen: 180 minus das eigene Alter zeigt den Maximalwert. Mit der Zeit fügt man fünf Schläge pro Minute hinzu, um sich zu steigern. So verbessert sich nicht nur die Kondition, auch die Fettverbrennung soll effizienter ablaufen.

Wer schöne Haare möchte, muss sie pflegen – völlig klar, oder? Doch für schöne Haare braucht es ausserdem eine gesunde Kopfhaut, die ebenfalls sehr gerne gepflegt werden möchte.

Häufiges Styling mit Hitze, aggressive Tenside in Shampoos und Parfüm in Produkten trocknen die Kopfhaut aus und können zu Irritationen führen. Mögliche Folgen sind Schuppen, rote Punkte, Spannungsgefühle, Juckreiz und Druckschmerzen. Da hilft nur, der Kopfhaut ein bisschen Erholung zu gönnen durch sanfte Reinigung mit rückfettenden Produkten, Vermeiden von ätherischen Ölen, Parfüm und starken Tensiden und den generellen Verzicht auf austrocknendes Styling mit Trockenshampoo, Gel und Haarspray.

Übrigens ist Sonnenschutz auch auf dem Kopf ein wichtiges Thema: Wenn man keinen Hut trägt, sollte der Scheitel unbedingt mit einem hohen Lichtschutzfaktor beschützt werden.

Herbstzeit läutet häufig die Läusezeit ein: Gerade in der Schule und im Kindergarten werden nach den Ferien die Köpfe zusammengesteckt und es gibt regelrechte Befallswellen mit den kleinen Quälgeistern. Doch das Risiko für einen Läusebefall lässt sich senken.

Da die Parasiten von Kopf zu Kopf übertragen werden, sollten lange Haare besser zusammengebunden werden, um keine Brücken zu schlagen. Alles, was mit dem Kopf in Berührung kommt, wie Mützen, Bürsten, Schals und Pflegeutensilien, sollte nicht geteilt werden. Auch ohne Verdacht regelmässig mit dem Nissenkamm durch die Haare zu gehen, beugt zwar nicht vor, ein Befall wird aber frühzeitig erkannt und kann rasch behandelt werden.

Wenn der Schädel brummt, geht erstmal nichts mehr. Als erste Sofortmassnahmen sollten ein grosses Glas Wasser getrunken und eine Pause gemacht werden. Lässt der Schmerz dennoch nicht nach, muss man das Übel an der Wurzel packen: Leichte Massagen, gern auch mit ätherischen Ölen, an den schmerzenden Stellen verschaffen Linderung. Kühlende Kompressen können ebenfalls wohltuend sein. Das Kopfweh ist möglicherweise die Folge einer Reizüberflutung. Dann ist eine Auszeit in einem ruhigen, abgedunkelten Raum Pflicht. Manchmal ist der Kreislauf der Auslöser, denn zu viel Sitzen ist nicht gesund. Ein Spaziergang an der frischen Luft bringt die Lebensgeister zurück.

Ein gesunder Lebensstil ist der beste Weg, Kopfschmerzen vorzubeugen. Dazu gehören ausreichend Schlaf, eine gute Trinkmenge von zirka zwei Litern pro Tag sowie regelmässige Pausen und frische Luft im Büroalltag.

Kopfschmerzen können verschiedene Ursachen haben wie etwa einen Mangel an Flüssigkeit, frischer Luft oder Schlaf. Sie können aber auch auf eine Unverträglichkeit oder eine Krankheit wie etwa Asthma oder Diabetes hinweisen. Aus diesem Grund sollten plötzlich auftretende, heftige und anhaltende Schmerzen der oberen Gesichtshälfte ärztlich abgeklärt werden. Gleiches gilt, wenn andere Beschwerden wie Sehstörungen oder Übelkeit hinzukommen.

In den meisten Fällen sind Kopfschmerzen zwar belastend, aber harmlos. Zur Vorsorge und Behandlung genügt es, auf eine gesunde Lebensweise, vor allem mit genügend Schlaf und ausreichender Flüssigkeitszufuhr, zu achten. Gegen die Beschwerden an Schläfen, Stirn und Scheitel helfen verschiedene Medikamente. Schmerzlindernd wirken häufig auch Entspannungsübungen und Kompressen mit ätherischen Ölen.

Krampfadern zeichnen sich als blaue Linien unter der Haut ab. Sie entstehen, wenn sich in den Venen Blut staut und die Gefässe aussacken. Meist bilden sie sich in den Beinen. Krampfadern können erblich bedingt sein, Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel.

In den meisten Fällen sind Krampfadern gesundheitlich ungefährlich, erzeugen aber aufgrund ihrer Optik einen Leidensdruck. Durch Kompressionsstrümpfe, regelmässiges Hochlagern der Beine und Sport können sie vermieden werden. Je nach Ausprägung lassen sich Krampfadern mittels einer Verödung der betroffenen Gefässe, einer Lasertherapie oder eines operativen Eingriffs beheben. Zur medikamentösen Behandlung leichter Krampfadern empfehlen sich Präparate mit Mäusedorn, Rosskastanie oder Steinklee.

Es gibt keinerlei Garantien für ein krebsfreies Leben, egal wie gesund der Lebensstil auch sein mag. Dennoch haben Forscher herausgefunden, dass sich die Hälfte aller Krebserkrankungen bei Männern und ein Drittel bei Frauen vermeiden liessen, wenn die Risikofaktoren eliminiert würden.

Die Hauptauslöser für Krebserkrankungen sind Alkohol und Rauchen. Selbst im höheren Alter lohnt es sich noch, mit dem Rauchen aufzuhören, um das Risiko zu senken. Ausserdem spielt Übergewicht eine Rolle, ein Zusammenspiel aus dem hohen Body-Mass-Index und erhöhten Blutzuckerwerten. Einen weiteren Faktor stellt ungeschützter Geschlechtsverkehr dar, denn so können humane Papillomaviren übertragen werden, welche bei Frauen Gebärmutterhalskrebs begünstigen und bei Männern das allgemeine Risiko steigern.

Wenn sich der Haarausfall auf einzelne, rund begrenzte Stellen konzentriert, liegt häufig der sogenannte kreisrunde Haarausfall vor. Dessen Ursachen sind bislang unklar. Vermutet wird eine Störung des Immunsystems als Auslöser. Dabei richtet sich die körpereigene Immunabwehr gegen Zellen in den Haarwurzeln, was zu Haarausfall führt. Auch genetische und psychische Faktoren werden als ergänzende Ursachen diskutiert.

Kreisrunder Haarausfall kann das Haupthaar betreffen, aber auch die Augenbrauen, den Bart und andere Stellen der Körperbehaarung. Eine spezielle Risikogruppe gibt es nicht: Er tritt bei Frauen und Männern gleichermassen auf und ist auch keine altersspezifische Erkrankung.

Mit verschiedenen Therapieansätzen kann kreisrunder Haarausfall behandelt werden. So kommen beispielsweise eine lokale Immuntherapie, eine photochemische Behandlung oder die Einnahme von Kortisonpräparaten in Frage. Mit hautreizenden Mitteln kann ebenfalls versucht werden, den Haarwuchs anzuregen.

L

Wenn Kinder spielen und Erwachsene für ein Selfie posieren: Wo immer die Köpfe zusammengesteckt werden, können sich Läuse ausbreiten. Die kleinen Parasiten haften an den Haaren und ernähren sich von Blut. Das Immunsystem reagiert mit einem starken Juckreiz um die betroffene Hautstelle.

Ob tatsächlich Läuse hinter der juckenden Haut stecken, kann mit einem Nissenkamm herausgefunden werden. Denn in dessen eng gestellten Zinken verfangen sich die Tiere und ihre Eier, Nissen genannt, beim Kämmen. Allein damit lassen sich Läuse allerdings nicht entfernen. Verschiedene Sprays und Spülungen machen dem Befall ein Ende. Wichtig ist, dass alle Personen, die mit dem Betroffenen in engen Kontakt stehen, mitbehandelt werden, um einen erneuten Befall zu vermeiden.

Beim Leaky-Gut-Syndrom ist die Durchlässigkeit der Darmbarriere erhöht. Dadurch gelangen nicht nur Nährstoffe, sondern auch mögliche Schadstoffe in den Blutkreislauf, die die Gesundheit schädigen können. Die Ursachen des Syndroms sind bislang unbekannt, allerdings tritt es ausschliesslich in Verbindung mit anderen chronischen Darmerkrankungen wie Zöliakie, Reizdarm oder chronisch entzündlichen Erkrankungen auf.

Das Leaky-Gut-Syndrom kann aktuell nur in im Rahmen von Forschungsprojekten nachgewiesen werden. Eine routinemässige Diagnose beim Haus- oder Facharzt ist noch nicht möglich.

Das Leaky-Gut-Syndrom selbst kann nicht behandelt werden. Wird jedoch die zugrunde liegende Erkrankung therapiert, kann die durch Durchlässigkeit der Darmwand wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.

Etwa jeder dritte Mann zieht sich im Laufe seines Lebens einen Leistenbruch zu. Das liegt daran, dass Männer häufiger als Frauen Übergewicht haben, oft in körperlich anstrengenderen Berufen arbeiten und insgesamt eher dazu neigen, ihre körperlichen Kräfte zu überschätzen, etwa beim Sport oder beim Heben und Tragen. Diese Überanstrengung kann zu einem Leistenbruch führen. Dabei reisst das Gewebe am seitlichen Unterbauch ein, sodass Eingeweide austreten. Unbehandelt vergrössert sich der Riss und es besteht die Gefahr, dass der Darm eingeklemmt wird. Aus diesem Grund sollte ein Leistenbruch umgehend behandelt werden.

Der Bruch wird operativ behoben, indem das gerissene Gewebe entweder ausschliesslich genäht oder zusätzlich mit einem Kunststoffnetz abgesichert wird. Nach zwei bis vier Wochen der Heilung ist die normale Belastbarkeit wiederhergestellt.

Herpes zählt zu den verbreitetsten Infektionen. Etwa zwei Drittel aller Menschen tragen das Virus Herpes simplex in sich, das sich allerdings nur selten als Lippenherpes bemerkbar macht. Nach einer Infektion wird das Virus vom Immunsystem unterdrückt. Sind die Abwehrkräfte aber geschwächt – etwa durch eine Erkältung, Fieber oder auch Stress – breitet sich das Virus erneut im Körper aus. Es entwickelt sich das typische Bläschen an der Lippe.

Vor dem Virus schützt keine Impfung. Ein gesunder Lebensstil kann den Ausbruch aber unwahrscheinlicher machen. Kommt es dennoch zu einem Lippenherpes, helfen verschiedene Medikamente, das Virus einzudämmen. Austrocknende und rückfettende Wundsalben verkürzen die Regeneration der Haut.

Lippenherpes ist meist ungefährlich. Allerdings sollte eine Schmierinfektion zu den Augen vermieden werden, da das Virus eine Entzündung der Augenhornhaut und eine Verminderung der Sehleistung verursachen kann. Vorsicht ist auch bei Neugeborenen geboten, deren Immunsystem noch nicht voll ausgeprägt ist. Hier ist eine enge medizinische Betreuung notwendig, um die Entwicklung nicht zu beeinträchtigen.

M

Eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen ist der Reizdarm, an dem deutlich mehr Frauen als Männer leiden. Zu den Symptomen gehören unspezifisches Unwohlsein, Blähungen und Stuhlveränderungen. Häufig liegt eine Unverträglichkeit zugrunde, jedoch können ebenso psychische Faktoren Einfluss haben.

Die Entzündung der Magenschleimhaut, auch Gastritis genannt, wird oftmals durch Medikamente ausgelöst oder verstärkt. Ist der Verschluss von Magen und Speiseröhre gestört, sodass Magensäure aufsteigt (Reflux), wird die daraus resultierende Entzündung als Sodbrennen wahrgenommen.

Rauchen, Alkohol, Medikamente, starkes Übergewicht und Diabetes nehmen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit des Verdauungstraktes und sollten möglichst gut kontrolliert werden.

Ein Magen-Darm-Infekt bei Kindern bedeutet Stress, ist in den meisten Fällen aber harmlos und nach wenigen Tagen ausgestanden. Zu den häufigsten Auslösern gehören Rota- und Noroviren. Diese werden über Tröpfcheninfektion übertragen, also durch nicht gut gewaschene Hände, kontaminierte Gegenstände oder Körpernähe.

Wichtig ist vor allem der Ausgleich der verlorenen Flüssigkeit mit Tees und Elektrolytlösungen, um den Salzverlust zu kompensieren. Kleine Schlucke, dafür häufigeres Trinken erhöhen die Chancen, dass die Flüssigkeit im Körper bleibt. Ist das Kind sehr klein und kann für mehr als sechs Stunden keine Flüssigkeit bei sich behalten, ist der Besuch beim Kinderarzt angeraten, um eine Dehydrierung zu vermeiden.

Händewaschen und -desinfizieren, Wickeln mit Einweghandschuhen und Mundschutz sowie die Desinfektion von gängigen Griffflächen wie Lichtschaltern und Türgriffen schützen den Rest der Familie vor Ansteckung.

Ein Völlegefühl im Magen und Übelkeit können auf eine Magenschleimhautentzündung hinweisen. Dabei ist die Schleimhaut des Magens geschädigt. Auslöser sind meist zu scharf gewürzte Speisen oder ein übermässiger Konsum von Alkohol, Kaffee oder Nikotin. Aber auch verschiedene Medikamente oder Stress und Ängste können auf den Magen schlagen.

Meist heilt der Magen von allein. Um ihn dabei zu unterstützen, sollte die Ernährung auf Schonkost umgestellt werden: Zwieback, Haferbrei und Reis enthalten viel Kohlenhydrate und sind arm an Fetten und Eiweissen – ideal für den gereizten Magen. Zusätzlich sollten psychische Belastungen nach Möglichkeit reduziert werden.

Halten die Beschwerden an, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine bakterielle oder virale Infektion oder eine organische Fehlbildung auszuschliessen.

Bauchschmerzen, Übelkeit, Völlegefühl, Appetitlosigkeit … Eine Magenschleimhautentzündung, auch Gastritis genannt, bringt viele unangenehme Symptome mit sich, die wir zügig wieder loswerden möchten. Schonkost, bewusste Erholung und das ein oder andere Hausmittel wie Wärme, Leinsamen, Fencheltee oder eine Bauchmassage mit Öl unterstützen die Heilung. Medikamente können ausserdem die Magensäure regulieren und so schnell Linderung verschaffen.

Wer häufiger unter einer Gastritis leidet, sollte über eine Ernährungsumstellung und Anpassung der Lebensweise nachdenken, um weiteren Infektionen vorzubeugen. Mit auf der Liste steht insbesondere die Reduktion von Stressfaktoren, die zu einer Übersäuerung des Magens führen.

Magnesium ist als Nahrungsergänzung besonders sportlichen Menschen ein Begriff – aber Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Das Mineral ist besonders vielfältig und bietet einige weitere Vorteile.

Magnesiumglycinat kann beispielsweise das Nervensystem beruhigen und sich so positiv auf den Schlaf und die Erholung auswirken. Für Linderung bei Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden kann Magnesiumcarbonat sorgen. Neben der säurehemmenden Wirkung hat es auch abführende Eigenschaften und unterstützt die Darmmuskulatur. Nicht zuletzt trägt Magnesiumchlorid zur Regulation von Muskelkrämpfen bei und wirkt positiv auf verspannte Muskeln: sogar als Öl auf der Haut direkt am Ort des Geschehens.

Kleine weisse Steinchen, die für Mundgeruch verantwortlich sind? Mandelsteine sitzen in den Furchen der Gaumenmandeln und bestehen aus abgestorbenen Zellen, Essensresten, weissen Blutkörperchen, Kalksalzen und Bakterien – eine geruchsintensive Mischung. Meistens werden sie einfach an die Oberfläche transportiert und dann runtergeschluckt oder ausgehustet. Funktioniert das nicht, sammeln sie sich im Rachenraum und verursachen den unangenehmen Geruch.

Wer Mandelsteine entdeckt, kann vorsichtig mit einem sauberen Finger oder Wattestäbchen von unten gegen die Mandeln drücken, damit die Steine herausfallen. Mit einer Munddusche lassen sich die Gaumenmandeln auch ausspülen. Gurgeln mit Kamille- oder Salbeimundspülungen kann ebenfalls den Abtransport fördern. Kommt es immer wieder zu Steinen und dadurch Mundgeruch und Schluckbeschwerden, ist der Gang zum Arzt indiziert, er kann die Steine absaugen.

Die Masern gelten als eine typische Kinderkrankheit: Die virale Infektion geschieht über Kontakt mit dem Nasen- und Rachensekret von Erkrankten, beispielsweise durch Anhusten oder das Teilen von Besteck.

Masern äussern sich in mehreren Fieberschüben, einer weisslich belegten Zunge und roten Flecken, die sich auf der Haut bilden. Erkrankte sollten sich körperlich schonen, gegebenenfalls schaffen fiebersenkende Medikamente Erleichterung. Innerhalb weniger Tage heilen die Masern für gewöhnlich aus. Doch es können auch Komplikationen auftreten, wenn die Infektion zu einer Mittelohr-, Gehirn- oder Lungenentzündung führt. Um einen schweren Krankheitsverlauf oder Spätfolgen zu vermeiden, sollte die Schutzimpfung wahrgenommen werden.

Jede Frau verfügt über eine begrenzte Anzahl von Eizellen, die im Laufe des Lebens abnimmt. Der letzte vollständige Zyklus, in dem eine befruchtungsfähige Eizelle heranreift, wird als Menopause bezeichnet. Diese ereignet sich um das 50. Lebensjahr. Davor und danach – während der sogenannten Wechseljahre – stellt sich der Hormonhaushalt um. Diese Veränderung beeinflusst den Stoffwechsel und sorgt für verschiedene Beschwerden wie Hitzewallungen und spontane Schweissausbrüche. Auch Gelenkbeschwerden, Reizbarkeit und Gewichtszunahme treten oft während der Wechseljahre auf.

Viele Betroffene fühlen sich durch die Beschwerden in ihrem sozialen Leben stark eingeschränkt. Doch dazu muss es nicht kommen, denn mit verschiedenen Behandlungsstrategien und Alltags-Tipps können die Wechseljahrsbeschwerden abgemildert werden.

Die Beschwerden, welche häufig mit den Wechseljahren auftreten, können für betroffene Frauen belastend sein. Hitzewallungen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Gereiztheit und viele körperliche Veränderungen treten individuell sehr unterschiedlich zutage. Die Behandlungsmöglichkeiten reichen von kleinen Anpassungen des Lebensstils über natürliche Präparate mit Heilkräutern und Medikamente bis hin zur Hormonersatztherapie.

Begleitend sind Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, Yoga, Stressdeduktion, Massagen und Akupressur bereits im Einsatz, um die Beschwerden zu lindern. Eine Studie konnte zeigen, dass auch therapeutische Berührungen und Musik einen positiven Einfluss auf die Schlaf- und Lebensqualität haben und Symptome lindern können.

Vor, während und nach der Menstruation leiden viele Frauen unter ganz unterschiedlichen körperlichen und psychischen Beschwerden. Verbreitet sind Schmerzen im Unterleib, die sich auf den gesamten Bauch und den Rücken ausbreiten können. Auch Kopfschmerzen und Verdauungsstörungen können in dieser Zeit auftreten. Nicht selten verschlechtert sich das Hautbild und treten Gereiztheit und Abgeschlagenheit auf.

Dahinter steckt die zyklusbedingte Veränderung der Gebärmutter. Sie zieht sich zusammen, um Schleimhaut abzubauen. Das führt schnell zu Krämpfen. Ausserdem wirkt es sich auf den Hormonhaushalt aus.

Bei Menstruationsbeschwerden hilft Wärme – etwa als Kirschkernkissen oder Wärmflasche – und Entspannung, beispielsweise durch moderate Bewegung, Meditation und Yoga. So können Krämpfe gelöst werden. Gegen Schmerzen hilft neben Medikamenten auch Magnesium.

Miniaturgewohnheiten, sogenannte Micro Habits, sind kleine Veränderungen im Alltag, die sich sehr leicht umsetzen lassen und dennoch eine grosse Wirkung auf die Gesundheit und Lebensqualität haben können. Die Idee dahinter? Kleine Veränderungen sind nachhaltiger als grosse Verbote, da sie den Lebensrhythmus nicht so stark durcheinanderbringen und weitere Veränderungen wie bei einem Dominoeffekt auslösen. Ansetzen können diese Micro Habits bei den Big 5: Ernährung, Bewegung, Schlaf, Stressmanagement und soziale Beziehungen.

Beispielsweise könnte man jeder Mahlzeit mindestens ein Gemüse hinzufügen oder vor jedem Kaffee ein grosses Glas Wasser trinken. Anstelle einer fordernden Sporteinheit könnte man über den Mittag einen kleinen Spaziergang machen und dabei gleich etwas Sonne tanken. Wer abends seine Glücksmomente des Tages aufschreibt, schläft meist besser ein. Und vor jeder Aufgabe dreimal tief durchzuatmen hilft dabei, sich zu fokussieren.

Die Migräne ist eine besondere Form der Kopfschmerzen. Sie äussert sich in episodenhaften, meist einseitigen, starken Schmerzen an den Schläfen oder der Stirn. Begleitend können Übelkeit und eine Überempfindlichkeit gegen Geräusche oder Licht auftreten.

Die Ursachen der Migräne sind unbekannt. Eine Neigung zu ihr ist erblich bedingt, wobei Frauen häufiger als Männer betroffen sind. Stress, Schlafmangel und Alkohol können den Ausbruch der Migräne fördern, ebenso hormonelle Schwankungen wie etwa während der Menstruation.

Im Akutfall helfen Ruhe und schmerzlindernde Medikamente. Um weitere Schübe zu vermeiden, sollte auf einen gesunden Lebensstil mit regelmässiger Bewegung – im Idealfall Ausdauersport –, ausgewogener Ernährung und ausreichend Schlaf geachtet werden.

Rund 1,2 Millionen Menschen leiden hierzulande an Migräne. Kopfschmerzen, Eintrübungen, Aura, Blitze, Flackern, Übelkeit – sie äussert sich vielseitig. Doch: Migräne ist nicht gleich Migräne. Es gibt unterschiedliche Formen, in denen die neurologische Erkrankung auftritt.

Die menstruelle Migräne wird meist durch den rasch sinkenden Östrogenspiegel vor der Periode ausgelöst. Ein Zyklustagebuch, das auch die Anfälle vermerkt, gibt Aufschluss, um beispielsweise hormonell gegenzusteuern. Bei der stillen Migräne tauchen plötzlich Funken, Blitze oder Flattern im Sichtfeld auf – die sogenannte Aura ist eine temporäre Störung der visuellen Wahrnehmung. Sie tritt häufig ohne Kopfschmerzen auf. Die Hirnstamm-Aura entsteht, wenn am Hirnstamm ein Energie- oder Sauerstoffmangel besteht. Sie verbindet die visuellen Wahrnehmungsstörungen mit Kopfschmerzen, Schwindel, Tinnitus, Doppelbildern oder sogar Sprachschwierigkeiten. Die abdominelle Migräne oder wandernde Migräne ist in den Bauch verlagert und führt zu Übelkeit und Erbrechen. Sie tritt überwiegend bei Kindern auf.

Die Multiple Sklerose gehört zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen des Nervensystems. Sie tritt meist in Schüben auf und führt über Sensibilitätsstörungen, Sehfehler und leichte Lähmungen zu einer allmählichen Bewegungsunfähigkeit.

Die konkreten Ursachen der Erkrankung sind noch unklar. Allerdings können genetische Faktoren, ein Mangel an Vitamin D und Tabakkonsum Multiple Sklerose auslösen. Andere Faktoren wie Bluthochdruck, Fettleibigkeit und hohe Cholesterinwerte beeinflussen die Schwere des Krankheitsverlaufs.

Multiple Sklerose wird mit antientzündlichen Medikamenten behandelt. Eine Prognose zum individuellen Krankheitsverlauf lässt sich zu Beginn der Therapie nicht verlässlich treffen. Die aktuell eingesetzten Präparate ermöglichen es aber, das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

Symptome, die einer Grippe ähneln, mit einem entscheidenden Unterschied: Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, allgemeines Unwohlsein und dann Hamsterbacken. Sobald die Wangen anschwellen und wehtun, könnte Mumps der Auslöser sein. Die ehemals häufige Kinderkrankheit verläuft bei Kindern zumeist völlig harmlos, während es bei Erwachsenen zu Komplikationen kommen kann. Bei Männern entwickelt sich in 30 Prozent der Fälle eine Hodenentzündung.

Die per Tröpfcheninfektion übertragene Erkrankung dauert in der Regel 16 bis 18 Tage an und kann nicht direkt behandelt werden. Die begleitenden Symptome können jedoch durch Medikamente gelindert werden. Aufgrund des Komplikationsrisikos empfiehlt das BAG die Impfung, welche zu den Basisimpfungen in der Schweiz gehört.

Mundgeruch ist ein sehr sensibles Thema für Betroffene, schliesslich wird sogar das Sprechen unangenehm, ganz zu schweigen von schlechtem Atem in der Partnerschaft.

Zu den häufigsten Auslösern gehört ein trockener Mund, der noch durch Stress, Alkohol und Rauchen verstärkt wird. Eine weitere Quelle für den Geruch können Mandelsteine sein: Diese kleinen weissen Steine bilden sich aus Essensresten, Bakterien und Speichel und sitzen hinten in den Mandeln. Gerade Personen, die kürzlich einen Infekt hatten oder immer wieder mit Mandelentzündungen kämpfen, bilden eher Mandelsteine. Diese können aber sehr gut durch Spülungen entfernt werden und sind, bis auf den Geruch, vollkommen harmlos. Darüber hinaus kann Mundgeruch nicht aus der Mundhöhle selbst, sondern vom Magen kommen, beispielsweise durch Sodbrennen, Gastritis oder einen Reizmagen. Wird die Ursache behoben, verschwindet meist auch der schlechte Atem.

Mundgeruch entsteht meist durch Bakterien, die auf der Zunge oder den Zähnen festsitzen. Durch den natürlichen Speichelfluss und eine regelmässige Zahnhygiene können sie in Schach gehalten werden. Während der Nachtruhe oder bei Stress ist der Speichelfluss allerdings reduziert, sodass sich die Bakterien vermehren können und Mundgeruch auftritt. Nach reichhaltigen Mahlzeiten kann ausserdem Magensäure in die Speiseröhre aufsteigen und ebenfalls Mundgeruch auslösen.

Um den unangenehmen Geruch zu vermeiden, sollte auf eine gründliche Mundhygiene geachtet und auf üppiges Essen vor dem Schlafengehen verzichtet werden. Halten die Beschwerden an, empfiehlt sich ein Besuch beim Hausarzt. Möglicherweise steckt hinter anhaltendem Mundgeruch auch eine Entzündung im Mundraum oder eine Stoffwechselkrankheit wie Diabetes oder eine Schilddrüsenfehlfunktion. Dies sollte abgeklärt werden.

Krafttraining ist nicht nur sinnvoll für die Optik, sondern hat zudem positive Auswirkungen auf die Knochenqualität und die Stabilität von Gelenken und Knorpeln. Die Muskeln bilden ein schützendes Korsett, das den Gelenkverschleiss reduziert. Wer Übungen mit Gewichten immer wieder falsch ausführt, riskiert Überlastungsschäden. Daher sollte Krafttraining regelmässig von einer Fachperson kontrolliert und betreut werden. Die grössten Erfolge erzielt ein individuell erstelltes Trainingsprogramm, das korrekt ausgeführt wird.

Der für das Muskelwachstum benötigte Eiweissbedarf kann in der Regel über eine ausgewogene Ernährung gedeckt und gegebenenfalls mit Proteinshakes oder anderen Produkten wie Riegeln ergänzt werden. Da auch Supplements Nebenwirkungen haben und überdosiert werden können, empfiehlt sich eine vorherige Beratung durch einen Arzt.

Egal, ob ganz allgemein die Fitness gesteigert oder für einen Wettbewerb trainiert werden soll: Muskelaufbau braucht Zeit. Dabei sollte der Sport regelmässig und fokussiert ausgeübt werden. Wer sich mit seinen Übungen auf die festgelegten Muskelgruppen konzentriert, erzielt schneller Resultate. Die Muskeln benötigen allerdings Pausen, um ausreichend regenerieren und wachsen zu können. Auch sollte die individuelle Belastbarkeit akzeptiert werden: Lieber weniger Gewichte verwenden und dafür häufigere, sauber ausgeführte Wiederholungen machen.

Durch ausreichend Schlaf und die richtige Ernährung kann der Muskelaufbau unterstützt werden. Wichtig ist vor allem die Zufuhr von Mikronährstoffen wie Magnesium und Zink, welche die Muskelaktivität verbessern und Muskelkater vorbeugen.

Werden die Muskeln überlastet, können winzige Fasern in dem Gewebe einreissen und sich entzünden. Der Schmerz, der dadurch entsteht, wird landläufig als Muskelkater bezeichnet. Er hat nichts mit dem Tier zu tun, sondern leitet sich von dem griechischen Wort für «Entzündung» (Katarrh) ab.

Die Beschwerden lassen von allein wieder nach. Allerdings sollten die betroffenen Muskeln während der Regeneration geschont werden. Massagen helfen nicht, da die Beanspruchung weitere Mikroverletzungen nach sich ziehen könnten.

Um dem Muskelkater vorzubeugen, sollte beim Training auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr geachtet und das individuelle Leistungsniveau akzeptiert werden: Dass Muskeln nur dann wachsen, wenn sie zuvor durch einen Muskelkater angerissen werden, ist ein Mythos.

Für eine gesunde Muskulatur gilt vor allem eine Devise: «use it or lose it». Durch das viele Sitzen, gerade bei Schreibtischtätigkeiten, beanspruchen wir manche Muskeln zu viel und andere zu wenig. Das müssen wir ausgleichen – im Idealfall mit abwechslungsreicher Bewegung und bewusster Entspannung. Gerade Kontraktion und Dehnung im Wechsel sorgen dafür, dass die Muskeln gesund bleiben und als eingespieltes Team mit Faszien und Nerven funktionieren.

Dehnen ist das A und O, damit die Muskeln elastischer werden. Eine Faszienrolle kann Verspannungen lockern, steigert die Durchblutung und unterstützt den Abtransport von Abfallstoffen. Wärme, Kaltreize und Magnesium tun den Muskeln ausserdem besonders gut.

Ein Muttermal ist ein Hautfleck, dessen Farbe – braun, rot, selten blau – sich von der übrigen Haut unterscheidet. Das Mal kann angeboren sein oder sich im Laufe des Lebens herausbilden. Es entsteht durch eine Ansammlung von Hautzellen, die das Farbpigment Melanin bilden.

Jeder Mensch hat 30 bis 40 Muttermale. Sie sind gesundheitlich meist unbedenklich. Ästhetisch störend können mitunter die Haare sein, die ihnen entspriessen. Allerdings sollten Muttermale eigenständig und ab dem 35. Lebensjahr vom Hautarzt regelmässig untersucht werden. Verändern sie sich in Farbe, Ausdehnung oder Höhe, könnte das ein Anzeichen für einen beginnenden Hautkrebs sein. Besteht ein Verdacht darauf, wird das Mal unter örtlicher Betäubung entfernt und untersucht. Kann eine Krebserkrankung ausgeschlossen werden, lässt sich das Muttermal auf Wunsch mit einer Laserbehandlung kosmetisch entfernen.

N

Bewegungsmangel und Fehlhaltungen können zu Nackenverspannungen führen. Dabei verkrampfen die überlasteten Muskeln, die den Kopf stützen. Bewegungen führen nun zu Schmerzen. Werden die Nackenverspannungen nicht gelöst, bleiben die Beschwerden bestehen und können in die Schultern und den unteren Rücken strahlen. Auch Kopfschmerzen treten häufig in Verbindung mit Nackenbeschwerden auf.

Um die Verspannungen zu lösen, sollten die betroffenen Muskeln entlastet werden, beispielsweise indem der Kopf abgelegt wird. Durch Massagen und anregende Salben zur äusseren Anwendung können blockierte Muskelgruppen mobilisiert werden.

Nackenverspannungen lassen sich durch regelmässige Bewegung, abwechselnde Körper- und Kopfhaltungen sowie ergonomische Büromöbel vermeiden.

Bei Nagelpilz handelt es sich um eine Infektion, die vor allem verletzte Nägel betrifft. Zum Teil minimale Verletzungen können durch zu grosse oder zu enge Schuhe oder durch die falsche Pediküre entstehen. Die verschiedenen Erreger (Fadenpilze, seltener Hefe- oder Schimmelpilze) breiten sich bevorzugt im feucht-warmen Milieu von Sauna, Fitnessstudio, Frei- oder Hallenbad aus.

Nagelpilz führt zu Veränderungen am Nagel: Er wird zunächst stumpf, verfärbt sich anschliessend gelb-weisslich und verdickt. Zuletzt wird der Nagel brüchig und droht, sich abzulösen.

Die Behandlung von Nagelpilz erfordert Geduld. Antipilzmittel – sogenannte Antimykotika werden dabei je nach Ausmass des Befalls entweder lokal aufgetragen oder oral eingenommen. Alternativ kann eine Lasertherapie den Pilz beseitigen.

Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem irrtümlich auf gesunde Lebensmittel mit einer Abwehrreaktion. Diese kann sich in einem Kribbeln auf der Zunge äussern, aber auch zu Übelkeit, Hautausschlag oder einem anaphylaktischen Schock führen.

Um zu ermitteln, welches Lebensmittel diese Reaktion auslöst, sollte ein Essenstagebuch geführt werden, in dem Mahlzeiten und etwaige Beschwerden vermerkt werden. Ist der Auslöser identifiziert, sollte er konsequent gemieden werden.

Für Betroffene empfiehlt es sich, ein Notfallset mit Antihistaminika und Kortison dabei zu haben. So kann die Reaktion auf unbewusst eingenommene, auslösende Lebensmittel abgeschwächt werden.

In den meisten Fällen ist Nasenbluten harmlos. Es tritt auf, wenn die Nasenschleimhaut gereizt und Gefässe in der Nase verletzt werden. Das geschieht beispielsweise durch starkes Niesen, bei Stürzen auf die Nase oder auch durch Nasenbohren.

Um die Blutung zu stoppen, hilft ein kühler Umschlag im Nacken oder auf der Nasenwurzel. Die Nasenflügel sollten leicht zugepresst, aber nicht mit einem Taschentuch abgedichtet werden: Beim Entfernen kann das verletzte Gefäss wieder aufreissen.

Um Übelkeit und Erstickungsgefahr zu vermeiden, sollte der Kopf beim Nasenbluten immer nach vorn gebeugt werden. So kann das Blut austreten und die Schwere der Blutung besser abgeschätzt werden.

Kommt es mehrmals pro Woche aus unersichtlichen Gründen zu Nasenbluten, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine systemische Erkrankung auszuschliessen.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung tritt meist als Komplikation einer Erkältung auf. Häufig lösen Viren, seltener Bakterien eine Entzündungsreaktion in einer oder mehreren Nebenhöhlen aus. Die Schwellung der Schleimhäute führt dazu, dass die Belüftung der Hohlräume im Schädelknochen unterbrochen wird. Als Folge treten Kopfschmerzen und ein Druckgefühl hinter der Stirn auf. Auch kann der Geruchssinn gestört sein.

Die Entzündung der Nasennebenhöhlen heilt meist von allein aus. Dieser Prozess kann durch Inhalation und schleimlösende Mittel – beispielsweise Nasensprays – unterstützt werden. Hält die Entzündung an, sollte ein HNO-Arzt aufgesucht werden, um einer Verlagerung der Entzündung auf die Ohren, die Augenhöhlen und das Gehirn vorzubeugen. Um eine Nasennebenhöhlenentzündung zu vermeiden, sollte auf eine ausreichende Befeuchtung der Nasenschleimhäute geachtet werden, etwa durch eine genügende Luftfeuchtigkeit.

Neurodermitis hat viele Ursachen: Neben einer genetischen Veranlagung begünstigen psychische Faktoren wie etwa Stress und Umwelteinflüsse das Auftreten der chronischen Hautkrankheit. Diese äussert sich in trockenen, stark juckenden Hautpartien, die bei heftigen Krankheitsschüben auch in gerötete oder schuppende Ekzeme übergehen können. Die betroffene Haut schmerzt nicht nur, sie wirkt häufig auch stigmatisierend, was zusätzlichen Leidensdruck erzeugt.

Je nach Intensität der Hautirritation wird die Neurodermitis mit unterschiedlichen Wirkstoffen zur äusseren oder inneren Anwendung behandelt. In akuten Phasen können auch Cortisonpräparate oder andere, das Immunsystem stabilisierende Wirkstoffe eingesetzt werden.

Begleitend kann eine Psychotherapie angeraten sein, um innere Belastungen oder Stress zu bewältigen.

Niedriger Blutdruck entsteht vor allem im Sommer, wenn durch die Hitze die Gefässe geweitet sind und mit dem Flüssigkeitsverlust beim Schwitzen auch das Blutvolumen sinkt. Der geringe Druck in den Gefässen entlastet das Herz, kann aber zu unangenehmen Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche führen. In den meisten Fällen lässt sich niedriger Blutdruck einfach beheben: Durch Kaffee, ein ausgiebiges Frühstück und regelmässige Bewegung wie etwa Schwimmen, Radfahren oder Walken, kann der Kreislauf angekurbelt werden. Bleibt der Blutdruck niedrig, sollte der Arzt aufgesucht werden, um eine Erkrankung wie beispielsweise Herzschwäche oder eine Schilddrüsenunterfunktion auszuschliessen.

Die Gruppen, die im Wald mit ihren Stöcken an Spaziergängern vorbeirauschen: früher belächelt, heute eine der gängigsten Formen des Ausdauertrainings. Nordic Walking ist richtig gesund, besonders für Rheumabetroffene. Der Sport wirkt sich positiv auf Herz, Gelenke und Muskeln, das Immunsystem und die Psyche aus. Durch die Stöcke wird im Gegensatz zum schnellen Walken der Bewegungsapparat entlastet und der Oberkörper ins Training miteinbezogen. Personen, die an Rheuma erkrankt sind, können mit Nordic Walking ihre Beweglichkeit länger erhalten und steigern dadurch ihre Lebensqualität nachweislich. Ideal sind dreimal wöchentlich 45 Minuten. Da der richtige Bewegungsablauf erst erlernt werden muss und man doch einiges falsch machen kann, empfiehlt sich für den Einstieg ein Kurs.

O

Um das Auge ausreichend feucht zu halten, ist ein regelmässiger Lidschlag erforderlich. Gerade beim fokussierten Blick auf den Bildschirm sinkt die Lidschlagfrequenz erheblich. Dadurch trocknet die Oberfläche des Auges aus. Es brennt, juckt und ist gerötet.

Da diese Form des trockenen Auges meist bei längerer Bildschirmarbeit auftritt, wird sie Office-Eye-Syndrom genannt. Allerdings kann auch langes Fernsehen, PC-Gamen oder Handyspielen zum Office-Eye-Syndrom führen.

Um die Beschwerden zu lindern, empfehlen sich regelmässige Pausen von der Bildschirmarbeit. Künstliche Tränen können die trockenen Augen ergänzend mit Feuchtigkeit versorgen.

Mit der verstärkt alltäglichen Nutzung steigt das Risiko für eine Onlinesucht. Allerdings ist nicht die Nutzungsdauer das entscheidende Kriterium für eine Abhängigkeit, sondern die Kontrolle über den Gebrauch.

Onlinesucht wird gefördert durch die Schnelllebigkeit digitaler Inhalte. Sie provoziert die Angst, etwas zu verpassen oder nicht teilzuhaben. Anzeichen einer Sucht sind depressive Verstimmungen und Stressempfinden bei Abstinenz. Betroffene vernachlässigen häufig ihr soziales Umfeld und Schule bzw. Beruf.

Um die Onlinesucht zu behandeln oder gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollten feste Online-Zeiten definiert werden. Einige Funktionen der digitalen Endgeräte können durch analoge Geräte wie etwa einen Wecker ersetzt werden. Eltern sollten ihren Kindern aktiv analoge Alternativen zur Freizeitgestaltung aufzeigen, um das Interesse an der nicht-digitalen Welt zu steigern.

Im Alter nimmt die Knochendichte ab. Dadurch verlieren die Knochen an Stabilität und werden brüchiger. Dieser natürliche Alterungsprozess wird Osteoporose genannt. Frauen sind häufiger als Männer betroffen, besonders nach den Wechseljahren, wenn das Östrogen wegfällt. Dieses Hormon regt den Knochenaufbau an. Bleibt es nach der Menopause aus, reduziert sich die Knochenmasse.

Osteoporose ist gefährlich, da die Knochen im fortgeschrittenen Stadium auch ohne grössere Verletzungen – etwa durch einen Sturz – brechen können. Oft reicht dann schon ein Husten aus, um die Wirbelsäule zu gefährden.

Umso wichtiger ist eine umfassende Vorsorge: Moderate Bewegung kurbelt die Erneuerung der Knochen an und fördert ausserdem den Aufbau von Muskeln. Diese entlasten das Skelett. Durch Calcium und Vitamin D kann der Knochenaufbau unterstützt werden. Das Vitamin muss allerdings häufig zugeführt werden, da der Körper es ausserhalb der Sommermonate nicht ausreichend produzieren kann.

P

Zittern, Herzrasen, Kontrollverlust und die Angst, ohnmächtig zu werden oder sogar zu sterben, sind typische Anzeichen einer Panikattacke. Während einer solchen Attacke sollte man sich an einen sicheren Ort begeben und nicht versuchen, die Panik zu unterdrücken. Stattdessen kann man die Aufmerksamkeit auf etwas Neutrales richten, beispielsweise indem eiskaltes Wasser getrunken wird. Auf die Panik folgt häufig neben der Erleichterung, dass es vorbei ist, ein Gefühl der Leere oder Scham. Gerade wer wiederholt Panikattacken hat, kann von einer kognitiven Verhaltenstherapie profitieren, um die Attacken zu verstehen und zu mindern. Ein möglichst geringes Stresslevel und ein gesunder Schlafrhythmus tragen dazu bei, die Häufigkeit der Attacken zu reduzieren.

Läuse, Flöhe und Wanzen gehören zu den Parasiten, die sich von Blut ernähren. Sie können sich potenziell bei jedem Menschen einfinden. Mit mangelnder Hygiene oder Sauberkeit im Wohnraum hat ein Befall nichts zu tun.

Läuse nisten sich im Haupthaar ein und lassen sich mit Insektiziden, die als Spray oder Lotion aufgetragen werden, bekämpfen. Da Läuse nur wenige Stunden ohne Blutmahlzeit überleben können, müssen Kleidung und Bettwäsche nicht zwingend behandelt werden.

Flöhe und Wanzen suchen den Menschen nur für Mahlzeiten auf und sind sonst auf Möbeln versteckt. Flöhe können durch Pestizide beseitigt werden. In der Waschmaschine (ab 60 Grad) überleben sie ebenfalls nicht. Bei Wanzen muss hingegen ein professioneller Kammerjäger hinzugezogen werden.

Ein hoher Cholesterinspiegel ist nicht gut für die Gesundheit: Das überschüssige Blutfett lagert sich an den Gefässwänden ab, kann dort zu Arteriosklerose führen und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen. Eine Auswertung von insgesamt 30 Studien zeigt, dass eine überwiegend pflanzenbasierte Ernährung für bessere Cholesterinwerte sorgen kann.

Wer sich vegetarisch oder vegan ernährt, nimmt besonders viele Lebensmittel mit cholesterinsenkenden Inhaltsstoffen zu sich wie beispielsweise pflanzliche Proteine, Ballaststoffe, ungesättigte Fettsäuren und Pflanzenstanole/-sterole. Da tierische Produkte, vor allem rotes Fleisch, viele gesättigte Fettsäuren enthalten, sorgt allein schon der Verzicht für eine Verbesserung der Blutfettwerte.

Pickel bilden sich aus verstopften Talgdrüsen, in denen sich Bakterien einnisten. Dass die Drüsen sich verschliessen, kann verschiedene Ursachen haben: eine mangelnde oder falsche Hautpflege, hormonelle Veränderungen während der Pubertät, der ersten Zyklushälfte und der Wechseljahre oder Stress. Auch eine zu fettige, süsse oder scharfe Ernährung fördert die Talgproduktion und das Risiko verstopfter Drüsen.

Um Pickel zu vermeiden, sollten die Risikofaktoren beachtet und reduziert werden. Zur idealen Pflege empfiehlt es sich, die Gesichtshaut morgens und abends mit einer milden Lotion zu reinigen. Für Feuchtigkeit und Schutz vor Schmutz sorgt eine Tagescreme. Die Hände, Make-up-Utensilien und andere Gegenstände, die häufig an das Gesicht geführt werden – beispielsweise das Mobiltelefon – sollten regelmässig gereinigt werden. So gelangen keine zusätzlichen Keime auf die Haut.

Pilzerkrankungen können beinahe jeden Part unseres Körpers befallen: die Nägel, Haut, Kopfhaut und Schleimhäute. Haben sich die Pilzsporen einmal festgesetzt, sind sie gar nicht so leicht wieder loszuwerden. Viele Pilzsporen lauern in Teppichböden (z. B. im Hotel), in Schuhgeschäften, Garderoben und öffentlichen Duschen.

Zu den häufigsten Arten gehört der Nagelpilz, welcher die Nägel verfärbt und brüchig macht. Ausserdem haben 75 Prozent aller Frauen mindestens einmal in ihrem Leben eine vaginale Pilzinfektion. Zur Behandlung kommen meist Präparate zum Auftragen auf die Haut wie Cremes oder Shampoos zum Einsatz, die es den Sporen unbequem machen. Bei schweren Verläufen und hartnäckigem Befall verabreicht der Arzt auch Tabletten oder Injektionen.

Von dem prämenstruellen Syndrom (PMS) sind etwa 80 Prozent der Frauen im gebärfähigen Alter betroffen. Die Beschwerden stellen sich zwei Wochen bis wenige Tage vor der Menstruationsblutung ein und variieren von Frau zu Frau. Häufige Symptome sind (zum Teil auch in den Rücken ausstrahlende) Unterleibsschmerzen, Übelkeit und Kopfschmerzen. Ausserdem können psychische Beeinträchtigungen auftreten, die von Stimmungsschwankungen bis zu depressiver Verstimmung reichen.

PMS wird symptomatisch behandelt. Ausreichend Schlaf, moderate Bewegung und eine ausgewogene Ernährung können die Beschwerden lindern. Auch Entspannungsübungen sind häufig hilfreich. In schweren Fällen empfehlen sich Schmerzmittel und Antidepressiva. Beides sollte allerdings nicht ohne Rücksprache mit dem behandelnden Gynäkologen eingenommen werden.

Apropos Klimawandel: Den bekommen auch die Heuschnupfengeplagten zu spüren, die immerhin 20 bis 30 Prozent der Schweizer ausmachen. Die Umweltverschmutzung bedeutet Stress für die Pflanzen, welche dadurch noch mehr Pollen und in grösserer Dichte abgeben. Ausserdem blühen sie früher und länger, weshalb sich die Heuschnupfensaison hinzieht – waren es früher drei Monate, sind es jetzt teilweise zehn Monate mit Pollen in der Luft.

Neben Medikamenten sollte unbedingt auf eine pollenreduzierende Routine geachtet werden: abends abduschen und die Haare waschen, Alltagskleidung nicht im Schlafzimmer aufbewahren, bei Gewitter drinnen bleiben und die Fenster schliessen. Wohnräume je nach Wohnregion lüften, wenn der Pollenflug möglichst niedrig ist.

Heuschnupfen sorgt im Alltag bei Betroffenen für erhebliche Einschränkungen, häufig fühlen sie sich sogar krank und sind unkonzentriert. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich die Symptomlast reduzieren:

  • Abends lüften: Ab 23 Uhr und während der Nacht ist die Pollenbelastung in der Luft geringer. Gerade morgens sollten die Fenster hingegen geschlossen bleiben. Pollenschutzgitter helfen ebenfalls.
  • Autofahrer sollten die Lüftung nur nutzen, wenn der Wagen einen Pollenschutzfilter hat. Velofahrer schützen die Augen vor Pollen, indem sie eine Sonnenbrille tragen. Die Atemschutz-Masken, die nun ohnehin fast jeder zu Hause hat, filtern die Pollen einfach aus der Luft.
  • Am Arbeitsplatz sollte auf echte Pflanzen, so schön sie auch sind, während der Heuschnupfenzeit ganz verzichtet werden.
  • Kleidung besser nicht im Garten trocknen, sondern in der Wohnung, damit sich keine Pollen im Gewebe verfangen. Um das Schlafzimmer rein zu halten, werden getragene Kleider besser in einem anderen Raum an- und ausgezogen.
  • Da sich die Pollen gern in den Haaren verfangen, sollten diese täglich abends gewaschen werden, damit keine Partikel ins Bett gelangen.

Eine Prellung entsteht durch eine stumpfe Gewalteinwirkung, beispielsweise bei einem Sturz, Schlag oder Stoss. Dabei werden die Haut, das Fettgewebe, die Muskeln und Sehnen zusammengepresst und gequetscht. In der Folge treten Blut und Lymphflüssigkeit aus und strömen in das Gewebe ein. Es entsteht ein Bluterguss, der mit einer Schwellung einhergeht.

Bei einer Prellung ist erste Hilfe nach der PECH-Regel anzuwenden. Nun gilt es, zu pausieren (P), die Verletzung mit Eis zu kühlen (E), eine Kompresse anzulegen (c für engl. Compression) und den betroffenen Körperteil hochzulegen (H).

Ist die Prellung sehr grossflächig oder betrifft sie den Kopf oder den Genitalbereich, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt beim Verdacht auf einen Knochenbruch oder innere Verletzungen. Sind Säuglinge oder ältere Personen betroffen, ist eine Prellung immer ein Notfall und sollte medizinisch abgeklärt werden.

Bei Probiotika handelt es sich um Mikroorganismen – Bakterien und Hefen –, die dem Körper über die Nahrung zugeführt werden, um die Darmflora zu ergänzen. Sie sollen das Immunsystem anregen und schädliche Bakterien abschwächen, indem sie ihnen die Nahrung entziehen oder Milchsäure produzieren. Diese schützt den Darm vor Erregern.

Die Darmflora besteht aus Millionen von Mikroorganismen, die die Verdauung unterstützen und als Teil des Immunsystems Schädlinge ausschalten. Insgesamt wiegt die Darmflora etwa zwei Kilogramm. Durch Probiotika, die vor allem in fermentierten Lebensmitteln wie Käse, Joghurt und Sauerkraut enthalten sind, kann die natürliche Besiedlung des Darms variiert werden. Da die Darmflora immer wieder ausgeschieden wird, müssen Probiotika regelmässig zugeführt werden, damit sich ein Effekt einstellt.

Nach wie vor ist die Diagnose Prostatakrebs für Betroffene mit Scham behaftet und Männer reden nur ungern über die damit einhergehenden Probleme. Im «Movember» (Männermonat November) möchten wir mehr Bewusstsein für das Thema schaffen. Denn der Austausch Betroffener untereinander gibt Erkrankten Halt, überbrückt Unsicherheiten und kann so die spätestens mit der Diagnose einsetzende psychische und physische Last ein wenig erleichtern.

Die Prostata-Awareness liegt aber nicht nur bei den Patienten, sondern auch bei den Fachkräften, die über die medizinische Betreuung hinaus eine mentale Stütze sind. So gibt es in anderen Ländern zum Beispiel bereits darauf spezialisierte Pflegekräfte.

Bei den meisten Männern kommt es mit zunehmendem Alter zu einer Prostatavergrösserung. Warum die Vorsteherdrüse wächst, ist unbekannt. Allerdings begünstigen erbliche Anlagen und die altersbedingt verminderte Produktion des Geschlechtshormons Testosteron die Vergrösserung. Weitere Risikofaktoren sind Übergewicht und eine unausgewogene Ernährung.

Die Prostatavergrösserung äussert sich durch erschwertes Wasserlassen, da die wachsende Drüse die Harnröhre einengt. Oft treten beim Urinieren Schmerzen auf. Verbleibt Resturin in der Blase, erhöht sich das Risiko für eine Blasen- oder Nierenentzündung.

Die Prostata kann medikamentös in ihrem Wachstum gebremst werden. Im fortgeschrittenen Stadium lässt sich die Drüse operativ oder durch eine Laserbehandlung reduzieren.

Nicht nur für die Muskeln werden Proteine benötigt, auch für das Zellwachstum und deren Erhalt sowie für das Immunsystem spielen die Nährstoffe eine grosse Rolle. Proteine bestehen aus unterschiedlichen Aminosäuren, von denen der Körper etwa 20 benötigt. Einen Teil kann der Körper selbst produzieren, die restlichen neun müssen über die Nahrung aufgenommen werden. Der tägliche Bedarf liegt bei etwa 0,83 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht für einen durchschnittlichen Erwachsenen. Ältere Personen sollten ein Gramm, Schwangere 1,1 Gramm, Stillende 1,3 Gramm zu sich nehmen. Bei Sportlern im Muskelaufbau reicht die Menge sogar bis zu zwei Gramm pro Kilogramm Körpergewicht, je nach Intensität des Trainings.

Ein unkomplizierter Lieferant sind tierische Lebensmittel, in denen meist alle 20 Aminosäuren enthalten sind. Pflanzliche Nahrungsmittel enthalten ebenfalls Aminosäuren, jedoch müssen unterschiedliche Lebensmittel miteinander kombiniert werden, um alle abzudecken. Dafür wirkt sich der Konsum von pflanzlichem Protein positiver auf die Gesundheit aus.

Psoriasis ist eine entzündliche Hauterkrankung, die meist chronisch verläuft und in Schüben auftritt. Kennzeichnend sind juckende Hautrötungen, die klar abgegrenzt sind und mit silbern schimmernden Schuppen überzogen sind.

Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, ist nicht ansteckend. Sie kann genetisch veranlagt sein oder als Autoimmunreaktion der Haut auftreten. Stress, hormonelle Schwankungen (Z. B. in der Pubertät, während des Zyklus oder der Wechseljahre) sowie Hautreizungen gelten als Auslöser der einzelnen Schübe.

Die Krankheit ist nicht heilbar, kann aber durch eine individuelle Behandlung der Haut mit entzündungshemmenden Cremes gut kontrolliert werden. Ergänzend sollten auslösende Trigger vermieden werden, beispielsweise durch Stressmanagement und eine Anpassung der Ernährung.

R

Trockener Husten strapaziert die Schleimhäute und provoziert einen neuen Hustenreiz. Dadurch werden die Atemwege weiter belastet – anders als beim produktiven Husten, der Erreger und Reizstoffe im Schleim gebunden aus den Atemwegen heraustransportiert.

Reizhusten kann medikamentös mit Hustenstillern gelindert werden. Als pflanzliche Alternativen haben sich Produkte mit Efeu, Eibischwurzel, Isländisch Moos und Spitzwegerich bewährt.

Reizhusten kann auch mit Hausmitteln behandelt werden. Hierzu empfiehlt es sich, die Befeuchtung der Schleimhäute durch Luftvernebler oder Inhalieren zu unterstützen. Auch spezielle Hustentees aus Pfefferminze, Salbei oder Thymian können zur Linderung des Reizhustens beitragen.

Die Rosazea ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung, die im Gesicht auftritt. Sie äussert sich zunächst mit Hautrötungen, im späteren Verlauf auch mit Gefässveränderungen, Bläschen und Knötchen. Die Betroffenen leiden unter Juckreiz und stechenden Schmerzen, ausserdem kann die auffällige Hautzeichnung stigmatisierend wirken.

Rosazea tritt in Schüben auf, die von verschiedenen Umweltreizen wie UV-Strahlung oder Hitze ausgelöst werden können. Andere Risikofaktoren sind Alkohol, Stress, Kaffee und bestimmte Inhaltsstoffe von Medikamenten oder Pflegeprodukten.

Eine Heilung ist nicht möglich. Allerdings kann die Krankheit durch das Meiden der bekannten Auslöser und mit Medikamenten zur inneren oder äusseren Anwendung kontrolliert werden.

Rückenschmerzen sind die Volkskrankheit Nummer eins, etwa 80 Prozent aller Schweizer leiden mindestens einmal im Leben darunter. Die Ursache für die Beschwerden ist meist eine Fehlbelastung durch eine einseitige Körperhaltung – etwa langes Sitzen am Arbeitsplatz – oder monotone Bewegungsabläufe. Auch durch falsches Heben oder Tragen sowie durch übermässigen Sport oder falsche Ausführung der Übungen kann es zu Rückenschmerzen kommen. Diese treten auch auf, wenn Stress und psychische Belastungen sich in körperlicher Anspannung manifestieren. Rückenschmerzen können in den Nacken, die Lenden und den Bauch strahlen. Um sie zu beheben, ist Bewegung gefragt. Schonhaltungen entlasten zwar, führen aber in anderen Muskelgruppen zu Überlastung. Durch ergonomische Sitzgelegenheiten, beispielsweise am Arbeitsplatz, und kleine Bewegungseinheiten, etwa durch alternative Bewegungsabläufe oder Dehnübungen, bleibt der Rücken mobil und schmerzfrei.

S

Salz ist ein sehr vielseitiges Kristall mit teilweise schlechtem Ruf. Als lebenswichtiges Mineral kann es der Gesundheit guttun, im Übermass konsumiert, schadet es dem Körper. Hier gilt die Faustregel: Weniger ist mehr.

Ein Natriummangel, der insbesondere Sportler und Menschen mit Nieren- oder Darmerkrankungen betrifft, äussert sich in Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und -krämpfen oder Schwindel. Zu viel Salz ist dagegen schädlicher als zu wenig: Es steigert das Risiko für Bluthochdruck und damit für Herz-Kreislauf- und Nierenerkrankungen. Die WHO empfiehlt, nicht mehr als fünf Gramm Salz pro Tag zu konsumieren – Achtung auch bei Salzfallen wie Wurstwaren, Keksen, Brötchen und Fertiggerichten, die schnell mal zu einem höheren Salzkonsum führen. Wer selbst überwiegend mit frischen Zutaten kocht, ist auf der sicheren Seite.

Gurgellösungen und Nasenduschen mit Salzwasser sind altbewährte Hausmittel bei Erkältungskrankheiten mit Schnupfen und Halsschmerzen. Bereits seit Jahrhunderten greift man auf diese Methoden für die Atemwege zurück. Nun wies eine Studie nach, dass die Anwendungen mit Salzwasser die Virenlast tatsächlich verringern können, sogar bei Covid-19. Dabei kam es nicht auf die Konzentration der Lösung an, schon bei knapp zwei Gramm auf 200 Millilitern Wasser zeichneten sich die Vorteile ab.

Neben Salzwasser eignen sich auch Grüntee, Aronia- und Granatapfelsaft, Mundwasser mit ätherischen Ölen aus dem Dentalhygienesortiment sowie Mund-Antiseptika, um Erreger auf den Schleimhäuten zu bekämpfen.

Ozon, Feinstaub, Stickstoffdioxid: In der Luft sind viele Schadstoffe enthalten. Ihr Wert schwankt je nach Tages- und Jahreszeit sowie nach Aufenthaltsort. So ist beispielsweise der Ozonanteil in der Luft morgens niedriger als abends. Feinstaub tritt vermehrt im Winter auf, wenn stärker geheizt wird, und Stickstoffe werden vor allem in verkehrsreichen Gegenden freigesetzt.

Die Schadstoffbelastung gefährdet die Gesundheit, vor allem der Atemwege. Sie erhöht aber auch das Risiko für Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und kognitive Einschränkungen. Um sich davor zu schützen, sollte die eigene Schadstoffproduktion (z. B. durch Heizung und motorisierten Individualverkehr) niedrig gehalten werden. Verkehrsintensive Orte sollten nach Möglichkeit gemieden oder zumindest zügig passiert werden.

Eine Scheideninfektion tritt auf, wenn Bakterien oder Pilze zwischen Scheideneingang und Muttermund eine Entzündungsreaktion verursachen. Ist das saure Milieu der Vagina geschwächt, haben es Erreger einfacher, sich hier einzunisten. Zu den Faktoren, die sich negativ auf die schützende Vaginalschleimhaut auswirken, gehören eine zu intensive Reinigung, hormonelle Veränderungen sowie eine eingeschränkte Immunabwehr.
Typische Anzeichen einer Scheideninfektion sind Juckreiz, Rötungen sowie ein Brennen und Schmerzen beim Wasserlassen und Geschlechtsverkehr. Auch können sich Menge, Farbe und Geruch des Vaginalsekrets verändern.

Da ganz verschiedene Erreger hinter der Infektion stecken können, muss die konkrete Ursache vom Gynäkologen abgeklärt werden. Je nach Auslöser kommen Antimykotika oder Antibiotika zum Einsatz. Von einer Selbstbehandlung ist abzusehen, da sie die Infektion verstärken kann.

Die Hormone der Schilddrüse steuern zahlreiche Stoffwechselprozesse. Umso schwerwiegender ist eine Überfunktion der Drüse, die sich unter anderem in einem erhöhten Puls, Haarausfall, Durchfall und Gewichtsverlust äussert. Eine übermässig aktive Schilddrüse wächst, sodass sich die Überproduktion weiter erhöht.

Häufig geht die Schilddrüsenüberfunktion auf eine Autoimmunerkrankung zurück: Das Immunsystem wendet sich gegen die fälschlich als körperfremd erkannte Drüse und regt dadurch ihre Hormonproduktion an.

Die Aktivität der Schilddrüse kann medikamentös oder durch radioaktives Jod gedrosselt werden. Genügt diese Therapie nicht, wird die Drüse in der Regel teilweise oder vollständig entfernt.

Die in der Schilddrüse produzierten Hormone regulieren zahlreiche Körperfunktionen wie den Stoffwechsel, das Zellwachstum, die Verdauung und die Herzaktivität. Eine Schilddrüsenunterfunktion führt unter anderem zu einem verminderten Herzschlag, Müdigkeit, Haarausfall und Gedächtnisschwäche.

Hinter der Erkrankung steckt häufig eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Auch eine fehlerhafte Steuerung der Drüse durch das Gehirn kann eine Schilddrüsenunterfunktion verursachen. Auch die Bestrahlung eines Tumors im Halsbereich oder die medikamentöse Behandlung einer Schilddrüsenüberfunktion kann die Hormonproduktion gefährlich drosseln.

Die Erkrankung wird medikamentös behandelt, indem synthetische Schilddrüsenhormone verabreicht werden. Die Dosis sollte regelmässig überprüft werden, da sie exakt auf das Körpergewicht abgestimmt sein muss.

Die Schilddrüsenvergrösserung wird meist von einem Jodmangel verursacht. Die Drüse benötigt das Mineral, um Hormone zu produzieren. Fehlt es, legt sie mehr hormonproduzierendes Gewebe an, um den Mangel auszugleichen.

Die wuchernde Schilddrüse macht sich zunächst nicht bemerkbar, bis sie Heiserkeit und Schluckbeschwerden verursacht. Im fortgeschrittenen Stadium können die Atmung und die Blutzirkulation beeinträchtigt werden.

Je nach Ausmass wird eine Schilddrüsenvergrösserung medikamentös oder durch eine Bestrahlung mit Jodmolekülen behandelt. Gegebenenfalls wird die Drüse oder ein Teil von ihr operativ entfernt. In der Folge müssen häufig Hormonpräparate eingenommen werden, um die Produktion der (teils) entfernten Schilddrüse zu ergänzen bzw. zu ersetzen.

Sich abends in die weichen Kissen betten und in einen erholsamen Schlaf driften – der Traum von rund einem Viertel aller Erwachsenen, die mit Schlafstörungen kämpfen. Neben der Erholung spielt Schlaf eine wichtige Rolle beim Erhalt der Hirngesundheit und wirkt sich auf unsere Emotionen aus. Denn sind wir im Tiefschlaf, baut sich emotionale Resilienz auf, unser seelischer Schutzschild wird gestärkt. Zudem werden in Träumen die Geschehnisse und Impressionen des Tages sortiert und archiviert, sodass die Traumphasen dabei helfen, schlechte Erfahrungen zu verarbeiten. Im Traumschlaf wird ausserdem neu Erlerntes dem Wissensschatz hinzugefügt und mit bestehenden Informationen verknüpft. Zusätzlich findet im Schlaf zusätzlich ein Reinigungsprozess statt, der Schadstoffe ausschwemmt.

Als Schlafapnoe werden nächtliche Atemaussetzer bezeichnet, die zu einer Mangelversorgung des Körpers mit Sauerstoff führen. In der Folge können Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwäche und Depression auftreten.

Die Ursache der Schlafapnoe sind vielfältig: Eine angeborene Schwäche der Atemmuskulatur oder eine krumme Nasenscheidewand können den Atemweg verengen. Alkohol, Schlaftabletten und Übergewicht erhöhen ebenfalls das Risiko für eine Schlafapnoe.

Betroffene sollten Risikofaktoren meiden. Gegebenenfalls hilft eine Operation – z. B. die Entfernung von Polypen – die Atemwege zu weiten. Eine Bissschiene verhindert das Zurückfallen des Unterkiefers in der Nacht. Spezielle Beatmungsmasken unterstützen die natürliche Atmung.

Stress, Büroarbeit, Schichtdienste: Für Schlafprobleme gibt es mehrere Ursachen. Viele liegen in der fehlenden Trennung von Arbeit und Freizeit, die durch die ständige Erreichbarkeit unserer Zeit bedingt wird. Einschlafprobleme und wiederholtes Erwachen in der Nacht sind Anzeichen einer chronischen Schlafstörung, welche sich negativ auf den Herz-Kreislauf und mentale Gesundheit auswirkt.

Wer mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, kann es mit einer Cyber-Diät probieren. Ausserdem helfen natürliche Präparate auf Hopfen- und Baldrian-Basis beim Ein- und Durchschlafen.

Jeder vierte Schweizer leidet an Schlafstörungen. Wenn das Ein- und Durchschlafen Probleme bereitet, wird die nächtliche Regeneration von Körper und Geist gestört. Anhaltende Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und eine geminderte Leistungsfähigkeit sind die Folge.

Um Schlafstörungen zu überwinden, hilft ein fester Schlafrhythmus: Wer täglich zur selben Zeit ins Bett geht, stärkt seine innere Uhr. Der Schlaf wird zur Routine. Sport, Entspannungsübungen und stille Beschäftigungen vor dem Zubettgehen bereiten optimal auf den Schlaf vor. Alkohol, schweres Essen und Fernsehen sind hingegen kontraproduktiv.

Schlafstörungen können auch medikamentös behandelt werden. Hierzu empfehlen sich Produkte mit pflanzlichen Inhaltsstoffen, da durch sie auch bei der längerfristigen Anwendung keine Gewöhnung oder Abhängigkeit auftritt.

Beim Schnarchen entstehen Geräusche, weil die Atemwege verengt sind und die eingesogene Luft das Gaumensegel zum Flattern bringt. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von einer angeborenen Fehlstellung der Nasenscheidewand über Polypen bis hin zu Übergewicht, das sich auch in den Atemwegen bemerkbar macht.

Schnarchen kann aber auch eine ernsthafte Erkrankung anzeigen oder zu einer solchen führen. Kurzfristig senkt die verminderte Schlafqualität die Leistungsfähigkeit und die Konzentration. Auch kann das Schnarchen die Partnerschaft belasten. Mittelfristig führt Schnarchen oft zu Atemaussetzern (Schlafapnoe), die das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.

Aus diesem Grund sollte das Schnarchen medizinisch abgeklärt und behoben werden. Dazu reicht oft schon eine spezielle Zahnschiene aus. Gelegentlich ist ein operativer Eingriff nötig, um Polypen oder andere Barrieren zu beseitigen.

Beim Schnupfen handelt es sich um eine Entzündung der Nasenschleimhaut. Der akute Schnupfen tritt meist im Rahmen einer Erkältung oder einer anderen Infektionskrankheit auf. Nasenpolypen, eine verengte Nasenscheidewand, scharfe Speisen, Temperaturwechsel oder Stress begünstigen ihn. Chronischer Schnupfen kann beispielsweise von einer Allergie oder einem Immundefekt herrühren.

Die durch die Entzündung gereizten Nasenschleimhäute produzieren übermässig viel Sekret, das eindicken und die Nase verstopfen kann. Dieser Schleim ist ein idealer Nährboden für Bakterien und Viren, weshalb Betroffene auf eine gründliche Handhygiene achten sollten, um die Erreger nicht zu übertragen.

Schnupfen lässt sich nicht ursächlich behandeln. Meist klingt er nach wenigen Tagen wieder ab. Verschiedene Medikamente und Hausmittel können jedoch die Nase befreien und so das Atmen erleichtern. Hält der Schnupfen an oder treten weitere Beschwerden wie Fieber auf, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Ein Schnupfen ist in der Regel die Folge einer Entzündung der Nasenschleimhaut. Was vielen lästig ist, hat einen ganz praktischen Sinn: Die Schleimhaut produziert vermehrt flüssiges Sekret, um die wachsende Anzahl an Erregern auszuschwemmen. Mit der Zeit schwillt sie an, der Schleim wird zäher und die Nase ist verstopft. Normalerweise verschwindet der Schnupfen binnen einer Woche von selbst.

Hochziehen anstelle von Schnäuzen ist übrigens gut für die Gesundheit, denn die Erreger werden heruntergeschluckt und im Magen abgetötet. Vor allem ausreichend zu trinken, Nasenduschen, Sprays und Inhalieren helfen dabei, die lästigen Beschwerden zu mindern und die Genesung voranzutreiben.

Schüsslersalze wirken bei zahlreichen Beschwerden unterstützend, sodass sie Symptome lindern und die Leistungsfähigkeit steigern können. Die stark verdünnten Mineralstoffe werden gemäss der Idee von Dr. Wilhelm Heinrich Schüssler vom Körper besser aufgenommen und tragen zu einer Normalisierung des Mineralhaushaltes bei.

Besonders beliebt sind Schüsslersalze bei Erkältungskrankheiten, Schlafstörungen und Stress sowie bei Problemen mit Muskeln, Bändern und Sehnen. Sie können von der ganzen Familie eingenommen werden und in jeder Lebenssituation. Auch wenn die Einnahme von Schüsslersalzen in der Regel unproblematisch ist, sollte für die richtige Zusammensetzung immer eine Beratung in Anspruch genommen werden, gerade wenn bereits ärztlich Medikamente verordnet wurden oder unspezifische Symptome bestehen.

Rinnsale am Körper, tropfnasse Hände, feuchte Füsse – Hyperhidrose, wie das extreme Schwitzen fachsprachlich genannt wird, erzeugt meist einen hohen Leidensdruck. Bis zu acht Liter Schweiss können Betroffene innerhalb eines Tages verlieren.

Bei einigen Betroffenen helfen spezielle Antitranspirante, welche das Schwitzen für mehrere Stunden ausbremsen und den Körpergeruch bekämpfen. Längerfristige Behandlungsmöglichkeiten sind neben der Ursachenforschung und Stressreduktion die Injektion von Botox in die betroffenen Regionen und die Leitungswasser-Iontophorese. So werden die Schweissdrüsen lahmgelegt beziehungsweise gedrosselt. Wer viel schwitzt, sollte von zu viel Kaffee, Alkohol und scharfem Essen lieber die Finger lassen, um das Problem nicht noch weiter zu vergrössern.

Eine einseitige oder übermässige Belastung kann zu einer Entzündung der Sehnen führen. Ein besonderes Risiko für diese Erkrankung haben Menschen, die in ihrem Beruf gleichförmige Bewegungen ausüben, wie etwa Kassierer oder Handwerker. Aber auch Sportler, die ihre Gelenke ohne vorherige Aufwärmung belasten, neigen zu Sehnenentzündungen.

Diese machen sich durch Schmerzen in den betroffenen Sehnen bemerkbar, die bei weiterer Belastung zunehmen. Im fortgeschrittenen Stadium schmerzen die Sehnen auch im Ruhezustand, bleibende Schäden am Bewegungsapparat können eintreten.

Um diese zu vermeiden, ist Schonung angeraten. Die betroffenen Gelenke können zusätzlich gekühlt werden. Schmerzlindernde Medikamente wirken ausserdem häufig auch entzündungshemmend.

Zur Vorbeugung empfiehlt sich, Abwechslung in monotone Abläufe zu bringen, die Gelenke regelmässig zu lockern und vor sportlicher Betätigung die Muskeln aufzuwärmen.

Nahezu jedes fünfte Kind ist fehlsichtig. Oft bleibt die eingeschränkte Sehleistung unbemerkt: ein verstecktes Schielen, Schwach-, Kurz- und Weitsichtigkeit bereiten keine Schmerzen und prägen sich schleichend aus. Kinder entwickeln ausserdem häufig Strategien zur Kompensation, die nicht immer ein eingeschränktes Sehen vermuten lassen. So könnte hinter mancher Tollpatschigkeit oder Hyperaktivität eine verminderte Sehleistung stecken.

Bleiben die Sehprobleme im jungen Alter unbemerkt, kann das schwerwiegende Folgen für die kindliche Entwicklung haben. Nicht nur die Lernleistungen werden dadurch beeinträchtigt: Unspezifische Beschwerden wie brennende Augen oder wiederkehrende Kopfschmerzen können die Lebensqualität der Kinder nachhaltig verschlechtern.

Aus diesem Grund sind augenärztliche Untersuchungen im Vorschulalter angeraten. Das gilt vor allem für Kinder, deren Eltern oder Geschwister fehlsichtig sind oder die eine Stoffwechselstörung wie beispielsweise Diabetes haben.

Das Urteil, das man über sich selbst fällt, bildet unseren sogenannten Selbstwert. Ein gesunder Selbstwert entwickelt sich vor allem aus einer Kindheit heraus, in der viel Wertschätzung und Bestätigung erfahren wurden, denn so entwickelt sich ein positives Selbstbild.

Da er wie ein seelisches Immunsystem funktioniert, lassen sich Menschen mit gesundem Selbstwert nicht so leicht von äusseren Einflüssen und Kritik aus der Ruhe bringen. Wer einen geringen Selbstwert hat, ordnet sich schneller unter, fühlt sich rasch angegriffen und ist gestresst. Das steigende Stresslevel wirkt sich nachteilig auf die Gesundheit aus.

Übungen und Perspektivwechsel können den Selbstwert stärken, für ein positiveres Selbstbild.

Etwa 30 verschiedene Erreger – Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten – können Geschlechtskrankheiten auslösen. Diese führen zu Beschwerden wie Ausfluss, einem Brennen im Genitalbereich, Warzen oder Geschwüre. Doch häufig bleiben Geschlechtskrankheiten ohne Symptome. Dennoch sind sie gefährlich: Unbehandelt kann eine Infektion mit Chlamydien zu Unfruchtbarkeit führen, Aids tödlich verlaufen.

Besonders gefährdet sind Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern. Was oft unbedacht bleibt: Viele Krankheitserreger können auch über Oralverkehr übertragen werden und nicht vor jeder Infektion schützt ein Kondom. Um die eigene Gesundheit und die anderer zu bewahren, sollte nach jedem riskanten Verkehr und zu Beginn jeder neuen Beziehung ein Test beim Dermatologen gemacht werden. Im Falle einer Infektion müssen auch die Sexualpartner in die Behandlung einbezogen werden, um eine Verbreitung von Krankheiten wie Gonorrhö, Feigwarzen und Genitalherpes zu vermeiden.

Wenn Magensäure in die Speiseröhre aufsteigt, kann das zu einem unangenehmen Brennen im Brustkorb führen. Diese Beschwerden werden als Sodbrennen bezeichnet. Der Rückfluss von Magensäure (Reflux) ist meist harmlos. In der Regel steckt eine Überlastung des Magens durch zu üppige oder fettige Mahlzeiten dahinter.

Besonders Übergewichtige und Schwangere neigen zu Sodbrennen, da ihr Magen weniger Platz zum Ausdehnen hat. Auch Alkohol und Nikotin können das Risiko für Sodbrennen erhöhen.

Die Beschwerden können durch Milch oder Joghurt gemildert werden. Um Sodbrennen vorzubeugen, sollte auf kleinere, fettreduzierte Mahlzeiten geachtet werden.

Treten die Beschwerden gehäuft auf, ist ein Arztbesuch angeraten.

Bei der Sonnenallergie – der sogenannten polymorphen Lichtdermatose – handelt es sich eigentlich gar nicht um eine Allergie, sondern um eine Überempfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung. Sie tritt meist im Frühsommer auf, wenn die Haut erstmals grossflächig von der Sonne beschienen wird. Die Haut bräunt sich nicht, sondern reagiert mit einem juckenden Ausschlag. Dieser kann sich durch ölhaltige Sonnenschutzprodukte noch verstärken und wird dann als Mallorca-Akne bezeichnet.

Die Haut kann vorsorglich durch eine ausgewogene Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen gestärkt werden. Auch eine Lichttherapie wirkt vorbeugend. Bei einer Sonnenallergie sollte der Schatten aufgesucht und die Haut gekühlt und feucht gehalten werden.

Es ist schnell passiert – der Tag ist überraschend sonnig, das Eincremen mit UV-Schutz wurde vergessen oder ist zu kurz gekommen und schon ist er da, der Sonnenbrand. Mit den folgenden drei Erste-Hilfe-Massnahmen lässt sich die gestresste Haut beruhigen: Als erstes sollte man zügig aus der Sonne gehen. Da selbst im Halbschatten die UV-Strahlung noch recht hoch ist, besser einen richtigen Schattenplatz suchen. Kühlung tut der überhitzten Haut gut. Dafür eignen sich feuchte Umschläge oder kühlende Sprays, damit es nicht zu Schwellungen kommt. Ausserdem braucht die Haut jetzt ganz dringend Feuchtigkeit von innen und aussen. Trinken Sie also viel Wasser und reduzieren Sie die Spannungsgefühle äusserlich mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme.

Achtung, bei diesen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden: Bläschenbildung auf der Haut, Übelkeit und Kopfschmerzen oder Fieber.

Wird die Haut nicht ausreichend vor UV-Strahlung geschützt, verbrennt sie. Die betroffene Hautpartie ist gerötet, geschwollen und sie spannt, schmerzt und juckt. Wiederholter Sonnenbrand begünstigt die Hautalterung und Hautkrebs.

Zwar regeneriert die strapazierte Haut von allein, doch empfiehlt es sich, den Heilungsprozess zu unterstützen. So kuriert die Haut schneller und das Risiko für bleibende Irritationen bleibt gering. Bei Sonnenbrand sollte die Haut gekühlt und feucht gehalten werden. Hierfür eignen sich Umschläge und feuchtigkeitsspendende Cremes, Lotionen und Gels. Durch eine ausgewogene Ernährung wird die Haut mit wertvollen Nährstoffen versorgt, die der Zellerneuerung dienen.

Verschiedene Präparate zur äusseren Anwendung lindern nicht nur den Schmerz, sondern auch den Juckreiz. Dadurch wird der Sonnenbrand erträglicher. Ausserdem werden besonders Kinder weniger zum Kratzen verleitet, sodass die beanspruchte Haut nicht zusätzlich belastet wird.

Endlich ist der Frühling da und mit ihm die warmen Temperaturen, die uns nach draussen locken. Selbst wenn es noch nicht so heiss ist und noch die ein oder andere Wolke den Himmel ziert, hat die Sonne bereits viel Kraft und verursacht nicht selten den ersten Sonnenbrand des Jahres. Daher gilt es, sich auch bei milden Temperaturen gut zu schützen, mit folgenden drei Regeln:

  • Sonnencreme to go – eine kleine Flasche sollte im Rucksack oder in der Tasche einfach immer dabei sein, am besten mit LSF 30, am Wasser oder in den Bergen besser LSF 50.
  • Werden die Sonnenaufenthalte geplant und an Tagesrandzeiten gelegt, kann sich die Haut nach der Winterpause langsam wieder an die Sonne gewöhnen.
  • Selbst bei bewölktem Himmel können UV-Strahlen die Augen schädigen. Schutz bieten Hüte und eine Sonnenbrille mit UV-Schutz.

Zu viel Sonnenlicht treibt die Hautalterung voran und erhöht das Risiko für weissen und schwarzen Hautkrebs. Umso wichtiger ist ein ausreichender Sonnenschutz. Um die Haut vor der UV-Strahlung zu bewahren, ist es angeraten, sich während der Tageszeit mit der intensivsten Sonneneinstrahlung in Gebäuden oder zumindest im Schatten aufzuhalten.

Die Haut wird mit UV-sicherer Kleidung und Sonnencreme geschützt. Diese sollte über einen Lichtschutzfaktor verfügen, der zum jeweiligen Hauttyp passt. Die Creme muss regelmässig aufgefrischt werden, damit ihre Schutzfunktion nicht nachlässt.

Beim Eincremen sollten die sogenannten Sonnenterrassen – Nase, Ohren und Scheitel – nicht vergessen werden. Wichtig: Die Sonnencreme wird auf der Haut verteilt, aber nicht einmassiert. Ein Hut oder Kopftuch schützt die Kopfhaut.

Der Sonnenstich tritt als Folge von zu intensiver Lichteinstrahlung auf Kopf und Nacken ein. Typische Beschwerden sind Kopfschmerzen, Übelkeit bis hin zum Erbrechen sowie gelegentlich Fieber und Bewusstseinsstörungen. Diese Symptome treten meist einige Stunden nach dem Aufenthalt an der Sonne auf.

Bei einem Sonnenstich sollte der Oberkörper etwas höher gelagert und der Kopf vorsichtig gekühlt werden, beispielsweise mit einem feuchten Umschlag. Lassen die Beschwerden nicht nach oder nehmen sie zu, muss ein Arzt aufgesucht werden: Ein schwerer Sonnenstich ist ein medizinischer Notfall, weil das überlastete Gehirn lebensgefährlich anschwellen kann.

Um ein Zuviel an Sonneneinstrahlung zu vermeiden, sollte auf einen geeigneten Sonnenschutz geachtet werden. Dazu zählen unter anderem Sonnencreme für die Haut, ein breitkrempiger Hut für Kopf und Nacken sowie UV-beständige Kleidung. Auch in der Höhe und bei vermeintlich nur milden Temperaturen sollte der Aufenthalt an der Sonne durch regelmässige Pausen im Halbschatten unterbrochen werden.

Es gibt viele Gründe, Sport zu treiben: beispielsweise um Gewicht abzubauen, die allgemeine Fitness zu bewahren oder aus Freude an der körperlichen Bewegung. Sport kurbelt den Stoffwechsel an, beeinflusst den Hormonhaushalt und stärkt die Psyche.

Für Einsteiger und Profis gilt dabei gleichermassen, die eigenen Leistungsgrenzen zu akzeptieren und Übungen sauber auszuführen. Sonst drohen körperliche Beschwerden wie Muskelkater, Läuferknie und Bänderdehnung. Beim Kraftsport und nach grossen Belastungen sollten ausserdem regelmässige Pausen eingelegt werden, in denen die Muskeln regenerieren und wachsen können.

Allgemein empfehlen sich gelenkschonende Sportarten wie Walken, Radfahren und Schwimmen. Doch egal, welches Training absolviert wird: Damit der Körper die gewünschte Leistung erbringen kann, sollte auf die richtige Ernährung mit einem guten Mix aus Eiweissen und Kohlenhydraten geachtet werden.

Knochen und Gelenke zählen zum Bewegungsapparat. Gemeinsam machen sie etwa 14 Prozent des Körpergewichts aus. Während die Knochen eher stützend wirken, fungieren Gelenke als flexible Scharniere, die Bewegungen ermöglichen.

Die Knochen schützen ausserdem die inneren Organe und produzieren im Knochenmark wesentliche Bestandteile des Bluts. Umso wichtiger ist es, dass Knochen und Gelenke vor Verschleisskrankheiten wie Osteoporose oder Arthrose geschützt werden – und das nicht erst im Alter.

Um die Knochen und Gelenke vital zu halten, ist ausreichend Bewegung gefragt. Besonders geeignet sind gleichmässige Sportarten wie etwa Wandern, Radfahren oder Schwimmen. Durch eine ausgewogene Ernährung werden den Knochen und Gelenken darüber hinaus jene Mikronährstoffe zugeführt, die sie für ihre Regeneration benötigen.

Stress kommt im Berufs- und Schulalltag schnell auf – und kann durchaus positiv sein: Die innere Anspannung motiviert zu mehr Konzentration und besserer Leistung. Problematisch wird Stress, wenn er nicht von Ruhephasen unterbrochen wird: Eine chronische Anspannung führt häufig zu Unausgeglichenheit, sinkender Motivation und Schlafproblemen. Chronischer Stress kann Depression und Burn-out begünstigen und zahlreiche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Diese reichen von Kopfschmerzen über sexuelle Unlust und Verdauungsstörungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Umso wichtiger ist es, negativen Stress zu vermeiden. Hier helfen ein gutes Zeitmanagement und eine klare Priorisierung der bevorstehenden Aufgaben. Zwischen den Leistungsphasen sollte gezielt Entspannung gesucht werden: bei einem Hobby, mit Freunden, durch Meditation oder Bewegung in der Natur. Ein regelmässiger Schlafrhythmus beugt negativem Stress ebenfalls vor.

In der Schweiz leidet jeder vierte unter Stress im Job, die Belastungen übersteigen also die Ressourcen. Stress ist eine normale Reaktion des Körpers, um Hochleistungen erbringen zu können, beispielsweise in Gefahrensituationen. Wird er aber zum Dauerzustand, wirkt sich das negativ auf die Gesundheit aus und auch auf die Arbeitsleistung.

Ein gezieltes Stressmanagement am Arbeitsplatz wirkt diesen negativen Folgen entgegen, indem die Resilienz (seelische Widerstandskraft) der Mitarbeiter erhöht wird. Ziel des Trainings ist es, dass persönliche Stressauslöser erkannt werden und mittels mentaler Techniken ein gesunder Abstand dazu gewonnen wird. Da sich Resilienz trainieren lässt, kann Stressmanagement am Arbeitsplatz sich sehr positiv für Arbeitnehmer und -geber auswirken.

T

Eine Thrombose ist ein Blutgerinnsel, das sich aus Ablagerungen in einer Vene oder Arterie bildet. Diese Gerinnsel treten oftmals in den Beinvenen auf und zeigen sich durch eine Schwellung des Beins, Spannungsgefühle, Schmerzen und Hautveränderungen. Wird es in Richtung der Lunge geschwemmt und verlegt dort ein Gefäss, kann es zu einer lebensbedrohlichen Lungenembolie kommen. Das Risiko erhöht sich durch Krampfadern und die Einnahme mancher Medikamente wie der Antibaby-Pille.

Die Wahrscheinlichkeit lässt sich mit einfach Mitteln senken: körperliche Aktivität, gerade Ausdauersport, Venengymnastik, eine gute Trinkmenge und der Verzicht auf einschnürende Kleidung und Körperhaltungen wie das Beinüberschlagen. In Sachen Verhütung lohnen sich für Risikopatientinnen hormonfreie Alternativen. Wer bereits Krampfadern, Gerinnungsstörungen oder eine Historie mit Thrombose hat, sollte regelmässig zum Risikocheck beim Hausarzt gehen.

Der Parasit Toxoplasma gondii kann bei Menschen, Säugetieren und Vögeln eine Infektionskrankheit auslösen. Sie sind jedoch nur Zwischenwirte, denn der Endwirt sind Katzen, in deren Darm sich dieser Parasit vermehrt. Normalerweise ist die Infektion für Menschen harmlos, jedoch nicht während der Schwangerschaft: Eine Toxoplasmose wirkt sich möglicherweise auf die Entwicklung des Kindes aus und kann Folgeschäden wie Sehprobleme, Taubheit oder Krampfanfälle nach sich ziehen, wenn es während der Schwangerschaft zur Erstinfektion kommt. Zu den häufigsten Übertagungswegen gehören der Konsum von (fast) rohem Fleisch, Kontakt mir kontaminierten Flächen, Gartenarbeiten und Aktivitäten in der Natur sowie der direkte Kontakt zu Katzenkot wie beim Reinigen der Katzenkisten. Im Idealfall übernimmt solche Arbeiten eine andere Person. Lässt es sich nicht vermeiden, sollten immer Einweghandschuhe getragen und auf eine gute Hygiene geachtet werden.

Trailrunning, also das Laufen in der Natur abseits der Strassen, ist gerade im Trend. Zurecht erfreut sich diese Sportart zunehmender Beliebtheit, schliesslich fördert sie nicht nur die Ausdauer, sondern stärkt auch die Muskeln und fördert die Balance. Daneben hat das Laufen in der Natur eine positive Wirkung auf die psychische Gesundheit, denn viele Sportler sprechen von einem meditativen Zustand, bei dem man sich einfach nur auf den nächsten Schritt fokussiert und sich ins Rennen vertieft. Das Trailrunning fördert die Stimulation beider Gehirnhälften und somit die Kreativität, daher wird häufig von einem positiven Gedankenfluss, Tagträumen oder auch Problemlösungen berichtet, die sich während des Laufs ergeben.

Wer Trailrunning probieren möchte, muss nicht direkt eine teure Ausrüstung kaufen: Für den Start sind gute Laufschuhe, Freude am Laufen und Geduld mit sich selbst völlig ausreichend.

Der Tränenfilm schützt die Augen vor Fremdkörpern wie Staub und versorgt das Innere der Sehorgane mit Nährstoffen. Trockene Luft – etwa durch Heizung oder Klimaanlagen – oder auch Zugluft kann die Tränenflüssigkeit ausdünnen. Die Folgen: Das Auge juckt, brennt und ist gerötet. Auch bei einer geringen Lidschlagfrequenz, beispielsweise während der Computerarbeit, können sich diese Beschwerden einstellen, weil der Tränenfilm durch zu seltenes Blinzeln nicht häufig genug aufgefrischt wird.

Bei Trockenen Augen helfen sogenannte künstliche Tränen, mit denen der natürliche Tränenfilm unterstützt werden. Besonders verträglich sind Produkte ohne Konservierungsstoffe.

Zusätzlich sollte auf ein geeignetes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit geachtet werden. Bei der PC-Arbeit empfehlen sich regelmässige Pausen, um das Auge zu entspannen.

Für Medikamente gibt es unterschiedlichste Darreichungsformen, die sich nicht nur in der Einnahme, sondern auch in Wirkweise und Wirkgeschwindigkeit unterscheiden. Ob Sie sich für Kapseln, Tabletten, Tropfen, Spray, Dragees, Zäpfchen oder eine andere Variante entscheiden, richtet sich ganz nach den individuellen Bedürfnissen.

Für welche Darreichungsform Sie sich auch entscheiden, beachten Sie immer, dass bei der Einnahme verschiedener Medikamente Wechselwirkungen auftreten können mit anderen Arzneimitteln oder sogar Lebensmitteln. Daher besprechen Sie die Einnahme am besten mit Ihrem Hausarzt oder einem Apotheker, der Sie genau zu den Nebenwirkungen und den Vorteilen der verschiedenen Varianten beraten kann.

Die Haut ist nicht nur das grösste Organ, sondern auch der schützende Mantel des Körpers. Ihre Beschaffenheit wird massgeblich durch innere und äussere Umstände wie Hormone, das Wetter oder Kontakt mit Chemikalien beeinflusst. Sinkt der Feuchtigkeitsanteil der obersten Hautschicht auf weniger als zehn Prozent, wird diese rissig. Das ist nicht nur unästhetisch, es ist ausserdem unangenehm und die Schutzfunktion leidet.

Trockene Haut sollte nur sanft mit pH-neutralen Waschlotionen und lauwarmem Wasser gereinigt werden. Darauf folgt ein schützendes und nährendes Pflegeprodukt, um dem weiteren Feuchtigkeitsverlust vorzubeugen. Dafür eignen sich besonders Wasser-in-Öl-Emulsionen mit einem hohen Fettanteil.

Die Füsse werden mit zunehmendem Alter trocken. Aber auch zu intensives Waschen und Sonnenbäder setzen der Haut zu. Hinter trockenen Füssen kann auch eine systemische Erkrankung wie etwa Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion stecken.

Verliert die Haut ihren natürlichen Schutzfilm, werden die Füsse trocken. Schrunden und Risse können Schmerzen verursachen und bieten Keimen eine leichte Eintrittsfläche.

Um trockene Füsse zu vermeiden, ist eine feuchtigkeitsspendende Creme gefragt. Auch ein angepasstes Raumklima mit ausreichender Luftfeuchtigkeit tut den Füssen gut. Wichtig ist ausserdem, die Ursache für die trockene Haut zu ermitteln und gegebenenfalls die Füsse schonender zu reinigen.

U

Übergewicht liegt vor, wenn der Body-Mass-Index (BMI) höher als 25 ist. Der BMI berechnet sich wie folgt: Körpergewicht in Kilogramm/(Körpergrösse in Metern)2.

Zu viel Körpergewicht beeinträchtigt die Gesundheit: Der Bewegungsapparat wird übermässig belastet, die Funktion der Organe kann durch Fettablagerungen gestört werden. Daneben verändert sich der Stoffwechsel. So fördert vor allem Bauchfett die Insulinresistenz und damit Diabetes. Auch Entzündungsreaktionen treten gehäufter auf.

Um Übergewicht abzubauen, empfiehlt es sich, die Ernährung in Menge und Zusammensetzung umzustellen. Nahrungsergänzungsmittel können die ausgewogene Kost bereichern. Zusätzlich ist sportliche Bewegung angeraten, um die überschüssigen Reserven abzubauen.

Hyperhidrose ist die medizinische Bezeichnung für übermässiges Schwitzen. Es macht sich meist in den Achseln, an den Händen und Füssen bemerkbar, seltener am ganzen Körper. Die Ursachen sind vielfältig und schwer zu fassen. Einem generalisierten Schwitzen liegt oft eine Erkrankung oder Stoffwechselstörung zugrunde. Wird sie behandelt, lässt das Schwitzen nach.

Anders beim lokalen Schwitzen an Händen und Füssen: Hier können Präparate mit Botox oder Aluminium die Aktivität der Schweissdrüsen reduzieren. Bleibt der Erfolg dieser Massnahmen aus, kann operativ Abhilfe geschaffen werden: So lassen sich beispielsweise die Schweissdrüsen in den Achseln abtragen.

Allgemein sollten Betroffene auf Kleidung aus Naturfasern achten und Alkohol, Kaffee und scharfe Speisen meiden. Sie gelten als schweissfördernd. Gleiches gilt für Stress.

Schnell ist es mal passiert: Ein falscher Schritt, ein Stolpern, ein Sturz und schon hat man sich das Knie aufgeschlagen. Solche und andere kleinere Unfälle passieren bei Tagesausflügen oder Wanderungen. Damit man Verletzungen rasch versorgen kann, empfiehlt es sich immer, eine kleine Unfall-Apotheke mitzuführen. Doch was nimmt man mit, um im Ernstfall gerüstet zu sein?

Zur Ausstattung gehören auf jeden Fall Sonnenschutz, Zeckenspray und ein Mittel gegen Insektenstiche, Desinfektionsspray, Pflaster und Gelkompressen samt Fixierbinden, Einwegkältebeutel sowie Einweghandschuhe. Wer nicht selbst packen möchte, kann solche Reise- oder Ausflugs-Apotheken schon fertig gepackt im praktischen Taschenformat erwerben.

Oft wird er einfach hinuntergespült – dabei gibt der Urin wichtige Hinweise auf die Gesundheit. Im Idealfall ist er hellgelb und geruchsarm, jedoch können die Trinkmenge, verschiedene Lebensmittel, Medikamente und Erkrankungen die Farbe verändern.

Ist der Urin durchsichtig, hat man fast zu viel getrunken, bei hellgelb bis gelb stimmt die Trinkmenge. Dunkelgelb bis bernsteinfarben deutet auf eine Dehydrierung hin, orangefarben auf eine starke Dehydrierung. Ausserdem könnte ein Problem mit Leber oder Galle vorliegen. Pinkfarbener bis roter Urin entsteht durch Lebensmittel wie Rote Beete, Heidelbeeren, Rhabarber und andere sehr farbige Gemüsesorten oder durch Medikamente. Grüner oder blauer Urin kann von Lebensmittelfarben in Süssigkeiten hervorgerufen werden oder durch gewisse Wirkstoffe in Arzneimitteln. Ist die Hinterlassenschaft im WC braun bis schwarz, kann ein sehr intensives Training die Ursache sein, genau wie Eisenpräparate oder Blutdrucksenker.

Als Uveitis werden verschiedene Infektionskrankheiten bezeichnet, die den mittleren oder hinteren Bereich des Auges betreffen. Auslöser können Bakterien, Viren oder Pilze sein. Meist verursachen diese Erreger nicht zuerst am Auge selbst eine Infektion, sondern befallen einen anderen Teil des Körpers. Erst als Folge dessen werden auch die Augen in Mitleidenschaft gezogen.

Typische Beschwerden einer Uveitis sind leichte Entzündungen an den Augen, die gerötet sein und schmerzen können. Betroffene sind übermässig empfindlich gegenüber Licht. Kopfschmerzen treten bei Konzentrationsarbeiten auf. Auch können sich Sehstörungen einstellen.

Aufgrund dieser Symptome bleibt eine Uveitis selten unbemerkt. Behandelt wird sie mit Medikamenten, die gezielt gegen den jeweiligen Verursacher eingesetzt werden. Dabei ist es wichtig, dass auch der ursprüngliche Krankheitsherd ausserhalb des Auges mitbehandelt wird.

V

Jede zweite Frau leidet nach den Wechseljahren unter vaginaler Trockenheit. Dahinter steckt das Hormon Östrogen. Es reguliert die Durchblutung der Vaginalschleimhaut. Wenn die Produktion von Östrogen mit zunehmendem Alter nachlässt, wird die Vagina trockener. Geschlechtsverkehr kann sich dann unangenehm anfühlen, was die Libido mindert und die Partnerschaft belasten kann.

Vaginale Trockenheit lässt sich durch eine Hormontherapie behandeln. Hierbei werden die Hormone Östrogen und Gestagen entweder vorübergehend oder langfristig verabreicht. Alternativ bietet sich Leinsamen an, das die Aktivität der Schleimhäute fördert. Mit Gleitgel kann die Vagina zusätzlich befeuchtet werden.

Um die Schleimhaut zu schützen, sollte ausserdem auf eine sanfte Intimpflege geachtet werden.

Krampfadern und – als deren Sonderform – Besenreiser sind Erweiterungen der oberflächlichen Venen, die oft an den Beinen auftreten. Risikofaktoren für diese Veränderungen der Gefässe sind eine genetische Veranlagung, das Hormon Östrogen und das Alter. Auch Übergewicht, Tabakkonsum und langes Stehen können zu diesem Venenleiden führen.

Krampfadern beeinträchtigen langfristig häufig die Gesundheit, da durch sie die Durchblutung der Haut gefährdet wird. Auch kann es zu Thrombosen kommen. Wer Krampfadern an sich bemerkt und nach langem Stehen ein schmerzhaftes Ziehen in den Beinen verspürt, sollte sich ärztlich untersuchen lassen. Je nach Ausmass der Krampfadern bieten sich Kompressionsstrümpfe oder eine Korrektur durch eine Verödung, eine Katheterbehandlung oder eine Operation als Therapiemethoden an. Vorsorglich sollte auf regelmässige Bewegung geachtet werden.

Als Verdauungsbeschwerden werden alle Störungen im Verdauungstrakt vom Mund bis zum Darm bezeichnet. Im engeren Sinne sind Beschwerden der Bauchorgane gemeint. Dazu gehören Bauchschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Sodbrennen und Fieber. Verdauungsbeschwerden gehen oft mit einer Veränderung des Stuhls wie Verstopfung, Durchfall und Blähungen einher.

Die Ursachen können zahlreich sein. Häufig stören Stress oder zu üppige Mahlzeiten die Verdauung. Hinter den Beschwerden kann auch eine Gastritis, Reflux, das Reizdarmsyndrom oder ein Magen- oder Darmgeschwür stecken. Auch eine Infektion oder eine chronisch entzündliche Darmerkrankung kommt als Ursache infrage. Gerade weil Verdauungsbeschwerden von so vielen Ursachen herrühren können, ist bei starken oder anhaltenden Symptomen eine ärztliche Abklärung besonders wichtig, um die richtige Behandlung zu finden.

Durchfall, Verstopfung, Magenkrämpfe: Begleiter, die in den Ferien verzichtbar sind. Bei Reisen in ferne Länder trifft man auf fremde Krankheitserreger, welche die Reiselust trüben können. Mit der richtigen Vorsorge und Reiseapotheke lässt sich die Verdauung unterstützen.

Vor der Reise eingenommene Probiotika senken das Risiko für Durchfallerkrankungen, genau wie vor Ort gründliches Händewaschen. Kommt es dennoch zu Durchfall, sollte für einige Tage viel getrunken, Schonkost gegessen und eventuell Elektrolytlösung eingenommen werden. Durchfallstopper helfen schnell gegen nicht-infektiöse Durchfälle. Bei Erbrechen sind Nahrungsverzicht und eine hohe Flüssigkeitszufuhr ebenfalls empfohlen.

Beim Spielen draussen, Radfahren oder im Haushalt passieren gerade Kindern gerne mal kleine Missgeschicke und Verletzungen. Die Klassiker sind Schürf- und Platzwunden, Prellungen und Zerrungen am Fussgelenk oder Oberschenkel. Viele dieser Verletzungen lassen sich schnell und einfach zu Hause versorgen.

Ist der Tetanus-Impfschutz noch aktuell, werden offene Wunden gesäubert, desinfiziert und gekühlt. Dafür sollten immer Mittel zur Wundreinigung und Kühlung, gegen Schmerzen und für Juckreiz bei Insektenstichen in der Hausapotheke griffbereit liegen. Pflaster, die seitlich offen sind, lassen genügend Luft an die Wunde, damit sie heilen kann.

Treten nach einem Unfall Bewusstlosigkeit, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Schmerzen oder anhaltende Bewegungsbeeinträchtigungen auf, sollte man direkt zum Arzt fahren. Gleiches gilt für grössere Wunden, nicht stillbare Blutungen und allergische Reaktionen auf Insektenstiche.

Mehr als 180’000 behandlungsnötige Sportverletzungen ereignen sich Jahr für Jahr in der Schweiz. Ungezählt sind die vielen kleinen Verletzungen, die Stürze – etwa mit dem Fahrrad, beim Joggen oder Klettern – verursachen. Häufig wird dabei vor allem die Haut in Mitleidenschaft gezogen.

Offene Platz- und Schürfwunden müssen sauber gehalten werden, um eine Infektion der Haut zu vermeiden. Mit klarem Wasser kann die betroffene Hautpartie ausgespült werden, noch effektiver wirken desinfizierende Sprays und Lösungen. Zum Schutz kleinerer Wunden eignen sich Pflaster, die an zwei Seiten offen sind, sodass die Haut zwar bedeckt ist, sich aber keine Hitze anstaut. Verbände über grösseren Wunden sollten regelmässig erneuert werden. So sinkt das Risiko, dass sich Krankheitserreger einnisten.

Nicht jede Verletzung der Haut kann eigenständig versorgt werden. Wenn sich die Blutung nicht stoppen lässt, wenn auch innere Organe betroffen sein könnten oder Beschwerden wie Fieber, Übelkeit oder Schwindel auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Verspannungen treten auf, wenn Muskeln über einen längeren Zeitraum einseitig belastet werden. Das kann durch monotone Bewegungen, starre Sitzhaltungen oder auch die falschen Schuhe passieren. Die belasteten Muskeln werden weniger gut durchblutet und sind in ihrer Bewegung eingeschränkt. In der Folge treten Schmerzen auf, die sich auf benachbarte Muskelgruppen ausdehnen können. Langfristig können zudem fehlbelastete Gelenke stärker verschleissen.

Um Verspannungen zu lockern, ist Bewegung gefragt. Durch eine vorsichtige Mobilisierung der Muskeln kann die Blockade gelöst werden. Unterstützend empfehlen sich durchblutungsfördernde Cremes und Gels zur äusseren Anwendung.

Bei einer Verstopfung ist die Entleerung des Darms gestört. Der Stuhl kann nur selten in unangenehm fester Form und unter starkem Pressen herausgebracht werden. Wenn der Darm weniger als dreimal pro Woche entleert werden kann, liegt eine Verstopfung vor.

Viele Faktoren können diese Verdauungsbeschwerde verursachen. Dazu gehören psychische Belastungen wie Stress, aber auch eine Fehlernährung mit zu wenig Ballaststoffen und Flüssigkeit.

Um Verstopfungen zu behandeln, sollte auf eine ausgewogene Ernährung und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von mindestens zwei Litern pro Tag geachtet werden. Verschiedene Präparate können den Stuhl weich machen oder die Darmmuskulatur entkrampfen und so Abhilfe schaffen. Hält die Verstopfung an, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um eine Darmerkrankung auszuschliessen.

Vitamin D kann der Körper nur mithilfe von Sonnenstrahlen bilden, daher kommt es gerade in der dunklen Jahreszeit häufig zu einem Mangel. Zirka 60 Prozent der Menschen hierzulande sind im Herbst und Winter unterversorgt ­­– jeder fünfte Schweizer das ganze Jahr.

Dabei ist Vitamin D wichtig für das Immunsystem und das Herz-Kreislauf-System. Ausserdem fördert es das Zellwachstum, schützt die Nerven und senkt das Krebsrisiko. Ein Mangel zeigt sich in Glieder- und Muskelschmerzen sowie Infektanfälligkeit.

Da über die Ernährung ein Mangel nicht ausgeglichen werden kann, sind Nahrungsergänzungsmittel hilfreich – immer in Absprache mit einer Fachperson, damit es nicht zur Überdosierung kommt. Das einfachste Mittel, um vorzubeugen, ist und bleibt aber der Weg nach draussen: Fünf bis zwanzig Minuten pro Tage genügen, um die Speicher zu füllen, selbst bei trübem Wetter.

Die insgesamt 13 Vitamine organisieren den Stoffwechsel und tragen zu den lebensnotwendigen Prozessen des Körpers bei. So unterstützen sie beispielsweise den Zellaufbau, stärken die Abwehrkräfte und regulieren den Fettstoffwechsel.

Die meisten Vitamine werden mit der Nahrung aufgenommen. Sie sind vor allem in pflanzlicher Kost reichlich enthalten. Da zahlreiche Vitamine fettlöslich sind, sollten ihre Träger mit fettreicher Nahrung wie etwa Ölen verzehrt werden, um ihre Aufnahme zu erleichtern.

Einige Vitamine werden von Körper bedingt produziert, so etwa Vitamin D unter dem Einfluss von Sonnenlicht. Die Vitamine B12 und K werden ebenfalls vom Körper gebildet, allerdings nicht in ausreichenden Mengen. Sie müssen ergänzend über die Nahrung aufgenommen werden.

In einigen Fällen sind Nahrungsergänzungsmittel angeraten, um die Versorgung mit Vitaminen abzusichern. Dies gilt beispielsweise für Vitamin D: In der dunklen Jahreszeit weisen etwa 60 Prozent der Schweizer einen Mangel auf.

Vitiligo ist eine Autoimmunkrankheit, bei der die körpereigenen Abwehrkräfte die pigmentbildenden Zellen der Haut angreifen. Dadurch wird weniger Melanin gebildet. Ohne dieses Pigment verliert die Haut ihre natürliche Färbung.

Die Ursachen von Vitiligo sind unbekannt. Vermutet wird ein Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung und Risikofaktoren wie Stress oder Hautverletzungen.

Vitiligo kann nicht geheilt, sondern in seinem Verlauf nur abgebremst werden. Dazu werden verschiedene Therapien angeboten. Diverse Wirkstoffe wie Antioxidantien oder Kortison können lokal angewandt oder oral eingenommen werden. Licht- und Klimatherapie, Permanent-Make-up, operative Korrekturen und komplementäre Therapien ergänzen die Behandlungsmöglichkeiten.

W

Warzen sind Verhornungen der Haut, die meist von dem Humanen Papillomvirus (HPV) verursacht werden. Sie können im Gesicht, an den Händen, den Füssen, in den Achselhöhlen und auch im Genitalbereich auftreten. Betroffen sind vor allem Kinder, deren Immunsystem noch nicht vollkommen ausgeprägt ist, sowie sexuell aktive Menschen: Etwa 80 Prozent von ihnen haben Genitalwarzen.

Die Verformung der Haut bildet sich von allein zurück, kann aber als unästhetisch empfunden werden und Schmerzen bereiten, etwa wenn sie unter die Nagelplatte wuchert. In diesen Fällen bieten sich verschiedene Möglichkeiten zur Entfernung der Warze an. Sie reichen von ätzenden Cremes über Laserbehandlung bis zu einer chirurgischen Abtragung.

Um sich vor Warzen zu schützen, sollten in Gemeinschaftsbädern Badeschuhe getragen werden. Es ist ratsam, Handtücher nicht zu teilen. Vorsorglich können die Abwehrkräfte der Haut gestärkt werden, beispielsweise durch eine sanfte Hautreinigung und eine intensive Hautpflege.

Bis zu acht Jahre können die Wechseljahre andauern. In dieser Zeit rund um den letzten vollständigen Zyklus – die sogenannte Menopause – lässt die Produktion der Sexualhormone nach. Besonders der Wegfall von Östrogen hat viele Folgen für den Körper, denn das Hormon beeinflusst unter anderem den Stoffwechsel der Knochen und der Haut sowie die Verarbeitung von Emotionen.

Typische Beschwerden während der Wechseljahre sind spontane Hitzewallungen, Gemütsschwankungen und Schlafstörungen. Ausserdem verändert sich oft das Hautbild mitsamt den Nägeln und den Haaren.

Da die Beschwerden während der Wechseljahre in unterschiedlicher Zusammensetzung und Intensität auftreten, ist eine individuelle Behandlung gefragt. Zum Einsatz können beispielsweise Medikamente, etwa gegen Schlafprobleme oder depressive Verstimmungen, kommen. Verhaltens- und Bewegungstherapien wie Autogenes Training, Meditation, Pilates oder Yoga werden ergänzend herangezogen, um die Lebensqualität der betroffenen Frauen zu verbessern.

Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen sind typische Wechseljahresbeschwerden. Wenn sich rund um die Menopause der Hormonhaushalt der Frau verändert, macht sich das ausserdem häufig durch Gewichtszunahme, eine überaktive Blase und ein Ausdünnen der Haare bemerkbar.

Vorbeugend gegen Wechseljahresbeschwerden wirken moderater Sport und eine ausgewogene Ernährung. Beides kann den Stoffwechsel stabilisieren. Verschiedene, auch pflanzliche Präparate und Nahrungsergänzungsmittel können die Beschwerden lindern. Sind diese sehr stark und entsprechend belastend, sorgt eine Hormonersatztherapie für Abhilfe.

Entspannungsübungen und Ruhemomente im Alltag erhalten die psychische Gesundheit in dieser turbulenten Zeit.

Bei den Windpocken handelt es sich um eine Krankheit, die von einer Infektion mit dem Varizellen-Virus verursacht wird. Der hochansteckende Erreger wird vor allem in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten oder Schulen leicht übertragen, weshalb die Windpocken als typische Kinderkrankheit gelten.

Zu den Beschwerden zählen Fieber und Unwohlsein, vor allem aber ein juckender Hautausschlag mit Bläschen. Meist nimmt die Krankheit einen milden Verlauf und wird symptomatisch mit Präparaten zur Hautpflege, Fiebersenkung und Linderung des Juckreizes behandelt. In schweren Fällen kommen antivirale Medikamente zum Einsatz. Vorbeugend kann eine doppelte Impfung vor einer Erkrankung schützen.

Dunkelheit, Kälte, trübe Stimmung – mehr als 160’000 Personen waren vergangenes Jahr von einer saisonalen Depression betroffen. Schuld am Winterblues ist häufig der Lichtmangel. Am meisten hilft so viel Helligkeit wie möglich und die geniesst man besser draussen bei Tageslicht, denn selbst ein bewölkter Himmel ist zehnmal heller als beleuchtete Räume. Daneben gibt es die Möglichkeit, die Winterdepression mit einer Tageslichtlampe zu behandeln, die für eine Ausschüttung von Glückshormonen sorgt und so die Stimmung hebt.

Darüber hinaus hat sich Johanniskraut bewährt: Dieses pflanzliche Arzneimittel ist oft gut verträglich und nebenwirkungsarm. In Studien hat es sich mehrfach in der Behandlung von leichten bis mittelschweren Depressionen bewährt. Damit es wirkt, sollte die Dosierung hoch genug sein und es muss für mindestens sechs Wochen eingenommen werden.

Die Wochenbettdepression ist oft mit Scham behaftet, dabei ist sie weit verbreitet: Etwa jede zehnte Mutter ist davon betroffen. Ausgelöst durch hormonelle Veränderungen nach der Geburt, tritt die Depression meist einige Wochen bis Monate nach der Entbindung auf. Betroffene leiden unter Schlafstörungen, ausgeprägter Verstimmung und Problemen im Umgang mit dem Kind.

Die Wochenbettdepression sollte unbedingt behandelt werden, um der Mutter, aber auch dem Kind zu helfen: Andernfalls drohen kognitive und emotionale Fehlentwicklungen bei dem Neugeborenen.

Ein breites Unterstützungsangebot von Verwandten, einer Hebamme und der behandelnden Frauenärztin kann der betroffenen Frau aus der Depression helfen. Reicht die Entlastung nicht aus, ist eine psychotherapeutische oder medikamentöse Behandlung angeraten. Ausgewählte Antidepressiva können auch während der Stillzeit eingenommen werden.

Einmal mit dem Messer abgerutscht oder gestürzt und das Knie aufgeschlagen – Nicht immer reicht ein Pflaster aus. Um die Heilung optimal zu unterstützen, empfiehlt sich die zügige und vor allem richtige Erstversorgung der Wunde.

Quetschungen mit gereizter, nicht offener Haut schützt ein Sprühverband. Offene Wunden werden besser trockengehalten: Kleine Kratzer trocknen an der Luft, grössere Wunden profitieren von einer sterilen Wundauflage, um die Heilung zu fördern. Schnitte sollten vorab gereinigt und desinfiziert werden.

Stärkere Blutungen lassen sich mit einem Druckverband stillen. Halten die Blutungen jedoch an oder bestehen starke Schmerzen, ist ein Besuch beim Arzt indiziert.

Z

Nicht wenige Menschen knirschen nachts mit den Zähnen. Die Folge: Nacken- und Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, verspannte Schultern, Ohrgeräusche und auf Dauer Schäden an den Zähnen. Meistens ist das Knirschen selbst eine Folgeerscheinung von Stress, Zahnfehlstellungen, genetischen Faktoren oder einem zu hohen Kaffee- oder Alkoholkonsum. Diese Ursachen gilt es zu finden und möglichst zu beheben.

Die Hauptursache bei Zähneknirschern ist Stress. Zur Behandlung gehört also eine Anpassung des Lebensstils, um Spannungen abzubauen, eventuell auch mit psychologischer Hilfe. Gezielte Entspannungsübungen, Meditation, Yoga und Sport sorgen dafür, dass man Druck ablassen kann. Ausserdem sollte unbedingt eine Zahnschiene angefertigt werden, die die Zähne betreffend Schadensbegrenzung bietet und vor weiterem Abrieb schützt.

Beim Zähneknirschen werden die Zähne ­– meist nachts – malmend aufeinander gepresst. Dadurch wird der Zahnschmelz abgerieben und die Zähne gelockert. Sie sind anfälliger für Folgeerkrankungen und können sogar ausfallen. Begleitende Beschwerden des Zähneknirschens sind Kopfschmerzen und Verspannungen im Gesicht.

Zu den Ursachen des Zähneknirschens zählen vor allem Stress sowie eine natürliche oder durch beispielsweise zu hohe Kronen erzeugte Zahnfehlstellung. Auch Krankheiten wie Parkinson oder Epilepsie können zum Zähneknirschen führen.

Zur Behandlung empfiehlt sich eine Überprüfung der Zahnstellung sowie eine Therapie der möglicherweise zugrundeliegenden Krankheit. Durch Entspannungsübungen kann Stress reduziert werden. Eine Aufbissschiene schützt die Zähne vor nächtlicher Überlastung.

Durch Zähneputzen allein ist die richtige Mundpflege noch nicht komplett.

Mit Zungenschabern wird die Zunge von Nahrungsresten, Mikroorganismen und abgestorbenen Zellen, die Mundgeruch verursachen können, befreit. Zahnseide und Interdental-Bürsten halten die Zwischenräume sauber, welche die Zahnbürste nicht erreichen kann. Ein Fluorid-Gel stärkt den Zahnschmelz und wirkt gegen schlechte Bakterien. Wichtig: Nach dem Gebrauch den Mund nicht ausspülen, damit der Wirkstoff nicht wieder fortgespült wird, und eine Stunde lang auf Essen verzichten. Sprays pflegen und beruhigen das Zahnfleisch.

Spülungen und Co. können das tägliche Zähneputzen nicht ersetzen, aber sie sind die ideale Ergänzung für die Mundhygiene.

Zecken können gefährliche Krankheitserreger übertragen wie zum Beispiel Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Gegen letztere kann man sich impfen lassen, dennoch sollte man Zeckenstiche vermeiden. Die Spinnentiere halten sich vor allem in hohen Wiesen und in der Nähe von Büschen und Sträuchern auf, wo sie darauf warten, sich an vorbeistreifende Tiere und Menschen zu heften.

Am besten meidet man in den wärmeren Monaten ausgewiesene Risikogebiete und hält beim Spazieren Abstand zu Büschen und hohen Gräsern am Wegrand oder querfeldein. Ausserdem bieten lange Kleidung und ein Mittel gegen Zecken sehr guten Schutz. Nach jedem Aufenthalt in der Natur sollte man sich gründlich nach Zecken absuchen. Wird man trotz aller Vorsicht fündig, sollte der ungebetene Gast schnellstmöglich entfernt werden. Am besten mit einer Pinzette oder einer Zeckenzange.